Trugschlüsse und Rechtsbegriffe: Komposition, Division, Begriffsklärung
Trugschluss der Komposition
Trugschluss der Komposition: Er tritt auf, wenn man fälschlich annimmt, dass das, was für die einzelnen Teile wahr ist, auch für das Ganze wahr sein muss. Zum Beispiel:
Die Zahl 7 besteht aus den Zahlen 2 und 5.
Diese Zahlen sind jeweils gerade bzw. ungerade.
Daraus zu schließen, die Zahl 7 sei gleichzeitig gerade und ungerade, ist ein Trugschluss.
Trugschluss der Division
Trugschluss der Division: Er tritt auf, wenn Eigenschaften, die nur dem Ganzen zukommen, fälschlicherweise den einzelnen Teilen zugeschrieben werden. Zum Beispiel:
Wenn ein Kiefernwald dichte Schattierungen aufweist, schließt man irrtümlich, dass jeder einzelne Schatten der Kiefern ebenso dicht sein müsse.
Hinweis
HINWEIS: Ein Trugschluss kann gelegentlich zu einer richtigen Schlussfolgerung führen; dennoch ist die Argumentation fehlerhaft, wenn man sie genau analysiert. Prüfen Sie deshalb stets die Korrektheit sowohl der Prämissen als auch der Schlussfolgerung.
Die beste Empfehlung im Umgang mit Bezugstrugschlüssen ist, unsere Sprache gründlich zu studieren und fortlaufend grammatische Nachschlagewerke oder Konsultationsrahmen zu verwenden.
Wenn es sich nicht um formale Irrtümer durch Zweideutigkeit handelt, bedenken Sie, dass Wörter meist mehrere Bedeutungen haben. Um Fehler zu vermeiden, ist die beste Regel ein gründliches Verständnis der Begriffe, die wir verwenden, da Bedeutungsverschiebungen trügerisch sein können. Deshalb müssen wir bei mehrdeutigen Begriffen besonders wachsam sein.
POSTEN 15
RECHTSBEGRIFFE
Rechtsbegriff
Rechtsbegriff
Ein Rechtsbegriff ist eine allgemeine und abstrakte Darstellung dessen, was das Recht erfasst, sei es rein rechtlicher Natur oder in Bezug auf rechtlich relevante außergerichtliche Tatsachen. Wenn wir von extralegalen Fakten sprechen, meinen wir Tatsachen außerhalb der Rechtsordnung, die dennoch rechtliche Folgen haben können, wie etwa ein Tod, die Entstehung einer Verpflichtung u. a.
Form als Begriff
Form als Konzept
Gemeinsame Merkmale werden von der Sache abstrahiert und durch einen synthetischen Prozess zu einem Konzept zusammengefasst, das für alle gleichen oder ähnlichen Dinge gilt.
Hinweis zum Bild und zum Begriff
HINWEIS: Das Bild eines Objekts ist nicht dasselbe wie das Konzept eines Objekts. Das Konzept gilt für alle Objekte derselben Art, während das Bild eine konkrete Darstellung eines bestimmten Objekts ist.
Arten der Rechtsbegriffe
Populäre rechtliche Konzepte: Diese stammen aus Erfahrung und sind nicht streng wissenschaftlich-juristisch abgeleitet, können aber rechtliche Relevanz haben, z. B. »Wald«, »Fluss«, »Tier« usw. In der gesetzlichen Technik können solche Begriffe relevant werden: Zum Beispiel ist ein öffentlicher Platz, ein Fluss oder ein Baum an sich nicht immer rechtlich relevant, aber wenn ein Bürger neben einer Statue baut, können daraus gerichtliche Konsequenzen entstehen – etwa wenn das Haus neben der Statue von Simón Bolívar steht.
Strikte Rechtsbegriffe:
Fundamentale rechtliche Konzepte: Das sind Begriffe, die dem Recht »innewohnen«; sie gehören zur Rechtsdisziplin und sind unerlässlich für die Anwendung des Gesetzes. Beispiele sind der Begriff der juristischen Person oder bestimmte Rechtsformen. Diese Konzepte sind charakteristisch für das Recht und notwendig, um Rechtsnormen anzuwenden. (Rechtliche Hinweise)
Abgeleitete oder untergeordnete rechtliche Konzepte: Diese entstehen durch Rechtsgestaltung oder -technik und sind meist von Erfahrung abgeleitet, z. B. die Hypothek. Sie gelten als abgeleitet oder derivativ, weil sie von anderen Konzepten abhängen. Im Falle der Hypothek kann man nicht von einer Hypothek sprechen, ohne zuvor ein Darlehen zu haben: Die Hypothek dient als Sicherheit für eine Verpflichtung (z. B. ein Kredit). Daher setzt die Hypothek einen vorhergehenden Rechtsakt (den Kreditvertrag) voraus; sie ist abgeleitet von diesen anderen Rechtsverhältnissen und Institutionen. (Rechtliche Institutionen)
Zum Beispiel: Der Begriff des Rechts ist ein a priori-Konzept für die juristische Erfahrung. Um zu wissen, was in einer Gesellschaft rechtlich ist, benötigen wir vorher ein Konzept vom Recht.