Der Agrar- und Landwirtschaftssektor in Spanien: Analyse und Auswirkungen

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Der Agrar- und Landwirtschaftssektor

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen in Spanien umfassen 50,5 Mio. Hektar, wobei 80% des Landes landwirtschaftlich genutzt werden. Diese Flächen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Ackerland: 19 Mio. Hektar, wobei die Fläche abgenommen hat.
  • Wiesen und Weiden: 7 Mio. Hektar, die hauptsächlich für die Tierhaltung genutzt werden.
  • Forstflächen: Berggebiete mit geringerem landwirtschaftlichen Potenzial.

1. Physische Einflussfaktoren

Relief: Die Höhe beeinflusst das Klima durch Veränderungen der Temperatur und Feuchtigkeit. Unebenheiten und Hanglagen beeinflussen die Bodenbeschaffenheit und die Möglichkeiten der Mechanisierung.

Klima: Bestimmt die wichtigsten Arten der Agrarlandschaft durch Niederschläge und Temperatur. Das spanische Klima ist durch große Unregelmäßigkeiten, häufigen Frost und Hitzewellen gekennzeichnet.

Boden: Die landwirtschaftliche Nutzung hängt von der Zusammensetzung ab, wobei lehmreiche Böden vorherrschen.

Vegetation: Wurde teilweise vollständig entfernt, um landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen.

2. Einflussfaktoren: Historisch, Sozioökonomisch und Technisch

Historische Faktoren: Die Römer und Muslime haben die Landwirtschaft in Spanien geprägt, insbesondere durch Bewässerung und den Anbau von Obst und Gemüse.

Sozioökonomische Faktoren: Bis ins 20. Jahrhundert war die spanische Gesellschaft stark ländlich und agrarisch geprägt. Die Beschäftigung im Agrarsektor sank von 70% im Jahr 1900 auf einen geringeren Wert im Jahr 1960.

Technische Faktoren: Technologische Innovationen, Mechanisierung, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel haben zu einer Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge geführt.

3. Agrarstrukturen

Eigentumsverhältnisse: Das Recht auf Bodennutzung ist in Spanien durch das Privateigentum geprägt. Kleine Betriebe finden sich im Norden, an der Levante und der Mittelmeerküste, während große Betriebe in der Extremadura, Kastilien-La Mancha und im westlichen Andalusien vorherrschen.

Landbesitzverhältnisse: Die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen beeinflussen die Nutzung des Bodens. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe in Spanien sind Nebenerwerbsbetriebe.

Bewirtschaftungsformen: Es gibt direkte und indirekte Bewirtschaftung. Bei der direkten Bewirtschaftung ist der Landwirt der Eigentümer. Bei der indirekten Bewirtschaftung sind Eigentümer und Bewirtschafter nicht dieselbe Person, z.B. durch Pacht.

4. Auswirkungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)

Der Beitritt Spaniens zur EU führte zur Teilnahme an der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die GAP wurde 1962 mit dem Ziel gegründet, die Produktivität zu steigern, angemessene Preise zu sichern und die Märkte zu stabilisieren. Diese Ziele wurden durch Marktmechanismen, Zielpreise und die Einrichtung eines Budgets erreicht. Die Landwirtschaft erlebte dadurch eine starke Dynamik.

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