Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Übungen für Philosophie und Ethik für Weitere Kurse

Thomas von Aquin: historischer und philosophischer Kontext im Mittelalter

Philosophie und EthikAktualisiert am 3,95 KB

Im Mittelalter existierte das Römische Reich in drei verschiedenen soziokulturellen und politischen Ausprägungen: Byzanz, die westlichen christlichen Königreiche und die islamisierten Länder.

Im Jahr 711 drangen Muslime über die Iberische Halbinsel nach Europa ein, wurden jedoch in den Pyrenäen gestoppt (Schlacht von Poitiers, 732). Die christlichen Königreiche begannen ab dem 11. Jahrhundert, sich gegen die Muslime zu organisieren, was im 13. Jahrhundert zu den Kreuzzügen zur Rückeroberung der Heiligen Stätten führte.

Byzanz, durch den Islam bedrängt, rebellierte gegen die Bischöfe von Rom. Nach einem ersten Versuch im 9. Jahrhundert kam es im 11. Jahrhundert unter Kerullarios zum Schisma. Die Spannung zwischen dem christlichen...

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Platons Dualismus: Ideenlehre, Erkenntnis und Seelenlehre

Philosophie und EthikAktualisiert am 3,18 KB

Platonischer Dualismus

Die Ideenlehre Platons: Die platonische Konzeption der Ideenlehre ist dualistisch. Einerseits gibt es die sinnliche, physische Welt der veränderlichen, unvollkommenen Dinge und Erscheinungen, die wir durch die Sinne erkennen. Andererseits gibt es eine andere Welt der Ideen, der Realität des Universellen, die beständig und vollkommen ist und die wir mit der Seele und der vernünftigen Vernunft erkennen. Die physische Welt nannte Plato die Welt des Werdens: Sie besteht aus sinnlichen, objektiven, realen Dingen und nicht aus bloßen Begriffen. Die Welt des Seins hingegen besitzt eine feste Existenz. Die sinnlichen Dinge sind lediglich Abbilder der vollkommenen Modelle, der Ideen, die die physische Welt umschließen. Die...

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Freuds Persönlichkeitsmodell und das Gewissen

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Freuds Persönlichkeitsmodell: Es, Ich und Über-Ich

Das Es: Das Lustprinzip

Nach Sigmund Freud ist das Es eine psychische Instanz, die Triebe, Bedürfnisse und Wünsche repräsentiert. Es strebt nach unmittelbarer Befriedigung und kann durch innere oder äußere Reize ausgelöst werden. Dies wird auch als Lustprinzip bezeichnet, da Bedürfnisse sofort gestillt werden müssen.

Das Ich: Das Realitätsprinzip

Das Ich stellt die Instanz des bewussten Lebens und Handelns dar. Es steht zwischen dem Es und dem Über-Ich und fungiert als Vermittler. Das Ich versucht, eine Balance zu finden, damit wir uns in der Realität zurechtfinden und gleichzeitig unsere Bedürfnisse erfüllen können. Dies wird als Realitätsprinzip bezeichnet, da es Kompromisse...

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Ordoliberalismus: Prinzipien, Geschichte und die Freiburger Schule

Philosophie und EthikAktualisiert am 52,2 KB

Ordoliberalismus: Grundlagen und Definition

Der Ordoliberalismus ist ein Konzept für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, in der ein durch den Staat geschaffener Ordnungsrahmen den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger auf dem Markt gewährleisten soll.[1]

Das Konzept des Ordoliberalismus wurde im Wesentlichen von der sogenannten Freiburger Schule der Nationalökonomie entwickelt, der *Walter Eucken*, *Franz Böhm*, *Leonhard Miksch* und *Hans Großmann-Doerth* angehörten. Erste Ansätze finden sich bereits in dem 1937 erschienenen Heft Ordnung der Wirtschaft. Der Ausdruck *Ordoliberalismus* wurde jedoch erst 1950 von Hero Moeller[2] in Anlehnung an die Zeitschrift ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und

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Emilia Galotti im Kontext: Aufklärung, Kant und bürgerliche Tugenden

Philosophie und EthikAktualisiert am 3,35 KB

Die Aufklärung: Kernideen und ihr Erbe

  • Ziel: Förderung von Vernunft, Wissenschaft und individuellen Rechten; Kritik an Autoritäten wie Kirche und Monarchie.
  • Kernideen: Rationalität statt Aberglaube, Freiheit statt absoluter Herrschaft, Gleichheit und Bildung für alle.
  • Religion: Kritik an Dogmen, jedoch keine völlige Ablehnung; viele Aufklärer glaubten an den Deismus (Glaube an einen nicht eingreifenden Gott).
  • Gesellschaft: Das Bürgertum sollte sich von der Macht des Adels befreien; absolute Monarchie und kirchliche Kontrolle wurden hinterfragt.
  • Wichtige Denker: Voltaire, John Locke, Immanuel Kant, Montesquieu.
  • Erbe: Die Aufklärung legte die Grundlage für moderne Demokratien, Menschenrechte und Verfassungen.

Pockels' Perspektive: Schamhaftigkeit

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Voluntarismus: Begriff, Geschichte und Anwendungsfelder

Philosophie und EthikAktualisiert am 13,63 KB

Voluntarismus: Definition und Überblick

Der Ausdruck Voluntarismus (abgeleitet vom lateinischen voluntas, Wille; Lehre von der Bedeutung des Willens) bezieht sich auf philosophische und soziale Auffassungen, die den Vorrang des Willens betonen – meist in Abgrenzung zum Verstand oder zur Vernunft. Je nach Verwendungskontext existieren unterschiedliche spezifische Bedeutungen.

Inhaltsübersicht

  • Voluntarismus in Soziologie und Geschichtsphilosophie
  • Philosophische Anthropologie und Psychologie
  • Metaphysischer Voluntarismus
  • Religionsphilosophie und Theologie
  • Ethik und politische Philosophie
    • Politischer Voluntaryismus (Voluntaryism)
    • Voluntarismus als Kampfbegriff im Marxismus
  • Literaturhinweise
  • Weiterführende Weblinks
  • Anmerkungen und Quellen

Voluntarismus in

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Kausalität bei Hume und Kant: Kritischer Vergleich und die Grenzen des Wissens

Philosophie und EthikAktualisiert am 5,18 KB

Kausalität: Hume vs. Kant im kritischen Vergleich

Humes Prinzip der Kausalität: Empirisch und kontingent

Hume betrachtet das Prinzip der Kausalität als empirisch und a posteriori. Es ist kontingent und nicht „streng universell“, da eine logisch mögliche Ausnahme denkbar ist.

Kants Prinzip der Kausalität: A priori und notwendig

Für Kant ist das Prinzip der Kausalität a priori und notwendig. Es ist „streng universell“ und lässt keine Ausnahmen zu. Kausalgesetze sind nur durch dieses Prinzip möglich.

Humes Einfluss auf Kant und Kants Opposition

Die sinnliche Erfahrung ist der Anfang unseres Wissens, kann aber kein umfassendes und notwendiges Wissen liefern. Erfahrung begrenzt unsere Erkenntnisse; Kategorien sind nur auf „Phänomene“...

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Platon: Anthropologie, Dualismus von Körper und Seele und Anamnesis

Philosophie und EthikAktualisiert am 2,56 KB

IV. Anthropologische Dimensionen der Ideenlehre

Der ontologische Dualismus zwischen der sinnlichen Welt und der intelligiblen Welt findet seine Parallele in der Anthropologie durch den Dualismus zwischen Körper und Seele. Platon begreift den Menschen als ein Wesen, das aus zwei verschiedenen Substanzen besteht:

  • Der Körper: Er bindet uns an die sinnliche Welt.
  • Die Seele: Sie verbindet uns mit der intelligiblen Welt.

Die menschliche Seele ist dem Körper überlegen, da sie das Prinzip des Wissens und der Vernunft darstellt. Der Körper hingegen ist der Vergänglichkeit und dem Tod unterworfen, während die Seele ein unsterbliches Schicksal besitzt.

Die Theorie der Erinnerung (Anamnesis)

Platon führt mehrere Argumente für die Unsterblichkeit der...

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Holismus: Definition, Geschichte und Anwendungsbereiche

Philosophie und EthikAktualisiert am 11,22 KB

Was ist Holismus? Definition und Konzept

Holismus (griechisch holos „ganz“), auch Ganzheitslehre, ist die Vorstellung, dass natürliche (gesellschaftliche, wirtschaftliche, physikalische, chemische, biologische, geistige, linguistische usw.) Systeme und ihre Eigenschaften als Ganzes und nicht als Zusammensetzung ihrer Teile zu betrachten sind.

Der Holismus vertritt die Auffassung, dass ein System als Ganzes funktioniert und dies nicht vollständig aus dem Zusammenwirken aller seiner Einzelteile verstanden werden kann. Die entgegengesetzte Position hierzu ist der Reduktionismus beziehungsweise Atomismus, der versucht, das zusammengesetzte System als Ergebnis der Elemente und ihrer Eigenschaften zu beschreiben. Hauptargument des Holismus gegen...

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Heuristik: Definition, Geschichte und Anwendungen

Philosophie und EthikAktualisiert am 37,64 KB

Heuristik (Deutsch)

Wortart: Substantiv, Femininum (f)

SingularPlural
Nominativdie Heuristikdie Heuristiken
Genitivder Heuristikder Heuristiken
Dativder Heuristikden Heuristiken
Akkusativdie Heuristikdie Heuristiken

Worttrennung

Heu·ris·tik, Plural: Heu·ris·ti·ken

Aussprache

IPA: [hɔɪ̯ˈʁɪstɪk]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɪstɪk

Bedeutungen

[1] nur Singular: Lehre und Wissenschaft von Verfahren, Probleme zu lösen; methodische Anleitung, Anweisung zur Gewinnung neuer Erkenntnisse
[2] ein aus der Heuristik [1] gewonnenes Verfahren
[3] Informatik: unsicheres, inexaktes oder nicht für alle Eingabewerte funktionierendes Verfahren zur Lösung eines Problems, oft als Ersatz eines Algorithmus, der zwar theoretisch eine genauere oder sogar beste Lösung
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