Die ägyptische Zivilisation: Kunst und Architektur

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Die Ursprünge der ägyptischen Zivilisation

Die ägyptische Zivilisation ist neben Mesopotamien eine der ältesten städtischen Zivilisationen. Sie entwickelte sich in den Auen des Nils, einem Lebensraum, der die Wirtschaft, Landwirtschaft und Viehzucht maßgeblich beeinflusste. Der Zeitrahmen erstreckt sich vom dritten Jahrtausend v. Chr. bis zum siebten Jahrhundert v. Chr.

Gesellschaft und Politik

Wir stehen vor einer hierarchischen Sklavenhaltergesellschaft, an deren Spitze der Pharao steht, während die Sklaven die Basis bilden, die diese großen Gebäude errichtete. Auf politischer Ebene herrschte eine Theokratie, und im religiösen Bereich waren die Ägypter Götzendiener mit einem ausgeprägten Totenkult. Daher hatte die Kunst mehr als nur einen ästhetischen Zweck: Sie diente dazu, die Figur des Pharaos zu legitimieren und Bestattungsriten zu unterstützen.

Die ägyptische Architektur

Die ägyptische Architektur ist durch die Sturzbauweise charakterisiert, das heißt, sie verzichtete auf den Bogen und das Gewölbe, obwohl diese Techniken bekannt waren. Die Säulenkapitelle ahmen Pflanzen des Nils nach (lotiform, papyriform usw.). Die Baumaterialien stammten aus der geografischen Umgebung, wie Stein, Lehmziegel und Holz.

Grabarchitektur

Unter den verschiedenen Bautypen des Alten Reiches findet man:

  • Mastaba: Eine Art Pyramidenstumpf, der zunächst von Pharaonen und später von wohlhabenden Menschen in Nekropolen genutzt wurde. Die Räume umfassten die Grabkammer (unterirdisch), den Serdab (zur Aufbewahrung der Statue des Verstorbenen) und die Opferkapelle.
  • Pyramiden: Sie dienten als Grabmal des Herrschers. Die Räume entsprachen denen der Mastaba, ergänzt um einen Totentempel für die Verehrung des Verstorbenen. Besonders hervorzuheben sind die Pyramiden von Gizeh.
  • Felsengräber: Im Mittleren und Neuen Reich entstanden Gräber, die direkt in felsige Hänge gegraben wurden, wie beispielsweise das Grab von Abu Simbel.

Die ägyptische Skulptur

Die Skulptur diente als Methode des Überlebens, da sie die Unsterblichkeit (Ka) garantieren sollte. Es gibt zwei verschiedene Ausdrucksformen:

  • Darstellungen des Pharaos: Diese sind idealisiert, göttlich und frei von menschlichen Gefühlen. Sie wirken ewig, hieratisch, ohne Bewegung und folgen Konventionen wie dem Frontalitätsgesetz und der Symmetrie.
  • Darstellungen gewöhnlicher Menschen: Diese wirken natürlicher, unterliegen aber dennoch gewissen Konventionen.

Verwendete Materialien waren unter anderem Kalkstein, Basalt und Granit. Die Statuen erscheinen in stehender oder sitzender Haltung.

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