Platons Ethik und die Theorie des idealen Staates
Die platonische Ethik
Für Platon ergibt sich die Bestimmung des Menschen aus der Aktivität der einzelnen Seelenfunktionen, die jeweils durch eine spezielle Tugend geprägt sind. Tugend bedeutet hierbei eine „Ausbildung“ der Seele. Alle Gewohnheiten, die uns zum Guten führen, sind Tugenden; jene, die zum Bösen führen, sind Laster.
Für Platon ist die Idee des Guten ein Selbstzweck, der auf der Grundlage des Prinzips „Erkenne dich selbst“ beruht. In der Theorie wie in der Praxis ist die zentrale Fähigkeit die Klugheit (Phronesis), die uns dazu bringt, das richtige Maß zu finden, sodass weder Exzesse noch Mängel entstehen. Das sittlich Gute ist für Platon eine Mischung aus dem, was dem Menschen eigen ist: Wissen verbunden mit Gefühl....