Exposition und Argumentation: Merkmale und Struktur
Ausstellung
Eine Ausstellung ist die Erklärung oder Entwicklung eines Themas in einer klaren, geordneten und kohärenten Weise. Sie kann mündlich oder schriftlich erfolgen und verschiedene Arten von Texten umfassen, wie zum Beispiel wissenschaftliche Texte. Diese können allein stehen, treten jedoch häufig zusammen auf.
Zweck und Aufbau
Das Ziel ist die Übertragung von Informationen und die Entwicklung einer Vielzahl von Themen. Die Charakteristika hängen von der Komplexität des Themas, dem Ziel und dem beabsichtigten Empfänger ab.
Struktur
- Präsentation des Themas
- Entwicklung der Exposition
- Fazit: Enthält manchmal eine Zusammenfassung.
Der Aufbau entspricht in der Regel zwei erläuternden Typen:
- Deduktive Ordnung: Man fängt bei allgemeinen Aussagen an, um zu bestimmten Fällen zu gelangen.
- Induktive Ordnung: Man geht von einzelnen Fällen aus, um eine generelle Aussage zu erreichen.
Sprachliche und inhaltliche Merkmale
Es herrscht die referentielle Funktion vor.
Morphosyntaktische Ebene
Zur Ausdrucksweise der Objektivität:
- Aussagesätze und Interrogativsätze.
- Dritte Person Plural und manchmal die erste Person (z. B. „der Phönizier... aber wir haben kein Wissen...“).
- Unpersönliche Sätze und Passiv-Reflexiv-Konstruktionen (z. B. „es ist eine völlige Unkenntnis... griechischer Einfluss ist nicht bekannt“).
Für die Entwicklung der Erklärung:
- Substantive, Nominalphrasen, Klauseln und Adjektive.
- Nachrangige kausale und konsekutive Sätze, um die logische Beziehung zwischen Ideen auszudrücken (z. B. „Die Situation ist... denn es ist ein Ozean, und daher ist...“).
Lexikalisch-semantische Ebene
- Zeitformen: Indikativ Präsens mit zeitloser Bedeutung.
- Lexikon: Denotativ, abstrakt und mit vielen technischen Details.
Argumentation
Ein Modus, in dem Gründe geltend gemacht werden, um eine Aussage zu rechtfertigen.
Zweck und Struktur
Das Ziel ist es, den Empfänger zu überzeugen (appellative Funktion). Die Struktur besteht aus vier Teilen:
- Thema
- These: Meinung des Autors
- Entwicklung
- Fazit
Typen von Argumenten
- Ursache: „Der Trend... muss...“
- Vergleich: „In der Entscheidung... wie...“
- Kontrast: „Während... mehr...“
- Folge: „...wissen nicht, sie richten Schaden an...“
- Autoritätsargument: „Nach Angaben des nationalen Plans...“
- Illustration: Beispiele.
- Binsenweisheiten.
Sprachliche und textliche Merkmale
Morphosyntaktische Ebene
Allgemeine argumentative Merkmale: Aussagesätze, koordinierende, adversative und untergeordnete Sätze. Adjektivische, kausale und konsekutive Nebensätze.
- Objektivität: Verwendung der dritten Person.
- Subjektivität: Interrogativ- oder Aufforderungssätze, erste und zweite Person sowie Vokative.
Lexikalische Ebene
Vorhandensein von lexikalischer Varianz, Adjektiven und Ausdrucksmitteln.