Sprachliche Grundlagen: Grammatik, Text & Stil im Überblick
Grundlagen der deutschen Grammatik
Präpositionen und ihre Funktion
Präpositionen wie auf, vor, unterhalb von, etwa, durch, dank, über, außerhalb oder wegen eines Mangels an werden verwendet, um ein Wort oder eine Phrase mit einem anderen Wort zu verbinden und es zu dessen Ergänzung zu machen.
Konjunktionen: Verbindung von Satzteilen
Konjunktionen dienen dazu, Wörter, Phrasen oder Sätze miteinander zu verknüpfen.
Koordinierende Konjunktionen
Sie verbinden Wörter, Phrasen und Sätze auf der gleichen grammatischen Ebene. Beispiele für koordinierende Konjunktionen sind:
- Kopulativ: und, sowie
- Disjunktiv: oder, entweder...oder
- Adversativ: aber, doch, dennoch
- Explikativ: denn, nämlich
Subordinierende Konjunktionen
Sie leiten Nebensätze ein und ordnen diese einem Hauptsatz unter. Beispiele für subordinierende Konjunktionen sind:
- Kompletiv: dass, ob
- Kausal: weil, da
- Temporal: wenn, als, während
- Konzessiv: obwohl, wenngleich
- Konditional: wenn, falls
- Konsekutiv: sodass, folglich
Interjektionen: Ausdruck von Gefühlen
Interjektionen sind Ausrufewörter, die Gefühle ausdrücken (z.B. oh, ach, pfui). Sie sind eigenständige Wörter und können nicht zu anderen Wortarten umgewandelt werden.
Erklärende Texte verfassen
Merkmale und Zielsetzung
Erklärende oder erläuternde Texte haben das Ziel, ein Problem oder einen Sachverhalt klar und organisiert darzustellen, sodass andere Menschen ihn verstehen können. Sie erfüllen drei klare Merkmale:
- Sie verwenden einfache Sätze und können Beispiele zur Veranschaulichung nutzen.
- Sie sind strukturiert, um neue Informationen zu vermitteln und die Analyse des Themas zu unterstützen.
- Sie sind an die kommunikative Absicht und den Empfänger angepasst.
Wortbildung und Rechtschreibung
Häufige Endungen und Suffixe
Verben
Typische deutsche Verben enden oft auf -en (z.B. gehen), -n (z.B. wandern), oder in konjugierter Form auf -t, -st, -e.
Substantive
Häufige Suffixe für Substantive sind z.B. -ung (Bildung), -heit (Freiheit), -keit (Möglichkeit), -schaft (Freundschaft), -tum (Eigentum), -nis (Ergebnis).
Adjektive
Adjektive können Endungen wie -ig (lustig), -lich (freundlich), -bar (lesbar), -sam (einsam), -isch (typisch) tragen.
Pluralbildung und Präfixe
Das Präfix ex- wird verwendet, um ehemalige Zustände oder Ausnahmen zu kennzeichnen (z.B. Ex-Präsident, Exempel).
Abkürzungen und Akronyme
Abkürzungen werden oft durch die Anfangsbuchstaben von Wörtern gebildet (z.B. usw. für und so weiter). Akronyme sind Abkürzungen, die wie normale Wörter ausgesprochen werden (z.B. NATO).
Großgeschriebene Abkürzungen und Akronyme haben in der Regel keine Akzente und keine Punkte (z.B. UNO, NATO). Kleingeschriebene Abkürzungen können Punkte enthalten (z.B. z.B., d.h.). Die Pluralbildung von Abkürzungen kann variieren; oft bleiben sie unverändert oder erhalten ein angehängtes s (z.B. LKW → LKWs).
Merkmale realistischer Erzählungen
Glaubwürdigkeit und soziale Kritik
Realistisches Erzählen zeichnet sich durch glaubwürdige Charaktere und Situationen aus, die in realen gesellschaftlichen Szenarien angesiedelt sind. Diese Art der Erzählung spiegelt oft die soziale Kritik ihrer Zeit wider. Ein frühes Beispiel für diese narrative Sprache ist der Roman Lazarillo de Tormes.