Grammatik und Pronomen: Korrekturen und Erklärungen
Falsche Pronomenverwendung
Falsch sind: Nutzung von Personalpronomen (SE) als Ersatz für direkte oder indirekte Objektpronomen (LE, SLE, CI), die ein Pronomen folgen.
Indirektes Objekt (LO, LA, LOS) als Funktion von F: CI statt: *on, it*... Beispiel: Ich habe es (Ich habe das Buch).
Reflexivpronomen
Ersetzt ein Substantiv (SN), das die Funktion des direkten Objekts (CD) oder indirekten Objekts (CI) hat.
Funktion (F) Betreff: CD, CI.
Adverbiale Verstärkung: *sich selbst*. Beispiel: Carlos kämmt sich.
Gegenseitige Pronomen
Beziehen sich auf zwei oder mehrere Personen, die eine identische Aktion ausführen.
Funktion (F): CD, CI.
Adverbiale Verstärkung: *Ein anderes*. Beispiel: Maria und Carmen waren sich gegenseitig behilflich.
Morpheme von Pronomen
Das Pronomen ist Teil des lexikalischen Verbs und wird zusammen analysiert; es entspricht nicht der syntaktischen Funktion.
Funktion (F): ""
Beispiel: John wird sich waschen.
Ethikalisches Dativ
Ein Pronomen, das die Person verstärkt oder betont, die von der Durchführung der Aktion betroffen ist (Werte, nicht syntaktische Funktion).
Beispiel: Er las das Buch für sich ohne Frage.
Passivreflexiv
Das Subjekt äußert die Maßnahme nicht, sondern leidet darunter.
Funktion (F): Morpheme / Index.
Beispiel: Mehrere Gemälde wurden verkauft.
Unpersönlich
Eine Steigerung des verbalen Reflexivs, die unpersönliche Art des Satzes.
Funktion (F): Morpheme der Unpersönlichkeit (syntaktisch).
Beispiel: Man isst hier sehr gut.
Mester de Clerecía und frühe Prosa
Mester de Clerecía
Die aktuelle Literatur entwickelt sich (S. 13/14). Bedeutet Schule oder Beruf, arbeitet sehr verschiedene Themen.
Die Absicht des Stücks ist didaktisch. Beispiele verwenden oft klare und direkte Sprache (um von den Menschen begriffen zu werden) und nutzen die Ressourcen der Romanistik.
Der *Mester de Clerecía* verwendet die gleiche Strophe, das *cuaderna vía* (4 Verse, Assonanz und Reimschema AAAA).
Werke in der Mester Clerecía: *Libro de Alexandre*, *Milagros de Nuestra Señora*, *Libro del Buen Amor*.
Gonzalo de Berceo
Der erste kastilische Schriftsteller, dessen Name bekannt ist. Sein Leben und Werk sind mit San Millán de la Cogolla verbunden. Er starb Mitte des 13. Jahrhunderts.
Sein bekanntestes Werk ist "Miracles of Our Lady", eine Sammlung von 25 Erzählungen. Ein Teil wurde aus lateinischen Handschriften aus den Klöstern übersetzt und durch die Schaffung einer eigenen Version ergänzt.
Das Publikum identifiziert sich mit ihr; alle Wundergeschichten zeigen Berceos kleine Einführung als Pilger.
Libro de Buen Amor
Komponiert Mitte des 14. Jahrhunderts, ein grundlegendes Werk der mittelalterlichen Literatur.
Sein Verfasser war Juan Ruiz, *Mester de Clerecía*.
Es besteht aus 1728 Strophen in *cuaderna vía*. Das Spiel ist eine fiktive Erzählung.
Prosa im Mittelalter
Die Prosa der mittelalterlichen Dichtung ist nach der Schule der Übersetzer von Toledo geboren.
Sie ist ein entscheidender Vorläufer für die Erstellung mittelalterlicher literarischer Prosatexte.
Es wurden viele Werke aus dem Lateinischen übersetzt, wobei Werke der islamischen Kultur und jüdische Fabeln gesammelt wurden. Sie sind eine wertvolle Inspirationsquelle für die spätere Erzählung.
Wichtige Prosa-Figuren
Alfonso X. "der Weise"
Wichtige Figur bei der Schaffung der kastilischen Prosa. Seine Regierungszeit markiert eine Periode intensiver wissenschaftlicher und literarischer Tätigkeit und etablierte ein Zentrum für Kultur und die Festigung der Syntax und Rechtschreibung des mittelalterlichen Kastilisch als Amtssprache.
Werke: *General Estoria*, *General Chronicle*, *Die sieben Spiele*, *Buch der Schach-, Würfel- und Tabellenspiele*, Buch der Kenntnisse in der Astronomie, *Cantigas de Santa María*.
Don Juan Manuel
Wechselte zwischen politischen und militärischen Aktivitäten und literarischer Produktion (oft in Klöstern).
Sein Werk "Der Graf" lehrt durch Beispiele. Das Buch besteht aus 51 Geschichten mit der gleichen Erzählstruktur, zusammengefasst in Versen.
Die meisten Geschichten stammen aus bekannten Quellen. Seine Originalität liegt in der Behandlung der Geschichten.
Literatur des 15. Jahrhunderts
Literatur des 15. Jahrhunderts
Das Jahrhundert endet mit einer Reihe sozialer, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Veränderungen.
Die Macht der Könige stieg, die der Kirche sank, und der Aufstieg des Bürgertums verstärkte sich. Es traten große Entdeckungen und wissenschaftlicher Fortschritt auf (Entdeckung Amerikas, Erfindung des Buchdrucks).
Nach Zusammenstößen zwischen Königen und Adligen beendeten die Katholischen Könige die Reconquista.
Traditionelle Lyrik (Romanzen)
Das 15. Jahrhundert ist das klassische Zeitalter der lyrischen Themen, hauptsächlich Liebe.
Inhalt: Die Mittel drücken sich oft aus durch Parallelismus, Wiederholung, etc.
In diesem Jahrhundert siedeln sich die Romanzen an, die aus der alten mündlichen Überlieferung der Romantik stammen.
Theorien zur Herkunft: 1. Theorie: Entstehung bei der Zersetzung der alten Epen. 2. Theorie: Romanzen entstanden unabhängig von den Epen.
Romanzen: Lyrisch-epische Erweiterung, variabel. Während des 16. und 17. Jahrhunderts schrieben bedeutende Dichter Romanzen weiter, die neuen romantischen Charakter annahmen.
Charakteristik der Romanzen: Sie nutzen historische und dramatische Ausdruckskraft, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen (Formeln, Kürze, Prägnanz, emotionale Situationen, oft fragmentiert, tragische Ereignisse, historische Bezüge). Thematisch dienen sie als historischer Rahmen.
Gebildete Lyrik (Liebesgedichte)
Die im 15. Jahrhundert erlernte Poesie überlebt; sie verbreitete sich von der Provence (12. Jh.) nach Katalonien, Galicien und Kastilien (13. und 14. Jh.).
Gedichte wurden nach den Konventionen der höfischen Liebe geschrieben. Frauen werden als überlegene Wesen dargestellt, denen die Männer dienen. Die Liebe wird zu einer Art seelischer und geistiger Religion.
Verse Manriqueñas
Kurzes Gedicht des 15. Jahrhunderts.
Berühmt durch ein Gedicht, das aus der aktuellen Lyrik der höfischen Liebe stammt.
Die Lieder des Dichters reflektieren über die Kürze des Lebens und den Tod, der für alle gleich ist.
Elegie: Bestehend aus 40 *versos manriqueños* (Strophen mit 6 Zeilen: 8a 8b 4c 8a 8b 4c).
Prosa des 15. Jahrhunderts
Es entstehen zwei Typen: Der sentimentale Roman, geprägt von einem Liebesproblem, und Romane, die aus der traditionellen europäischen Epik stammen und heldenhafte Tugenden beschreiben.
Es wurden auch wissenschaftliche und didaktische Werke geschrieben.
La Celestina
Veröffentlicht 1499 "Anonym". Im Jahr 1500 erschien eine neue Ausgabe von Fernando de Rojas, dann 1502 mit 5 Akten und einem Prolog.
Das Werk ist ein Dialog, aber mit einzigartigen erzählerischen Funktionen. Es übertrifft die erzählerischen Werke seiner Zeit in Stil und Perfektion, mit der es die Charaktere zeichnet.
Die Charaktere sind gemischt: hohe und niedrige Gesellschaftsschichten. Calisto und Meliveo sind von blinder Leidenschaft getrieben. Celestina und die Diener sind von Gier getrieben.
Renaissance-Literatur
Renaissance
Ideologische, künstlerische und literarische Bewegung, die in Italien entstand und sich in Europa verbreitete.
Gekennzeichnet durch: Interesse an der klassischen Kultur der Antike, Naturschutz, Exaltation des Menschen, Optimismus in Bezug auf das Leben.
Renaissance-Literatur: Themen
Liebe: Ausdruck der Subjektivität des Dichters, seiner persönlichen Gefühle.
Natur: Die poetische Szene wird oft in idealisierten Landschaften platziert.
Mythen: Rückgriff auf griechische und lateinische Klassiker.
Klassische Themen: *Carpe Diem* und *Beatus Ille*.
Garcilaso de la Vega
Stellt den Geist Spaniens in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sehr gut dar. Er starb jung im Kampf. Seine Werke sind kurz, aber von großer Qualität und behandeln wichtige Themen und Ressourcen.
Sonette: Er schrieb 40 Sonette, fast alle mit Liebesthemen.
Eklogen: 3 *Eklogen garcilasinas* von pastorale Natur.
Lieder und Elegien: Er schrieb auch Lieder und 2 Elegien. Seine lyrischen Themen sind voll vom Renaissance-Stil, der auf den Idealen der Natürlichkeit und des Gleichgewichts basiert.
Religiöse Poesie (2. Hälfte des 16. Jahrhunderts)
Autoren betonen religiöse Themen, die in Spanien während der Zeit des zunehmenden Katholizismus entstanden.
Kleriker, Mönche und Nonnen brachten einige große Schriftsteller hervor: San Juan de la Cruz, Fray Luis de León.
Sie pflegten asketische und mystische Poesie, die sich der Nähe zu Gott und der Reinigung von Sünden widmet.
Fray Luis de León
Geboren 1527 in Belmonte, war er ein Augustinermönch. Er wurde Professor, erlitt jedoch eine falsche Anklage, die ihn ins Gefängnis brachte. Er wurde freigesprochen und konnte seine Professur zurückerlangen.
Er schrieb wichtige Werke in Prosa (*Hohes Lied*, *Die perfekte Ehefrau*). Sein Ruhm beruht auf seiner Poesie (*Ode an das zurückgezogene Leben*, *Prophetie des Tejo*, *Ruhige Nacht*, *Aufstieg*).
Seine Poesie zeigt seinen unruhigen Geist auf der Suche nach Ruhe, Harmonie und Entspannung.
San Juan de la Cruz
Geboren 1542 in Fontiveros, war er ein Karmelitermönch. Er studierte Philosophie und Theologie.
Er komponierte drei mystische (spirituelle) poetische Werke: *Cantico espiritual*, *Noche oscura* und *Llama de amor viva*, die die Begegnung zwischen Gott und der Seele beschreiben.
Er schrieb erläuternde Kommentare zu jedem Gedicht und einige kurze Kompositionen.
Er schuf eine Tradition der erotischen Lyrik, die als Analyse einer liebevollen Beziehung oder als Beschreibung der Vereinigung mit Gott verstanden werden kann.
Der Roman im 16. Jahrhundert
Der Roman - Lazarillo de Tormes
Der Roman, wie wir ihn heute kennen, entstand in dieser Zeit, da er weit von der Realität entfernt war.
Im Jahr 1554 wurde ein Werk veröffentlicht, das die Geburt des modernen Romans darstellt: *Das Leben des Lazarillo de Tormes*.
*Lazarillo* ist ein anonymes Werk. Er lebt in Toledo, wo er ein Mädchen heiratet.
Das Werk besteht aus einem Prolog und 7 Abschnitten.
Die Originalität liegt in den Anekdoten, die in eine Erzählung integriert sind, um den Charakter von Lázaro zu verändern. Es ist der erste realistische Roman, dessen Protagonist ein einfacher Antiheld ist.
Miguel de Cervantes
Biographie: (1547–1616), geboren in Alcalá de Henares, studierte in Madrid. Er reiste nach Italien und kam mit der Renaissance-Welt in Kontakt. Er nahm an der Schlacht von Lepanto teil. All seine Erfahrungen spiegeln sich in seinen Werken wider. Seine wirtschaftliche Lage war schlecht und er hatte schwere persönliche Probleme.
Mehr Erfolg hatte er mit dem ersten Teil von *Don Quijote* (1605).
Werk von Cervantes
Poesie und Theater
Die Gedichtform ist die der Terzinen; er schrieb auch Sonette, Balladen und Weihnachtslieder.
Hervorzuheben sind dramatische Komödien (*Die Belagerung von Algier*), Tragödien (*Die Belagerung von Numancia*) und Vorspeisen (*Richter der Scheidungen*).
Roman
Er erreichte die Kultur und alle Subgenres der Erzählung.
*La Galatea* (1585) (pastoraler Roman): Die Protagonisten sind Hirten in einer idyllischen und verworrenen Liebesgeschichte.
*Los trabajos de Persiles y Sigismunda* (sein letzter Roman): Abenteuer von zwei jungen Liebenden auf ihrer Pilgerreise von Rom.
*Novelas ejemplares* (1613): 12 Kurzgeschichten (*Der Dialog der Hunde*, *Die Zigeuner und die berühmte Köchin*).
Don Quijote
Das bekannteste Werk der spanischen Literatur, weltweit übersetzt und bearbeitet. Es wurden 2 Teile veröffentlicht.
Der "sinnreiche Junker"... Der "Herr..." Im Jahr 1614 erschien eine falsche Fortsetzung von Alonso Fernández de Avellaneda.
Struktur und Argument: Struktur in 2 Teilen (organisiert in 3 Ausgängen): 1. Ausgang (Kapitel 1–6), 2. Ausgang (Kapitel 7–52), 3. Ausgang (Teil 2).
Genesis und Absicht des Quijote: Lächerlich machen der Rittergeschichten. Parodie auf den komischen fahrenden Ritter. Darstellung des Idealismus gegen den Realismus. Ausstellung eigener Ideen.
Charaktere: Don Quijote und Sancho (Charaktere stellen Gegensätze dar, aber es gibt einen Rollentausch).
Sprache und Stil: Umfassende Erzähltechnik, Erzähler mit doppelten Formen der Ironie und Parodie. Übermittlung des Realismus. Reichtum der Sprache und des Stils.
Wissenschaftliche Terminologie und Koordination
Wissenschaftliche Terminologie
Lehnwörter: Lateinische und griechische Begriffe aus anderen Sprachen.
Eigennamen: Akronyme und Abkürzungen.
Metaphern.
Koordination (Verbindung von 2 Elementen durch eine Konjunktion)
Kopulativ: Addition (*und*), Verneinung (*ni*).
Disjunktiv: Alternative (*oder*).
Adversativ: Opposition (*aber, doch*...).
Exklusiv/Einschränkend: Präzisierung (*d.h., das heißt...*).
Distributiv: Koordinierung der Abhängigkeit (Vereinigung von 2 Elementen mit einem Link).