Die 68er-Bewegung: Ursachen, Ziele und Folgen
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Was war die 68er-Bewegung?
Unter dem Begriff 68er-Bewegung werden die verschiedenen Strömungen seit dem Jahr 1960 zusammengefasst, die gegen herrschende Normen in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen protestierten. Sie wird auch unter dem Titel Studentenbewegung genannt, da die Hauptakteure von Studenten und Schülern gestellt wurden. Um 1960–1970 gab es weltweit viele ähnliche Protestbewegungen (beispielsweise in Frankreich und den USA); sie alle gingen einher mit der „Flower-Power“-Bewegung und standen in Verbindung mit diversen globalen Ereignissen (wie z. B. dem Prager Frühling). So bildete sich die außerparlamentarische Opposition, kurz APO, die ihre Wurzeln vor allem an den Universitäten hatte.
Ziele und Auslöser des Protests
Die Ziele lassen sich kurz zusammenfassen: Man wollte sich mit der älteren Generation auseinandersetzen und es wurde eine freiere Demokratie gefordert.
Einer der Faktoren, die dazu führten, dass sich eine solche Bewegung formierte, war der Protest gegen den Vietnamkrieg, ein anderer die deutschen Notstandsgesetze. Die Situation an den Universitäten wurde kritisiert; das veraltete System wird durch Sprüche wie den folgenden verdeutlicht: „Unter den Talaren – Muff von tausend Jahren“. Ein entscheidender Faktor war der Tod von Benno Ohnesorg, der auf einer Demonstration gegen den auf Staatsbesuch in Berlin weilenden Schah von Persien auf der Flucht vor einem Einsatzkommando der Polizei erschossen wurde.
Ergebnisse der Bewegung
Der Höhepunkt der Proteste fiel in das Jahr 1968, woher auch der Name der Bewegung kommt. Während dieser Zeit bildeten sich neue Protestformen heraus:
- Das Sit-in oder das weniger bekannte Smoke-in (z. B. erkennbar in einer Sitzblockade einer Bild-Druckerei).
- Die sogenannte Aktion, womit zum Beispiel das gezielte Beschädigen von Gegenständen bezeichnet wurde.
Es bildeten sich auch neue soziale Formen wie die aus dieser Zeit stammenden Wohngemeinschaften (WGs) oder der alternative Lebensstil.