Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Übungen für Biologie für Hochschule
Endokrinologie: Hormone und ihre physiologischen Wirkungen
Hypophysenhormone und Wachstumshormon
Prolaktin (PRL): Wirkt auf die Mamma (Brustdrüse); fünf Hormone sind glandotrope Hormone.
Wachstumshormon (GH / Somatotropin): Es wirkt anabol auf den Proteinstoffwechsel, fördert die Retention von Stickstoff (N) und Phosphor (P), senkt im Plasma den Gehalt an Blutharnstoff-Stickstoff sowie freien Aminosäuren.
Auswirkungen auf den Knorpel und Zielgewebe hängen von der Interaktion von Proteinen mit Somatomedinen ab. Somatomedine sind Polypeptide des Wachstums, welche die Leber und andere Gewebe als Reaktion auf körpereigenes GH sezernieren. Im Blut zirkulieren Somatomedin C (IGF-I / FCSI-I) und Faktor-II (IGF-II / FCSI-II).
Hinterlappenhormone der Hypophyse
Vasopressin (ADH): Hält Wasser in der Niere zurück,...
Grundlagen der Immunologie: Zellen, Barrieren und Abwehr
Zellen und Organe des Immunsystems
Bei Kontakt mit Angreifern bzw. pathogenen Agenten agiert das Immunsystem mit spezifischer und unspezifischer Abwehr.
Zelluläre Einteilung
- Polymorphkernige Leukozyten (Granulozyten und Mastzellen): Neutrophile, Eosinophile, Basophile und Mastzellen.
- Mononukleäre Zellen: Monozyten, Makrophagen, dendritische Zellen, Lymphozyten und natürliche Killerzellen (NK-Zellen).
Immunologische Organe
- Zentrale (primäre) Organe: Leber (fetal), Thymus und Knochenmark.
- Periphere (sekundäre) Organe: Tonsillen, Milz, Lymphknoten und Lymphfollikel.
Barrieren des Immunsystems
- Physikalische Barriere: Verhindert das Anheften und Eindringen von Schaderregern (Adhäsion).
- Chemische Barriere: Gleiche Schutzfunktion durch chemische Substanzen
Intravenöse Zugänge, Infusionstherapie und Säure-Basen-Haushalt
Intravenöser Zugang: Faktoren zur Auswahl
Folgende Faktoren bestimmen die Auswahl eines geeigneten intravenösen Venenzugangs:
- Alter und Bewusstseinszustand des Patienten
- Dominanter Arm (möglichst die nicht-dominante Extremität wählen)
- Hautzustand: Läsionierte oder verletzte Areale konsequent meiden
- Venenmerkmale: Gute Palpierbarkeit, gerader Verlauf und adäquate Füllung; Venen in Beugezonen (Flexionsbereichen) sowie vorgeschädigte Gefäße meiden
- Zustand der Extremitäten: Extremitäten mit arteriovenösen Shunts (FAVI / Hämodialyse-Shunt) unbedingt schonen und meiden
- Präferenz: Obere Extremitäten (Arme) gegenüber unteren Extremitäten bevorzugen (u. a. zur Erhaltung der Mobilität und des Toilettengangs)
- Lokalisation: Distale Venen bevorzugen,
Pflanzenernährung: Nährstoffe, Wasserhaushalt und Stickstoffkreislauf
Pflanzenernährung: Grundlagen und Nährstoffe
Pflanzen benötigen Licht, Chlorophyll und Kohlendioxid (CO2) sowie Wasser (H2O), um unter günstigen Umweltbedingungen Chemikalien für ihr Wachstum herzustellen. Durch Photosynthese wandeln sie CO2 und H2O in organische Verbindungen um, die als Energiequelle dienen. Zudem können Pflanzen unter Verwendung anorganischer Nährstoffe alle für sie notwendigen Stoffe, etwa Aminosäuren und Vitamine, synthetisieren.
Die Ernährung der Pflanze umfasst die Aufnahme aller notwendigen Materialien, die Verteilung dieser Stoffe innerhalb der Pflanze sowie ihre Umwandlung in biochemischen Prozessen für Stoffwechsel und Wachstum.
Essenzielle Elemente
Man unterscheidet Mikronährstoffe (Spurenelemente), die in...
Somästhesie und Sinnesphysiologie: Rezeptoren, Geschmack, Geruch und Gehör
Somästhesie und Sensorik
Somästhesie
Allgemeines: Die Information, die zwischen Umwelt und Organismus übertragen wird, gelangt über Sensoren zum Zentralnervensystem. Sie liegt in verschiedenen Formen vor, z. B. als mechanische Reize, Wärme, Schall oder schädliche Reize, chemische Stoffe, Sauerstoff oder schmerzhafte Reize.
Adäquate Reize und Rezeptoren
Die adäquate Intensität eines Reizes wird von den Rezeptoren in ein biologisches Signal transformiert. Die Rezeptoren sind Strukturen, die Reize in ein elektrisches Signal umwandeln (Transduktion), das über das Nervensystem weitergeleitet wird.
Calssifikation der Rezeptoren
Exterozeptoren:
- Haut: Tast-, Temperatur-, Schmerz- und Druckrezeptoren
- Chemische Sinne: Geschmack, Geruch
- Teleozeptoren:
Allgemeine Anästhesie, Pharmakologie und Lokalanästhetika im Überblick
Allgemeine Anästhesie
Allgemeine Anästhesie: Unempfindlichkeit gegen Schmerz, Verlust von Reflexen, Amnesie, Entspannung und Verlust des Bewusstseins.
Verwendete Medikamente:
- Opioide: Analgesie (z. B. Fentanyl)
- Anxiolytika: Anxiolyse, Sedierung, Muskelentspannung (Benzodiazepine, BDZ)
- Antiemetika: Vermeidung von Erbrechen und Aspiration (z. B. Metoclopramid)
- Anästhetika (allgemein): Verlust des Bewusstseins, Amnesie
Inhalative und intravenöse Anästhetika
Inhalative Anästhetika (flüchtige Flüssigkeiten): Halothan, Enfluran, Isofluran, Desfluran, Sevofluran.
Gase: Lachgas, Xenon.
Intravenöse Anästhetika: Propofol, Thiopental, Ketamin, Etomidat, Benzodiazepine (BDZ), Antest*.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (RAM) der Inhalationsanästhetika
Hypotonie,...
Vitamine im Überblick: Wirkung, Vorkommen und Mangel
Vitamine: Funktionen, Quellen und Mangelerscheinungen
Vitamin D (D2–D6): Colecalciferol entsteht aus Ergosterin (Ergosterol) und Cholesterin unter UV-Licht. Vorkommen in Muscheln, Blattgemüse und Pilzen. Es reguliert den Calciumhaushalt. Mangel führt zu Rachitis und Osteomalazie. Überdosierung kann eine Verkalkung der Organe (Verkalkung innerer Organe) verursachen.
Vitamin E (Tocopherol)
Vorkommen in grünem Gemüse, Samen, Ölen, Gemüse und Eiern. Die Bedeutung für die Fruchtbarkeit ist umstritten. Mangel: Unfruchtbarkeit, Lähmungen und Muskeldystrophie. Eine Überdosierung gilt als giftig.
Vitamin K (Phyllochinon, K1–K4)
Vorkommen in Gemüse und Fisch. Die Darmbakterien produzieren Vitamin K3. Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt...
Bodenökologie und Bodenorganismen
Bodenökologie und Bodenorganismen
Natur
Metabolische Aktivitäten
Rolle bei der Energieumwandlung und -prozesse
Die Beziehungen zwischen
Umweltparameter
Die mikrobielle Aktivität, gemessen an der Atemtätigkeit
Bodenmessung CO2-Fluss
Microfauna:
Protozoen und Nematoden
Mikroflora:
Actinomyceten, Pilze, Algen
Bodenmonera (Prokaryoten)
Bakterien
- Pseudomonas
- Nitrobacter
- Streptomyces
Aerob
- Nitrosomonas
- Nitrobacter
Anaerob
- Clostridium
Actinomyceten:
- Bakterien: Streptomyces, Hyphen, Nocardia
- Abbau von Huminstoffen
- Synthese von Vitaminen
Cyanobakterien
- Nostoc
- Anabaena
Protisten
- Protozoen: hauptsächlich saprophytisch und Mikrophagen (Bakterien fressend)
- Amöben: Lignin, Amoeba
- Flagellaten: Bodo, Oikomonas
- Ciliaten: Colpoda, Vorticella
Pilze
- Aerob heterotroph
- Einige zersetzen Lignin
- Ascomyceten:
Zytokine und Zytotoxizität im Immunsystem: Überblick
Zytokine I (angeborene Immunantwort)
Zytokine können redundant (gleichartig), synergistisch (verstärkend) oder antagonistisch (gegenläufig) wirken.
Interferone
Interferone (IFN): IFN-alpha, IFN-omega, IFN-tau, IFN-beta (Typ I) sowie IFN-gamma (Typ II).
Typ-I-Interferone
- Antiviral: hemmen die Proteinsynthese der Viren
- Aktivieren NK-Zellen
- Fördern die Expression von MHC-Klasse-I-Molekülen und aktivieren damit CD8-T-Zellen
- Hemmen die Mitose (Zellteilung)
Zytokine der Alarmreaktion
- IL-1 (alle Typen): Virale Abwehr und Tumorabwehr
- IL-6: Wird von Makrophagen, Endothelzellen, Fibroblasten, Myozyten (Muskelzellen) und T-Lymphozyten ausgeschüttet. Wirkt entzündungsfördernd, IL-1ra wirkt entzündungshemmend. IL-6 reguliert die Differenzierung von B-Zellen