Überblick: Psychologische Therapien, Definitionen und Techniken
Psychologische Therapien: Definition und Überblick
Definition Psychologischer Therapie
Eine psychologische Therapie ist eine Arbeitsbeziehung zwischen Therapeut und Klient zur Entwicklung einer befriedigenderen Art, in der Welt zu sein.
Wichtige Behandlungstechniken in der Psychotherapie
1. Psychoanalyse (Sigmund Freud)
Konzept der Pathologie
Triebkonflikte liegen außerhalb der Reichweite des Bewusstseins.
Therapieziele
Die Bedeutung des Unbewussten aufzeigen und bewusst machen.
Zentrale Techniken der Psychoanalyse
- Freie Assoziation: Der Patient teilt dem Therapeuten alle Gedanken und Erinnerungen mit, die ihm in den Sinn kommen, unabhängig davon, ob sie als wichtig erachtet werden oder nicht. Dies erleichtert den Zugang zu verdrängten Erinnerungen und Wünschen und deren bewusste Verarbeitung.
- Traumdeutung: Verdrängte Wünsche, die im Wachzustand nicht zugelassen werden, finden im Traum einen verschleierten Ausdruck.
- Übertragung: Die Verlagerung von Gefühlen (Feindseligkeit, Zuneigung oder Schuld), die der Patient ursprünglich anderen Personen gegenüber empfand, auf den Therapeuten. Auf diese Weise kann der Patient Spannungen abbauen, und der Therapeut versteht die Gefühle, die in der aktuellen Situation möglicherweise nicht angemessen sind.
2. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
I. Merkmale der Kognitiven Verhaltenstherapie
- Sowohl normales als auch abnormes Verhalten wird im Rahmen der Gesetze des Lernens erworben. Es besteht eine Kontinuität zwischen beiden. Pathologisches Verhalten wird als eine unangemessene Reaktion auf eine bestimmte äußere Situation betrachtet.
- Die Verhaltensänderung beinhaltet auch die Erfassung der Ursachen für den Konflikt des Individuums. Das Verhalten wird als Reaktion analysiert, wobei diese Reaktionen Gedanken, Gefühle und motorische Handlungen umfassen können.
- Bei der Analyse von Problemverhalten werden aktuelle und entfernte Hintergrunddeterminanten berücksichtigt (der therapeutische Fokus liegt jedoch auf dem „Hier und Jetzt“).
- Es werden die psychologischen Prozesse des Erwerbs, der Konsolidierung und des Erlöschens von Verhaltens- und kognitiven Prozessen untersucht.
- Als Erhebungsmethoden dienen Interviews, Selbstregistrierung, Fragebögen, psychophysiologische Aufzeichnungen und Verhaltensbeobachtung.
II. Verhaltenstechniken der KVT
- Modellierung: Diese Technik ist nützlich bei der Behandlung von Phobien und Zwängen (Obsessionen).
- Systematische Desensibilisierung (z. B. bei Spinnenphobie): Um die Angst zu reduzieren, zeigt der Therapeut Bilder der Phobie, erhöht die Dauer der Bilder, geht zu Objekten über und schließlich zur tatsächlichen Situation. Der Prozess wird schrittweise abgeschlossen.
- Assertivitätstraining (Training zur Durchsetzungsfähigkeit): Ziel ist es, die Angst vor sozialen und zwischenmenschlichen Situationen zu überwinden. Vor den Therapiesitzungen lernt die Person durch Verhaltensstudien neue Denk- und Verhaltensmuster, die dann im sozialen Kontext angewendet werden.
- Progressive Relaxation: Diese Technik wird zur Förderung des Selbstwertgefühls, zur Entwicklung persönlicher Fähigkeiten, zur Kontrolle von Phobien, zur Gewohnheitskontrolle und zur Bewältigung von negativem Stress eingesetzt.
3. Systemische Familientherapie
Dieses Modell betrachtet ein Individuum nicht als isoliertes Wesen, sondern stets in Beziehung zu anderen. Die Familientherapie untersucht, wie die Mitglieder interagieren, und analysiert ihre hemmenden oder destruktiven Muster.
4. Humanistische Therapie
Die humanistische Therapie betont das Affektive stärker als das Intellektuelle und zielt auf die Selbstverwirklichung (Selbst-Aktualisierung) der Person ab.