Unternehmens- und Logistikstrategie: Ein Leitfaden

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Unternehmensstrategie

Zunächst sollten die Ziele des Unternehmens definiert werden, wie etwa Gewinne, Wachstum, Marktanteil, Überleben oder soziale Aspekte. Zudem müssen die Komponenten einer Strategie geprüft werden: Kunden, Lieferanten, Konkurrenten und das Unternehmen selbst. Ein guter Startpunkt ist die Berücksichtigung der Bedürfnisse, Stärken, Schwächen, Orientierungen und Perspektiven dieser Komponenten. Das Ergebnis ist ein Brainstorming über mögliche Optionen für eine Nischenstrategie. Anschließend werden konkrete Pläne und Strategien entwickelt, um zwischen verschiedenen Optionen zu wählen. Die Unternehmensstrategie ist dabei auf funktionale Strategien ausgerichtet.

Die Unternehmensstrategie verwirklicht ihre Pläne durch Herstellung, Marketing, Logistik und Finanzen. Dabei müssen auch externe Faktoren wie wirtschaftliche, rechtliche, technische und wettbewerbsbezogene Aspekte berücksichtigt werden.

Logistikstrategie

Die Auswahl der geeigneten Logistikstrategie erfordert den gleichen kreativen Prozess wie die Unternehmensstrategie. Innovative Ansätze können einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Eine Logistikstrategie erfüllt drei Ziele:

  • Kostensenkung: Minimierung der variablen Kosten für Bewegung und Lagerung. Das Hauptziel ist die Gewinnmaximierung durch Kostensenkung, beispielsweise durch die Wahl des Lagerorts und den Einsatz alternativer Verkehrsträger.
  • Verringerung der Kapitalbindung: Minimierung der Investitionen in das Logistiksystem, z. B. durch direkte Lieferung an Kunden, Vermeidung von Lagerhaltung, Nutzung öffentlicher statt privater Lagerhallen oder Einsatz externer Logistikdienstleister.
  • Verbesserung der Dienstleistungen: Da das Einkommen oft von der Höhe der Logistikleistungen abhängt, können höhere Einnahmen die Kosten ausgleichen. Die Servicestrategie sollte sich von Wettbewerbern abheben und auf Unternehmenszielen sowie Kundenanforderungen basieren.

Logistikplanung

Ebenen der Planung

Die Logistikplanung beantwortet die Fragen nach dem „Wann“ und „Wie“ auf drei Ebenen:

  • Strategische Planung: Zeithorizont von mehr als einem Jahr.
  • Taktische Planung: Zwischenfristiger Zeithorizont, meist unter einem Jahr.
  • Operative Planung: Kurzfristige Entscheidungen, oft auf stündlicher oder täglicher Basis.

Schwerpunkte der Logistikplanung

Die logistische Planung umfasst vier Hauptbereiche:

  • Customer Service-Levels
  • Standort der Anlagen
  • Bestandsentscheidungen
  • Transportentscheidungen

Diese Bereiche sind miteinander verknüpft und sollten als Einheit geplant werden.

Konzeption des Planungsprogramms

Logistikplanung kann als Netzwerk von Knoten (Speicherpunkte wie Fabriken oder Einzelhändler) und Bögen (Transportwege) betrachtet werden. Ein Logistiksystem kombiniert den Produktfluss mit einem Informationsfluss. Da das Design der Netze voneinander abhängt, ist die Logistikplanung ein komplexes Designproblem.

Das Gesamtkostenkonzept

Im Zentrum des Logistiksystem-Designs steht die Analyse der Gesamtkosten. Da Kostenmuster verschiedener Aktivitäten oft im Konflikt zueinander stehen, müssen diese koordiniert verwaltet werden. Die beste Wahl ist erreicht, wenn die Summe aller Kosten am geringsten ist. Das Gesamtkostenkonzept betrachtet den Saldo aller widersprüchlichen Kosten, die das Ergebnis einer logistischen Entscheidung beeinflussen können.

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