Argumentationstypen und Textanalyse im Überblick

Philosophie und Ethik4,91 KB

Arten von Argumenten

  • Existenzielle Argumente: Diese bevorzugen das Echte, Wahre und Mögliche im Vergleich zum nicht-existenten Argument.
  • Persönliche Erfahrungen: Hierbei wird mit persönlich Gesehenem und Erlebtem gearbeitet. Diese Art von Missbrauch sollten wir vermeiden.
  • Datenbasierte Argumente: Diese basieren auf nachprüfbaren Beweisen, Prozentangaben und Statistiken.
  • Hedonistische Argumente: Carpe Diem (Latein); diese Idee wird durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, das Leben zu genießen.
  • Gerechtigkeit: Das Gerechte sollte Vorrang vor der Ungerechtigkeit haben.
  • Moralische Argumente: Gesellschaftlich akzeptierte ethische Überzeugungen helfen dabei, eine Meinung zu rechtfertigen.
  • Fortschritt und Tradition: Neuheit und Originalität sind der Schlüssel zum Fortschritt, während die Tradition geschätzt wird. Das Gewicht der Tradition kann unsere Ideen bestätigen; das Gegenteil ist das Argument des Fortschritts.
  • Gesundheit: Es gibt Ideen, die als maßgebliche, gesellschaftlich akzeptierte Aussagen zur Gesundheit fungieren.
  • Nützlichkeit (Utility): Eine Anerkennung für das, was nützlich, notwendig und wirksam ist, gegenüber dem Nutzlosen, Unwirksamen oder Gefährlichen.
  • Beispielhafte Argumente: Ideen haben mehr Gewicht, wenn sie durch Beispiele unterstützt werden.

Deixis

  • Personaldeixis: Der Emittent ist in den Personalpronomen des Textes inbegriffen. Der Absender verdeutlicht Unterschiede zum Empfänger durch die Verwendung von „Sie“ oder „Du“.
  • Lokaldeixis (Space): Zeigt die Stelle, wo sich der Emittent in Bezug auf Objekte befindet (z. B. „In Ruanda...“).
  • Temporaldeixis: Der Absender bewegt sich in der Zeit vorwärts und rückwärts mittels Adverbien.

Persönliche Meinung

Meiner Meinung nach zeigt sich, dass das sprachliche Register (Standard, religiös, vulgär) die Argumentation erleichtert oder erschwert und dem Leser überzeugende Argumente liefert, um eine Dissertation zu verteidigen oder zu illustrieren.

Zusammenfassung: (Erstautor) zeigt sich im journalistischen Text (Stellungnahme) von Zeile 8-12.

Thema und Struktur

Das Thema, auf welches verwiesen wird, könnte folgende Struktur aufweisen: Der Text (Argumentation/Exposition) besteht aus (x) Absätzen, welche das Thema wie folgt entwickeln: Im ersten Absatz erfolgt die Einführung (Thema und Entwicklung mit Beispielen).

Strukturmodelle

  • Analysierend: Am Anfang wird das Thema eingeführt und ohne abschließendes Fazit über den Text hinweg entwickelt.
  • Synthetisierend: Von Anfang an wird eine Reihe von Ideen präsentiert, die am Ende zur Bestimmung oder Definition des Subjekts führen.
  • Gerahmt: Zuerst wird das Thema präsentiert, im Hauptteil entwickelt und schließlich gibt es eine finale Schlussfolgerung, die die Grundidee verstärkt und ergänzt.
  • Parallel: Ideen folgen aufeinander, ohne dass eine der anderen untergeordnet ist; alle haben das gleiche Maß an Bedeutung.

Textarten

  • Argumentativer Text: Dient dazu, eine Stellungnahme abzugeben.
  • Exposition: Informationen zu einem Thema bereitstellen.
  • Beschreibung: Stellt die Wirklichkeit dar.
  • Narrativ: Erzählt über Fakten und Fiktionen.
  • Dialog: Mehrere Partner tauschen Informationen aus.

Weitere Argumentationsformen

  • Autoritätsargument: Wir ziehen einen Experten oder eine bekannte Person heran, um die Unterstützung der Behörde oder Fachwelt zu nutzen.
  • Qualitätsargument: Eine Anerkennung für das Gute gegenüber dem bloß Zahlreichen.
  • Mengenargument: Was die Mehrheit denkt oder tut, kann als Argument (und gesunder Menschenverstand) fungieren.
  • Wissenschaftliches Argument: Die Autorität und das Prestige wissenschaftlicher Unterstützung werden genutzt.
  • Ästhetisches Argument: Die Schönheit einer Sache wird als Beurteilungsgrundlage herangezogen.

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