Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Aufgaben für Medizin und Gesundheitswissenschaften

Geschichte des Krankenhauses und historische Epidemien

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 5,46 KB

Die Entwicklung des Krankenhauses im Wandel der Zeit

1. Ursprünge: Späte Römische Republik und Kaiserzeit

Die ersten Aufzeichnungen über Krankenhäuser (im I. und II. Jahrhundert n. Chr.) entstanden in der späten Römischen Republik und der frühen Kaiserzeit. Diese Institutionen waren primär für Sklaven und militärische Einrichtungen gedacht. Der Adel wurde weiterhin in seinen eigenen Wohnungen betreut.

2. Mittelalterliches Byzanz: Mönchsorden und Nächstenliebe

Im Byzantinischen Reich entwickelten sich Krankenhäuser in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts, oft in Verbindung mit Mönchsorden. Sie dienten der Betreuung von Armen und Kranken als Instrumente der christlichen Nächstenliebe. Diese stabilen Institutionen beeinflussten...

Weiterlesen "Geschichte des Krankenhauses und historische Epidemien" »

Anatomie der Rumpfmuskulatur: Brust, Bauch & Becken

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 5,46 KB

Brustmuskulatur und Atemhilfsmuskulatur

M. pectoralis major (Großer Brustmuskel)

Kann als Hilfsmuskel bei der Atmung wirken.

M. serratus anterior (Vorderer Sägemuskel)

Dieser Muskel liegt zwischen dem Schulterblatt und der Brustwand.

  • Ursprung: Außenfläche der ersten acht Rippen.
  • Ansatz: Medialer Rand des Schulterblatts (Margo medialis scapulae).
  • Funktion: Drehung des Schulterblatts und Unterstützung bei der Inspiration (Einatmung).

Interkostalmuskulatur (Zwischenrippenmuskeln)

Mm. intercostales externi (Äußere Zwischenrippenmuskeln)

Diese 11 Muskelpaare füllen die Zwischenrippenräume vom Rippenhöcker bis zur Knorpel-Rippen-Grenze aus.

Mm. intercostales interni (Innere Zwischenrippenmuskeln)

Sie liegen senkrecht und tiefer als die äußeren Zwischenrippenmuskeln...

Weiterlesen "Anatomie der Rumpfmuskulatur: Brust, Bauch & Becken" »

NANDA, NOC und NIC: Klassifikationssysteme in der Pflege

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 2,58 KB

NANDA, NOC und NIC: Abstrakte Elemente der Pflegeklassifikation

Ebene 1: 7 Domänen, die den Pflegeklassen entsprechen. Die Domänen sind durch eine numerische Kennung von 1 bis 7 identifiziert.

Ebene 2: 29 Klassen, die den Domänen zugeordnet sind. Sie werden durch einen Buchstabencode (A bis Z, ohne N, sowie drei weitere Zeichen) identifiziert.

Ebene 3: Pflegeinterventionen. Es gibt 400 Interventionen, alphabetisch geordnet. Jede Intervention entspricht einer konkreten Klasse und wird durch einen vierstelligen Code identifiziert.

Ebene 4: Pflegerische Aktivitäten, deren Anzahl unbestimmt ist (mehr als 12.000). Sie stellen die konkreten Verhaltensweisen oder Handlungen dar, die zur Erreichung der Pflegeergebnisse durchgeführt werden. Sie werden...

Weiterlesen "NANDA, NOC und NIC: Klassifikationssysteme in der Pflege" »

Abdruckmaterialien in der Zahnmedizin – Typen & Eigenschaften

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 3,12 KB

Bedruckstoffe: Definition und Einsatz

Bedruckstoffe sind Biomaterialien, die zur treuen und genauen Wiedergabe der harten und weichen Strukturen der Mundhöhle eingesetzt werden.

Einstufung: starr und elastisch

Starre Materialien

Starre (Pasten: Zinkoxid ohne Eugenol) sind Biomaterialien, die nach dem Entfernen des Abdrucks dauerhaft verformt bleiben und nicht wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Sie werden in nicht-retentiven Bereichen der Mundhöhle verwendet.

Elastische Materialien

Elastisch (Hydrokolloide: reversibel, irreversibel; Elastomere: Mercaptane, Silikone, Vinyl- und Polyestermaterialien) sind Abdruckmaterialien, die sich elastisch verformen und nach dem Entfernen aus dem Mund in der Lage sind, ihre Form – auch in Bereichen mit...

Weiterlesen "Abdruckmaterialien in der Zahnmedizin – Typen & Eigenschaften" »

Postmortale Veränderungen: Abiotische Phänomene, Fäulnis & Abkühlung

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 4,16 KB

Abiotische Leichenphänomene

Abiotische Leichenphänomene sind Veränderungen, die nach dem Tod auftreten und nicht durch biologische Prozesse des Körpers selbst verursacht werden. Sie können generalisiert oder lokalisiert sein und sind entscheidend für die Bestimmung des Todeszeitpunkts. Ihre Merkmale sind:

  • Sie besitzen einen starken, individuellen Charakter.
  • Sie sind Teil eines standardisierten Datensatzes, der für alle gültig ist.
  • Sie werden nicht durch biochemisch-enzymatische Prozesse beeinflusst oder sind von diesen abhängig.
  • Ihr Verlauf ist langsam und regelmäßig.

Dehydration (Austrocknung)

Als allgemeines Phänomen hat die Dehydration keine praktische Relevanz für die Bestimmung des Todeszeitpunkts. Als lokales Phänomen kann sie...

Weiterlesen "Postmortale Veränderungen: Abiotische Phänomene, Fäulnis & Abkühlung" »

Methoden zur Bestimmung des Energieverbrauchs: Kalorimetrie & Formeln

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 5,05 KB

Grundlagen der indirekten Kalorimetrie

Die indirekte Kalorimetrie dient der Bestimmung des Gesamtenergieverbrauchs durch Messung des Sauerstoffverbrauchs (O₂) und der Kohlendioxidproduktion (CO₂).

Der Stoffwechselprozess lässt sich vereinfacht darstellen als: Nahrung + O₂ → CO₂ + H₂O + Energie (Wärme). Um den Proteinanteil zu berücksichtigen, ist die Bestimmung des Harnstoff-Stickstoffs (Harn-N) notwendig.

  • Ca. 1 g Harnstoff-Stickstoff (N) entspricht der Oxidation von 6,25 g Protein.

Die Menge an Kalorien, die pro Liter O₂ im Stoffwechsel produziert wird, ist relativ konstant, unabhängig davon, welcher Brennstoff (Kohlenhydrate, Lipide oder Proteine) verwendet wird.

Einschränkungen und Anwendungen

Alle physiologischen Situationen,...

Weiterlesen "Methoden zur Bestimmung des Energieverbrauchs: Kalorimetrie & Formeln" »

Das Zwerchfell: Anatomie, Öffnungen und Funktion bei der Atmung

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 5,58 KB

Das Zwerchfell: Anatomie und Funktion

Das Zwerchfell ist ein sehr breiter, flacher Muskel, der die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt. Es ist in anteroposteriorer Richtung kuppelförmig geformt, wobei seine Basis dem unteren Brustumfang entspricht und breiter ist als quer. Die konvexe obere Fläche steht in Beziehung zu den Brustorganen, während die konkave untere Fläche mit den Bauchorganen in Verbindung steht.

Lage und Ausrichtung

Neben den unteren Ansätzen auf der Rückseite hat es auch vordere Ansätze. Die Ebene des Zwerchfells verläuft von unten und vorne nach oben und hinten.

Position und Atemexkursion

Die Zwerchfellkuppel steht rechts etwas höher als links. Bei normaler Atmung, während der Inspiration, reicht sie rechts bis zur...

Weiterlesen "Das Zwerchfell: Anatomie, Öffnungen und Funktion bei der Atmung" »

MDS und DRG im Krankenhaus: Fall-Mix, Relatives Gewicht und Verweildauer

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 6,1 KB

MDS: Minimum Data Set im Krankenhaus

Das MDS (Minimum Data Set) unterstützt das Wissen über den Fall-Mix eines Krankenhauses anhand von Krankheitsmerkmalen. Es liefert Informationen über die Finanzierung, Verwaltung und Verteilung von Gesundheitsressourcen. Klinische Studien bestimmen hierbei den Ressourcenverbrauch der Pathologie. Zu den technischen, prozessgestützten Informationen gehören:

  • Gruppierung der Patienten (DRG)
  • Identifizierung und Nutzung geografischer Bewegungen
  • Basis-Informationen zur Krankenhaus-Volkszählung
  • Verbesserte Diagnosen und Prozeduren

Verwendung von MDS und Diagnosis Related Groups (DRGs)

Die Diagnosis Related Groups (DRGs) dienen der Klassifizierung von Krankenhausaufenthalten mit klinisch erkennbaren Definitionen....

Weiterlesen "MDS und DRG im Krankenhaus: Fall-Mix, Relatives Gewicht und Verweildauer" »

Pflegeassistenz und Pflegemodelle: Aufgaben, Theorien und Definitionen

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 5,65 KB

Aufgaben und Funktionen der Pflegeassistenz

Artikel 74: Pflegeassistenten üben komplementäre Gesundheitsversorgung in Bereichen aus, die nicht in die Zuständigkeit des medizinischen Hilfspersonals fallen.

Artikel 75: Zu den Funktionen und Dienstleistungen von Pflegeassistenten gehören:

  1. Patienten lagern und positionieren.
  2. Durchführung von Reinigungs- und Hygienemaßnahmen.
  3. Patienten Urinale bringen und entfernen.
  4. Reinigungswagen vorbereiten und nutzen.
  5. Patienten empfangen und begleiten.
  6. Speisen an Kranke servieren.
  7. Kranke füttern.
  8. Wäsche sortieren und ordnen.
  9. Bei der Verabreichung von Medikamenten unter Aufsicht von qualifiziertem Pflegepersonal mitwirken.
  10. Bei der Erhebung von Temperaturdaten mitwirken.
  11. Bei der Rasur von Patienten mitwirken.
  12. Gegenstände,
...
Weiterlesen "Pflegeassistenz und Pflegemodelle: Aufgaben, Theorien und Definitionen" »

Hydrotherapie: Konzepte, Wechselbäder, Whirlpool und Unterwassertherapie

Medizin und GesundheitswissenschaftenAktualisiert am 10,17 KB

1. Definition und Abgrenzung der Hydrotherapie

Definition der Hydrotherapie

Die Hydrotherapie leitet sich aus dem Griechischen ab: Hydor (Wasser) und therapeia (Heilung). Sie bezeichnet die äußerliche Anwendung von Wasser auf den menschlichen Körper zu therapeutischen Zwecken, wobei Wasser als Träger für thermische und mechanische Reize dient.

Unterschiede zur medizinischen Hydrologie

  • Wasserart: Die Hydrotherapie verwendet Leitungswasser, während die medizinische Hydrologie (Balneologie) Heilwasser nutzt.
  • Anwendungsform: Die Anwendung bei der Hydrotherapie ist ausschließlich äußerlich. Bei der medizinischen Hydrologie kann sie sowohl innerlich (z. B. Trinkkuren) als auch äußerlich erfolgen.

2. Die Auftriebskraft in der Hydrotherapie

Definition

Die...

Weiterlesen "Hydrotherapie: Konzepte, Wechselbäder, Whirlpool und Unterwassertherapie" »