Journalistische Textsorten: Merkmale, Struktur und Sprache

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Zusammenfassung

Der Text beschreibt die Funktionen journalistischer Textsorten, nämlich Information und Meinungsäußerung, und ihre allgemeinen Merkmale. Er erklärt den Aufbau einer Nachricht mit Titel, Lead und Body sowie Feature und Interview. Zudem werden lexikalische und morphosyntaktische Besonderheiten der Pressesprache dargestellt.

Kernpunkte

  • Die wesentlichen Funktionen journalistischer Texte sind Information und Meinungsäußerung, sekundär auch Unterhaltung.
  • Die Nachricht beantwortet in der Regel die sechs W-Fragen: wer, was, wo, wann, wie und warum.
  • Eine Nachricht besteht aus Titel, Subheadline/Untertitel, Lead/Intro und Body.
  • Der Body folgt häufig dem Prinzip der umgekehrten Pyramide: wichtige Informationen zuerst.
  • Das Feature verbindet erzählenden und beschreibenden Stil und ist meist signiert.
  • Die Sprache soll klar, prägnant und objektiv sein, mit beschreibenden statt wertenden Adjektiven.
  • Im Interview wird der Dialog zwischen Journalist und Befragtem wiedergegeben, oft mit subjektiven Sichtweisen.

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A) Funktional

Funktional: Die wesentlichen Funktionen journalistischer Texte sind Information und Meinungsäußerung. Sekundär versuchen sie auch, den Leser zu unterhalten (Funktion: Hobbys, spezifische Informationen ergänzt ...). Die Einhaltung basiert auf der Verbreitung objektiver Informationen über Ereignisse von Interesse. Die Rolle beinhaltet evaluative oder meinungsbildende Bewertungen der Tatsachen. Derzeit findet man diese Formate häufig in Zeitungsartikeln und Berichten; ebenso werden Informationen geschätzt (Nachrichten, Kommentare).

B) Allgemeine Merkmale

CARAC. GENER:

  1. Gruppen und Zielgruppen werden angesprochen.
  2. Sie zielen auf makrosprachliche, unidirektionale Codes ab.
  3. Darüber hinaus werden ikonische Codes verwendet (Schriftarten, Räume, Symbole, Fotos ...).
  4. In der Regel werden Vorwissen und Erwartungen des Lesers vorausgesetzt.
  5. Sie setzen Referenzen und Kenntnisse in Bezug auf verschiedene Themen voraus und erfordern ein umfangreiches lexikalisches Wissen.

INFOR G. 1: BREAKING NEWS

Es ist das informative Genre par excellence. Ziel ist die Verbreitung verschiedener aktueller Ereignisse von allgemeinem Interesse, lokal oder überregional und mit persönlicher Relevanz. Das Interesse an einer Meldung hängt stark vom jeweiligen Zusammenhang und Umfeld ab. Der Leser erwartet in der Regel die Beantwortung der sechs W: wer, was, wo, wann, wie und warum.

Struktur einer Nachricht

Jede Nachricht hat eine gut definierte Struktur: Titel, Subheadline/Subtitel, Lead/Intro und Body. Wir unterscheiden zwischen:

  • Subholder / Subheadline: Gewöhnlich ergänzende oder qualifizierende Informationen zum Titel.
  • Titel: Fasst das Wesentliche der Geschichte zusammen und versucht, Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Untertitel: Hat eine ähnliche Funktion wie die Subheadline und erweitert oder präzisiert den Titel.

Eigenschaften von Titeln

  1. Titel sind ausreichend informativ.
  2. Verben stehen oft im Präsens.
  3. Verben und andere Elemente können elliptisch weggelassen werden.
  4. Manchmal entfällt das Wort mitlautende Wiedergabe (z. B. dicendi), um einen direkteren Stil zu erzielen.
  5. Sie treten als Artikel auf.
  6. Enunciative Elemente werden unterdrückt.
  7. Sätze geben häufig Vorrang anstelle von Indizien zum Ort.
  8. Nomenkomplemente überwiegen.
  9. Satzzeichen sind meist beschränkt auf Komma und Punkt.

Lead oder Intro

Lead oder Intro: Dies ist der Absatz, der die wichtigsten Aspekte der Nachricht enthält. Er kann fettgedruckt erscheinen und hat in der Regel einen anderen Schriftstil als der Haupttext. Manchmal ist der Lead der erste Absatz des Haupttextes; ist die Meldung kurz, besteht die gesamte Nachricht aus Lead und Body.

Body

Body: Die vollständige Ausarbeitung der Meldung. Er liefert Details und zusätzliche Informationen. Die Struktur des Körpers folgt häufig der umgekehrten Pyramide: Beginnend mit den wichtigsten Informationen und schrittweiser Einführung weniger relevanter Elemente.

Feature

Feature: Man kann sagen, dass es eine Erweiterung der Nachricht ist, die grundlegende Fakten, Umstände, Hintergründe und Folgen darlegt. Es ist nicht so objektiv wie die reine Nachricht und ist in der Regel unterzeichnet. Das Feature kombiniert den narrativen und den beschreibenden Stil und variiert in der Intensität der Darstellung je nach berichteter Situation von direkter Aktion oder Freizeit.

Um Aufmerksamkeit für die Geschichte zu erzeugen, ist es nicht ungewöhnlich, Titel mit Anspielungen auf Filme, Lieder oder Wortspiele zu verwenden. Die Story liefert Informationen über den Vorfall, die Situation oder eine Person von Interesse.

Interview

Interview: Die Wiedergabe des Dialogs zwischen einem Journalisten und einer prominenten oder aktuellen Person. Es beruht auf Informationen aus einer bestimmten Quelle, dem Interviewten. Man unterscheidet meist zwischen biographisch-psychologischen Interviews, in denen der Interviewte über sich selbst spricht, und allgemeinen oder informationsorientierten Interviews, in denen er zu verschiedenen Themen Auskunft gibt.

Das Genre steht dem Kommentar nahe, da die Befragten oft subjektive Sichtweisen einbringen.

R. Texte Info

A) Lexikosemantik

  1. Das Lexikon sollte klar, prägnant und korrekt sein.
  2. Es wird eine durchschnittliche Alltagssprache verwendet.
  3. Adjektive sollten beschreibend, nicht wertend sein.
  4. Das Lexikon sollte objektiv sein, daher überwiegt die Bezeichnung.
  5. Je nach Materie kann ein Journalist ein spezialisiertes Lexikon verwenden.
  6. Nicht selten finden sich Barbarismen (z. B. Positionierung, explodierte ...), Akronyme, Abkürzungen und häufig verwendete Begriffe und Ausdrücke.
  7. Missbräuchliche Verwendung von Synonymen ist zu vermeiden, um Wiederholungen zu reduzieren.
  8. Euphemismen werden verwendet.
  9. Auftreten von Fremdwörtern ist möglich.

B) Morphosyntax

  1. Häufigkeit von Adjektiven, oft erläuternd in der Sprache.
  2. Die Determinanten sind häufig Artikel; deiktische Elemente kommen vor.
  3. Verben stehen überwiegend im Indikativ, vorzugsweise in zusammengesetzten Zeiten.
  4. Es gibt zahlreiche einfache oder transitive Prädikationen mit Erweiterungen wie Orts-, Zeit-, Modal- und Kausalangaben.
  5. In der Satzsyntax ist Klarheit wichtig; adjektivische Zusätze sind üblich.
  6. Es finden sich viele Nebensätze, oft mit direktem Objekt, ob direkt oder indirekt.
  7. Adverbiale Angaben zu Ort, Zeit und Art sind häufig und richten sich nach den Informationsbedürfnissen.
  8. Aufgrund der Schreibgeschwindigkeit und Übersetzungen aus Fremdsprachen treten auch Baufehler und unübliche Strukturen (z. B. Passivkonstruktionen) auf.
  9. Agentive Ergänzungen und situative Angaben zum Ort sind oft Teil des Satzes.
  10. Es besteht eine Tendenz, Sätze mit präpositionalen Ausdrücken anstelle einfacher Präpositionen zu beginnen.
  11. Paraphrasen und Ausweichformulierungen werden zur Wahrung der Objektivität eingesetzt.
  12. Kombinationen von Verbalphrasen werden genutzt, um die Lektüre flüssiger und kürzer zu gestalten.
  13. Der Gebrauch von Gerüchten zu nicht bestätigten Tatsachen kommt vor.

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Häufige Fragen

Was ist die umgekehrte Pyramide in einer Nachricht?

Der Body beginnt mit den wichtigsten Informationen und führt schrittweise weniger relevante Elemente ein. So kann der Leser jederzeit abbrechen, ohne das Wesentliche zu verpassen.

Woraus besteht der Aufbau einer Nachricht?

Jede Nachricht hat Titel, Subheadline bzw. Untertitel, Lead bzw. Intro und Body. Der Titel fasst das Wesentliche zusammen, der Lead enthält die wichtigsten Aspekte.

Worin unterscheidet sich das Feature von der reinen Nachricht?

Das Feature erweitert die Nachricht um Hintergründe, Umstände und Folgen. Es ist weniger objektiv als die Nachricht und in der Regel signiert.

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Test

1. Welche sind die wesentlichen Funktionen journalistischer Texte laut dem Text?
2. Welche Fragen soll eine Nachricht laut Text in der Regel beantworten?
3. Was ist der Lead in einer Nachricht?
4. Welcher Stil wird im Feature kombiniert?
5. Wie sollen die Adjektive in der journalistischen Sprache sein?
6. Welche Satzzeichen sind in Titeln laut Text meist erlaubt?

Mit KI aus dem Dokument erstellte Fragen: Prüfen Sie die Antworten anhand des Textes.