Miguel de Cervantes: Leben und Werk des Autors
Eingeordnet in Spanisch
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,38 KB
Miguel de Cervantes: Ein Leben voller Mühen
Biografie: Er verbrachte seine Jugend in Spanien, reiste nach Italien und kehrte schließlich in seine Heimat zurück.
- Er lebte in Valladolid, Córdoba, Cabra (Ziege), Sevilla und Madrid, wo er unter der Leitung des erasmischen Lehrers López de Hoyos ausgebildet wurde.
- Im Jahr 1569 zog er nach Italien und nahm an der Schlacht von Lepanto teil, in der seine linke Hand unbrauchbar wurde.
- Cervantes und sein Bruder wurden bei Algier (Agel) gefangen genommen und blieben fünf Jahre lang in Gefangenschaft.
- Er versuchte sein Glück in verschiedenen Berufen.
- Während seines zweiten Gefängnisaufenthalts erschuf er den Don Quijote.
Cervantes als Schriftsteller
Cervantes schrieb viele Gedichte, erkannte jedoch selbst, dass er kein besonderes Talent (esaba) für die Poesie besaß. Ein Beispiel ist Die Reise zum Parnass (Pármaso, 1614) über spanische Dichter. Das Theater war Cervantes' große Berufung. Er verfasste acht Komödien und acht Zwischenspiele (Startern/Entremeses, 1613 veröffentlicht).
La Galatea
Dies ist ein Hirtenroman in sechs Büchern (libros). Im Jahr 1585 erschien der erste Teil (parte). Cervantes versprach einen zweiten Teil, kam jedoch nicht mehr dazu (Bolzen Hals), ihn zu schreiben. La Galatea enthält alle typischen Bestandteile des pastoralen Genres.
Exemplarische Novellen (1613)
Diese erste Sammlung (Kollektion) besteht aus zwölf kurzen (scortas) Novellen. Cervantes gab ihnen diesen Namen aus zwei Gründen:
- Er verfolgte einen moralischen Zweck im Stile der mittelalterlichen Exempla.
- Das italienische Wort Novelle bezog sich auf Kurzgeschichten, da längere Werke damals als Abhandlung (Vertrag) oder Buch bezeichnet wurden.
Kategorisierung der Novellen
- Realistisch: Rinconete und Cortadillo, Der Lizentiat Glas und Das Gespräch der Hunde.
- Idealistisch: Die edle Spanierin und Die illustre Küchenmagd (Mopp).
Merkmale dieser Erzählungen (snarraciones)
- Die Bedeutung des Dialogs als innovatives Element der Romane.
- Das Fehlen von Beschreibungen urbaner Landschaften.
- Die beispielhafte Darstellung von Fehlern und Lastern, die zur Ablehnung dargeboten werden.
Die Arbeiten von Persiles und Sigismunda
Dies ist ein byzantinischer Roman in gepflegter (cuidada) Prosa. Persiles (Persil) und Sigismunda (Segismunda) sind ein Prinz und eine tugendhafte Prinzessin, die als Geschwister (hermanos) getarnt unermüdlich reisen. Cervantes baute das Werk auf drei Konzepten auf:
- Die byzantinische Form: Sie erlaubt es, die Charaktere durch verschiedene geografische Gebiete und Attraktionen zu führen.
- Die Struktur der Kette des Seins: Der Roman folgt einer Struktur, in der die gesamte Schöpfung ein Glied in einer Kette ist. Jedes Element ist bedeutender als sein Nachfolger, aber kleiner als sein Vorgänger.
- Die Wallfahrt: Ein Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens (vida). Der Pilger wird hierbei zu einem zentralen literarischen Charakter.