Technischer Ansatz
- Objektivität der Wissenschaft: Wissenschaftliche Methodologie durch objektive Messung, Kategorisierung und präzise Definition operationaler Konzepte.
- Soziale Welt als Reihe unabhängiger Variablen: Induktive Erkenntnistheorie (vom Konkreten zum Abstrakten, Generalisierung beobachtbarer Variablen).
- Universelle Theorie: Fokus auf das Gemeinsame statt auf Spezifität; Annahme der Konstanz des Verhaltens in Raum und Zeit.
- Formalisiertes Wissen: Nutzung mathematischer Sprache zur Erzielung von Allgemeingültigkeit.
- Technische Anleitung: Wissenschaftliche Begründung und instrumentelles Handeln basieren auf Rationalitätskriterien, die ethische, politische und ideologische Aspekte ausschließen.
- Trennung der Rollen: Wissenschaftler (Pädagogen, Psychologen) entwickeln das Curriculum, während Lehrer für die Umsetzung zuständig sind.
Praktischer Ansatz
- Ablehnung des naturwissenschaftlichen Modells: Distanzierung von den Methoden der physischen Wissenschaften.
- Geisteswissenschaftliche Perspektive: Fokus auf das Verständnis und die Interpretation der menschlichen Wirklichkeit durch Bedeutungen, Symbole und Deutungen. Wissenschaft sucht kontextualisierte Lösungen für theoretische Probleme.
- Interesse des Wissens: Das Interesse ist ästhetisch-politisch, nicht pragmatisch; es wird nicht nach Verallgemeinerung gestrebt.
- Handlungsverständnis: Um menschliches Handeln zu verstehen, müssen die Interpretationen und der interpretative Kontext, die dem Handeln Sinn verleihen, analysiert werden.
Kritischer Ansatz
- Soziopolitische und ideologische Lesart: Analyse von Wissenschaft und sozialen Phänomenen durch strukturelle Beziehungen. Theorie rechtfertigt Praxis; Forderung nach politischer Debatte und Gesellschaftskritik statt bloßer wissenschaftlicher Rezepte. Wissenschaft wird als Ideologie verstanden, die bestimmte Handlungen legitimiert.
- Hauptfunktion: Nicht nur das Verstehen und Beschreiben, sondern die Transformation der Wirklichkeit.
- Fokus: Analyse der Reproduktion von Machtverhältnissen sowie deren Kritik und Rekonstruktion.
- Kritik der sozialen Kontrolle: Ablehnung der rein objektiven Wissenschaft. Theorie ist mit Werten und ethischen Komponenten durchdrungen und beeinflusst durch diskursives Handeln die Reflektivität.