Struktur und Merkmale Argumentativer Texte

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Definition und Zweck Argumentativer Texte

Ein argumentativer Text ist eine diskursive Aktivität, bei der ein Sender (Emittent) eine These mithilfe von Argumenten rechtfertigt und seinen Standpunkt darlegt.

Klassische Struktur der Argumentation

Die Struktur eines argumentativen Textes umfasst typischerweise:

  1. Einleitung: Präsentation der These.
  2. Entwicklung: Darlegung und Begründung der Argumente.
  3. Fazit: Bekräftigung des Standpunkts, der angenommen werden soll.

Varianten Argumentativer Texte

Es gibt zwei Hauptvarianten des argumentativen Textes:

  • Subjektive Argumentation: Basierend auf persönlichen Meinungen.
  • Wissenschaftliche Begründung: Basierend auf Fakten und logischer Beweisführung.

Linguistische und Stilistische Merkmale

Zu den sprachlichen Besonderheiten argumentativer Texte zählen:

  • Die Verwendung einer geordneten Syntax und logischer Konnektoren (Vorherrschaft von kausalen, konsekutiven, finalen und abschließenden Verknüpfungen).
  • Die lexikalische Anpassung an die Art des Arguments: Verwendung von wissenschaftlicher oder religiöser Fachsprache, falls erforderlich, oder allgemeiner Standardsprache.
  • Die Dominanz des Präsens und der häufige Gebrauch von Verben in der ersten Person (zur Kennzeichnung der eigenen Position).
  • Das Vorhandensein persönlicher Referenzen (Personalpronomen und Verb-Endungen).

Textsorten und Spezialisierung

Argumentative Texte können informativ oder spezialisiert sein. Sie sind informativ, wenn die dargebotenen Informationen für jede Person zugänglich sind. Sie sind spezialisiert, wenn zur Interpretation ein spezifisches Fachwissen erforderlich ist.

Organisationsmuster und Textstruktur

Argumentative und erklärende Texte folgen oft spezifischen Organisationsmustern:

  1. Problem-Lösung: Darstellung eines Problems und möglicher Lösungen.
  2. Ursache und Wirkung: Erklärung der Gründe für ein Ereignis oder eine Situation.
  3. Vergleich-Kontrast: Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen zwei Ideen oder Objekten.
  4. Prozess oder Sequenz: Darstellung einer Reihe von Ereignissen in einer zeitlichen, nicht-zufälligen Reihenfolge.
  5. Beschreibung: Auflistung der Merkmale eines Themas oder Objekts.

Typografische und Lexikalische Besonderheiten

Die schriftliche Darstellung nutzt typografische Ressourcen für zwei Hauptfunktionen:

  • Ordnung und Nummerierung: Zur Strukturierung der Absätze im Text.
  • Hervorhebung: Zur Kennzeichnung neuer oder relevanter Informationen.

Das Lexikon ist in der Regel beschreibend und erfordert ein reichhaltiges, themenspezifisches Vokabular. Die vorherrschenden Zeitformen sind der Indikativ, insbesondere Präsens und Vergangenheit. Die Syntax passt sich den üblichen Mustern der Satzkoordination an.

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