Aerosolpartikel in der Innenraumluft: Gefahren & Filter
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Aerosolpartikel in der Innenraumluft
Ein Aerosol ist eine Suspension aus festen oder flüssigen Teilchen unterschiedlicher Form und chemischer Zusammensetzung in der Luft.
Hauptquellen für Aerosole
- Schwermetalle
- Künstlich hergestellte Mineralfasern (MMMF)
- Naturfasern (Asbest)
- Verbrennungsprodukte aus Öfen, Kaminen und Schornsteinen
- Rauchfreie Umgebungen
Schwermetalle
Zu den relevanten Schwermetallen gehören Quecksilber (Hg), Cadmium (Cd), Arsen (As), Chrom (Cr), Thallium (Tl) und Blei (Pb).
- Schwermetalle sind natürliche Bestandteile der Erdkruste.
- Sie können nicht abgebaut oder zerstört werden.
- Sie gelangen über die Nahrung, das Trinkwasser und die Luft in den menschlichen Körper.
- Schwermetalle neigen zur Bioakkumulation (die Konzentration im Organismus erhöht sich im Vergleich zur Umwelt).
Cadmium und Chrom
- Cadmium: Verwendung vorwiegend in Nickel-Cadmium-Batterien oder als Korrosionsschutz (Verzinkung).
- Chrom: Einsatz bei der Herstellung von rostfreiem Stahl, Textilfarbstoffen, Holzschutzmitteln, Ledergerbung sowie als Korrosionsschutz in der Luftfahrt und Automobilindustrie.
- Chromverbindungen finden sich häufig in Böden und Grundwasser auf Industriegeländen und erfordern oft eine Umweltsanierung.
Extraktion durch Regenwürmer
Regenwürmer verändern die chemische Struktur der Metalle, wodurch diese leichter von Pflanzen aufgenommen werden können.
Künstlich hergestellte Mineralfasern (MMMF)
Die Karzinogenität von MMMF ist stärker mit der physischen Größe der Fasern als mit der mineralogischen Zusammensetzung verknüpft.
Mineralwolle
- Hergestellt aus geschmolzener Hochofenschlacke, Gesteinen oder Mineralien (z. B. Basalt, Diabas).
- Eigenschaften: Hervorragende Wärme- und Schalldämmung.
- Anwendung: Brandschutz, Isolierung von Hohlräumen im Trockenbau und als Brandschutzverpackung.
Asbest und Sicherheitsvorschriften
- Weltweit haben über 60 Länder (einschließlich der EU) die Verwendung von Asbest verboten.
- Grenzwerte: Bei Asbestbeseitigungsarbeiten gilt ein Grenzwert von 1.000 Fasern/m³.
- Schutzmaßnahmen: Einsatz von Luftschleusen, Unterdruckhaltung (mind. 5 Pa), mindestens 8-facher Luftwechsel pro Stunde und direkte Anbindung an Dekontaminationseinheiten.
Luftreinigungssysteme
- Elektronische Luftfilter (Elektrofilter): Ionisieren die Luft, um Partikel elektrisch aufzuladen und an entgegengesetzt geladenen Platten zu sammeln. Hinweis: Können Ozon produzieren (Lungenreizstoff).
- Ionisatoren: Geben geladene Ionen in die Luft ab, die sich an Schwebeteilchen heften. Diese lagern sich dadurch schneller an Oberflächen (Wände, Möbel) ab. Hinweis: Können Ozon produzieren.
- Mechanische Luftfilter: Entfernen Partikel durch physikalische Erfassung in Filtermaterialien.