Die Agrarrevolution: Ursachen, Verlauf und Folgen
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Die Agrarrevolution: Ursprung und Entwicklung
Die Agrarrevolution, die im späten 18. Jahrhundert in England begann und sich von dort auf andere Länder ausbreitete, war entscheidend, um die Produktivität der Landwirtschaft signifikant zu erhöhen.
Voraussetzungen der Agrarrevolution
Die Revolution basierte auf zwei Hauptbedingungen:
- Einführung technologischer Innovationen in der Landwirtschaft.
- Anwendung neuer Methoden der Kultivierung (Anbau).
Eine zweite Welle von Innovationen, die nach 1830 eingeführt wurde, umfasste die Nutzung von Dampfmaschinen und chemischen Düngemitteln.
Veränderung der Eigentumsverhältnisse
Eine weitere entscheidende Voraussetzung war die Veränderung des Landbesitzes (z. B. durch Einziehung oder Enteignung). All diese technologischen Veränderungen wären ohne eine tiefgreifende Veränderung der feudalen und kommunalen Eigentumsstrukturen nicht möglich gewesen.
Zu dieser Zeit herrschte die absolute Monarchie, deren Wirtschaftssystem hauptsächlich auf der Landwirtschaft basierte. Die meisten Ländereien waren gesetzlich an den Adel gebunden.
Aufstieg der Mittelschicht und politische Wende
Die Mittelschicht begann aufzusteigen. Dazu gehörten:
- Bauhandwerker.
- Die Business-Bourgeoisie (eine Klasse, die revolutionäre Politik vorantrieb, um die Wirtschaft zu liberalisieren und ein neues ökonomisches System durchzusetzen).
Die Bourgeoisie führte die bürgerliche Revolution an, die die absolute Monarchie beendete und eine konstitutionelle Monarchie mit Gewaltenteilung und einem Parlament, das Vertreter aller sozialen Klassen umfasste, etablierte. Um die wirtschaftliche Revolution voranzutreiben, enteigneten die Bourgeoisie und das Parlament Ländereien der privilegierten Stände, um diese anschließend zu verkaufen. Nach diesen Schritten wurde die moderne Landwirtschaft durch die Einführung neuer Technologien implementiert.
Wesentliche Auswirkungen der Agrarrevolution
- Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion: Dies führte zum allmählichen Verschwinden von Hungersnöten und ermöglichte die Versorgung der schnell wachsenden und bevölkerten Städte.
- Landflucht (Ländlicher Exodus): Die höhere Produktivität der Bauern setzte Arbeitskräfte frei, die der Industrie zur Verfügung standen.
- Steigende Einkommen: Die Einkommenssteigerung bei Grundeigentümern und Arbeitern erlaubte es ihnen, mehr industrielle Produkte zu konsumieren, was die Nachfrage stimulierte.
- Kapital- und Unternehmerversorgung: Die Landwirtschaft lieferte Kapital und Unternehmer für die Industrie. Heute wissen wir, dass viele der ersten Textilhersteller ihre Unternehmungen mit Kapital finanzierten, das ursprünglich aus der Landwirtschaft stammte.