Descartes' Zweite Meditation: Gewissheit des Ichs und Humes Kritik
Descartes' Zweite Meditation: Die Suche nach Gewissheit
In der Zweiten Meditation sucht Descartes nach einem festen und unbezweifelbaren Punkt der Erkenntnis, ähnlich wie Archimedes einen festen Halt für seinen Hebel suchte, um die Welt zu bewegen.
1. Der Zweifel als Weg zur Gewissheit
Ich bin überzeugt, dass es nichts in der Welt gibt – weder Himmel noch Erde, noch Körper, noch Geist. Sollte ich auch überzeugt sein, dass ich nicht bin? Nein, denn wenn ich mich überzeugen lasse oder denke, dass etwas ist, dann bin ich zweifellos da. Selbst wenn es einen allmächtigen Betrüger gäbe, der mich täuscht, so muss ich doch existieren, um getäuscht zu werden. Aus diesem Grund kann ich niemals wollen, dass ich nichts bin.