Abwehrmechanismen, Ethik und Gesundheitsaufsicht bei Krankheit
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Abwehrmechanismen bei Krankheit
- Abwehrmechanismus, wenn krank:
Regression: Rückkehr zu früheren Verhaltensweisen; eher abhängiges statt unabhängiges Verhalten.
Vermeidung (Evasion): Abkehr von der Realität, oft verbunden mit Tagträumen oder Illusionen.
Aggression / Schuld: Beschuldigt andere, beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, für die eigene Krankheit, wenn Bedürfnisse nicht erfüllt sind.
Vorwurf: Macht anderen Vorwürfe wegen der Krankheit und versucht, sich zu isolieren.
Verleugnung (Disclaimer): Leugnet die Krankheit und verdrängt unangenehme Gedanken oder Gefühle. Wird manchmal mit drei unterschiedlichen Verhaltensweisen kombiniert: masochistisch (Gefühl einer gerechten und verdienten Strafe), Abwälzung (Übertragung von Verantwortung und das Recht, Hilfe von anderen zu erwarten) und Hypochondrie.
Reaktionen auf die Erkrankung
- Reagiert angemessen auf die Krankheit:
Reaktion: Überwindung der Krankheit: Heilungswunsch und authentischer Geist der Zusammenarbeit mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt.
Reaktion: Resignation mit Einsatzbereitschaft: Großer Wunsch zu heilen und gute Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Ärztin/dem Arzt, jedoch geringe Eigeninitiative.
Reaktion: Akzeptanz der Erkrankung: Mittlere Erwartungen; die Krankheit betrifft den Lebensstil und erfordert gegebenenfalls Anpassungen.
Professionelle Kommunikation
Professionelle Kommunikation zwischen Fachperson und Nutzerin/Nutzer umfasst mindestens drei Komponenten:
Theoretische Komponente: Wissen, Erkenntnis.
Technische Komponente: Fertigkeiten und Kommunikationsstrategien.
Kreative Komponente: Einzigartige Möglichkeiten, bestehende Beziehungen zu anderen herzustellen und zu pflegen.
Führungseigenschaften und -stile
- Führungseigenschaften: Intelligenz, Fachwissen, Selbstsicherheit, theoretisches Wissen, Dynamik.
Führungsstile: Anordnen/Auftrag geben, Überzeugen, Partizipation/Beteiligung, Delegieren.
Aufsichts- und Regierungsfunktionen im Gesundheitswesen
Superintendent of Health: Aufsicht über ISAPRE/FONASA in Bezug auf die Rechte der Begünstigten; fiskalische Aufsicht von FONASA und ISAPRE sowie Compliance im Rahmen des GES; fiskalische Kontrolle der Anbieter hinsichtlich Akkreditierung.
Regionaler stellvertretender Gesundheitsminister: Verantwortlich für alle rechtlichen und fiskalischen Aufsichtsaufgaben bei der Bereitstellung von Gesundheitsdiensten; Steuerung der drei experimentellen Einrichtungen.
Staatssekretär für Gesundheit: Verbindungsorgan für Regulierung im Gesundheitssektor.
Stellvertretender Staatssekretär für Vernetzung: Zuständig für technische und politische Steuerung des Gesundheitswesens.
GES
GES: Zugang (Recht) / Gelegenheit (Zeit) / Finanzielle Absicherung (z. B. A/B = 0% / C = 10% / ISAPRE und D = 20%) / Qualität (Indikatoren).
Philosophie, Wissenschaft und Paradigmen
Philosophie: Werte sind die Grundlage für die Entwicklung einer Disziplin.
Wissenschaft: Beobachtung, Ermittlung, Beschreibung, experimentelle Untersuchung und theoretische Erklärung von Naturerscheinungen.
Paradigma: Denkweise und Art, die Welt zu sehen und zu verstehen; beeinflusst die Entwicklung von Wissen und Fähigkeiten innerhalb einer Disziplin.
Metaparadigma: Perspektiven einer ganzen Disziplin.
Legislación (Gesetzgebung): Eine Reihe von Gesetzen in einem Staat.
Ethik: Philosophische Disziplin, die aufzeigt, was ein Mensch tun sollte und wie er sich gegenüber anderen verhalten sollte.
Moral: Leitlinien dafür, was zu tun ist und was zu vermeiden ist (Bewusstsein).
Codes of Ethics (Ethikkodizes): Eine Reihe von Grundsätzen, die von allen Mitgliedern einer Profession angenommen werden; sie etablieren Ideale des Handelns.
Pflegeethik und deontologische Elemente
Code of ethics (Pflegeethik): Die Krankenpflege dient dem Individuum, der Familie und der Gemeinschaft; Ziel ist es, zu fördern, wiederherzustellen und Leiden zu lindern.
Elemente des deontologischen Kodex
Patient / die Person: Respekt, Informiertheit, Vertraulichkeit, Zufriedenheit, angemessene Pflegeumgebung.
Praxisbezogene Aspekte: Professionelle Kompetenz, persönliche Gesundheit, angemessenes Verhalten, respektvoller Einsatz von Technologie.
Berufliche Aspekte: Anwendung und Einhaltung von Standards in Praxis, Verwaltung, Forschung und Ausbildung.
Grundprinzipien der Bioethik
- Autonomie: Unabhängigkeit und Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.
- Wohltätigkeit (Benefizienz): Handlungen mit positiven Ergebnissen zugunsten anderer.
- Nicht-Schaden (Nicht-Malefizienz): Kein vorsätzliches Zufügen von Schaden.
- Gerechtigkeit: Fairness in der Verteilung von Leistungen und Lasten.
Faktoren, die die Auseinandersetzung mit der Krankheit beeinflussen
- Persönlicher Zustand: Zustand der erkrankten Person; Regression, PNCE / Leugnung der Schwere der Erkrankung.
- Alter der Patientin/des Patienten: Jüngere Menschen neigen eher zur Verleugnung; Ältere akzeptieren ihre Probleme häufiger.
- Art der Erkrankung: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Krebs, sexuell übertragbare Erkrankungen.
- Familie und Freunde: Soziales Netzwerk und Unterstützungssysteme beeinflussen die Krankheitsbewältigung.