Abfallwirtschaft, Recycling und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung

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Das Problem der Abfälle und Abfallwirtschaft

Das Bevölkerungswachstum und die Industrialisierung haben zu einer starken Zunahme des Volumens der städtischen und industriellen Abfälle geführt. Die Abfallwirtschaft unterteilt Abfälle in folgende Kategorien:

  • Kommunale Abfälle (Urban): Entstehen durch häusliche Tätigkeiten, Gewerbe, Gesundheitswesen usw.
  • Industrieabfälle: Die größten Erzeuger sind die chemische Industrie und ähnliche Sektoren.
  • Ländliche Abfälle: Dazu gehören pflanzliche und tierische Abfälle.

Das Abfallaufkommen hängt stark vom Lebensstandard und dem Entwicklungsniveau ab. Die Zusammensetzung der festen kommunalen Abfälle ist komplex. Werden Abfälle nicht ordnungsgemäß gesammelt, können sie Flüsse, Meere oder die Umwelt verschmutzen.

Prioritäten der Abfallwirtschaft

Die Priorität liegt darauf, die Quantität der Abfälle so weit wie möglich zu reduzieren und alle Materialien, die wieder in das produktive System integriert werden können, zu nutzen.

Wiederverwendung und Recycling

Hierbei werden Materialien aus Abfällen entnommen und für eine andere Anwendung nutzbar gemacht.

Verbrennungsöfen (Thermische Behandlung)

Dieses System nutzt eine Wärmebehandlung, um das Volumen und die Menge der Abfälle durch Verbrennung zu reduzieren. Dabei können 70 % bis 80 % der Abfälle umgewandelt werden. Die Verbrennung erzeugt Abgase und Schlacke. Die Gase werden gefiltert, bevor sie in die Atmosphäre abgegeben werden. Die Schlacke kann als nutzbares Material (z. B. im Straßenbau) verwendet werden.

Umweltprobleme: Die Verbrennung setzt Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid oder Stickoxide frei.

Kontrollierte Deponien

Deponien bestehen oft aus kleineren Anlagen mit einfacher Technik, benötigen jedoch eine große Fläche zur Lagerung. Probleme sind die Entstehung von Gerüchen und gasförmigen Schadstoffen sowie die Kontamination von Böden und Grundwasser. Ein Vorteil ist, dass einige organische Abfälle (Kompost) genutzt werden können.

Energieverbrauch und nachhaltige Entwicklung

Wir verbrauchen große Mengen an Energie und müssen daher über das beste Modell für die gesamtplanetare Entwicklung nachdenken.

Umweltauswirkungen und Notwendigkeit der Energiewende

Die Gewinnung, der Transport und die Verbrennung fossiler Energieträger sind die Hauptursachen für Umweltprobleme, da Energie Luft und Wasser mit Schadstoffen belastet. Es ist notwendig, Energie einzusparen und den Verbrauch zu vermeiden. Darüber hinaus muss die Substitution fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien beschleunigt werden, da diese die Umwelt nicht belasten.

Der Energieverbrauch in der industrialisierten Welt ist wesentlich höher als in den weniger entwickelten Ländern. Allerdings steigt der Energieverbrauch in der Dritten Welt aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums und der Verbreitung des Fortschritts in ländlichen Gebieten schneller an. Wenn diese Länder das aktuelle Entwicklungsmodell übernehmen, werden sich die Emissionen von Treibhausgasen verdoppeln.

Industrialisierte Staaten dürfen Umweltauflagen nicht als Hindernis für die Entwicklung ärmerer Länder verhängen. Das Modell der nachhaltigen Entwicklung muss gefördert werden, um Kosteneinsparungen zu ermöglichen, damit die Dritte Welt die globalen Umweltprobleme nicht verschärft.

Konzept der nachhaltigen Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Qualität des menschlichen Lebens zu verbessern, ohne die Fähigkeit der Ökosysteme zu beeinträchtigen. Der Hauptzweck ist die Erhaltung wesentlicher ökologischer Prozesse und lebenserhaltender Systeme sowie die Bewahrung der generischen Vielfalt.

Es müssen Ungleichgewichte zwischen Industrie- und armen Ländern ausgeglichen werden, um ein Entwicklungsniveau zu erreichen, das die Nutzung der Ressourcen auch in der Zukunft gewährleistet.

Wichtige internationale Abkommen

  • Erklärung von Rio (Agenda 21)
  • Übereinkommen über die biologische Vielfalt
  • Klima-Rahmenkonvention
  • Erklärung der Grundsätze über Wälder (Declaration of Principles on Forests, 1997)
  • Kyoto-Protokoll (Japan, Welt-Klimakonferenz)

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