Drei Akte im Wald (Miró Rodríguez, Joaquín, 1913–1915)
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Drei Akte im Wald — Autor: Miró Rodríguez, Joaquín
- Datiert: 1913–1915
- Stil: Noucentisme
- Schule: Mediterranismus
- Technik: Öl
- Support: Leinwand, 1,25 m × 1,51 m
Thema: Im Zusammenhang mit dem Motiv der Badenden; die Ikonographie nutzt weitgehend Körper aus der Kunst des späten 19. Jahrhunderts als Vorwand, um Frauen nackt zu zeigen.
Formale Elemente
- Dies ist eine zusammengesetzte Komposition, gebildet mit dem Ziel hoher Vertikalität und Segmentierung. Es besteht eine Tendenz zum zentralen Mittelteil; vertikale Streifen wirken wie eine kastenartige Einheit (unabhängig). Es liegt eine asymmetrische Chromatik vor.
- Das Tempo der Komposition wird durch die Positionen der horizontalen Gruppen bestimmt, die zur Mitte tendieren (sowohl vertikal als auch horizontal).
Es handelt sich um ein Öl auf Leinwand, bei dem die Farben Braun und Grün stark betont und sehr begrenzt eingesetzt sind; außerdem treten Beigetöne und Rosa in den Körpern auf. Was den Pinselstrich betrifft: vorherrschende Strichführung mit klaren, konturierten, trockenen Linien; es entsteht der Eindruck von mehr Zeichnung als Malerei. Das Licht erscheint unwirklich und/oder wirkt als Selbstbeleuchtung der Objekte und Körper, wodurch die wichtigsten Bereiche hervorgehoben werden. Bezüglich des dimensionalen Raums: Es gibt keinen Horizont; die Szene ist in eine erhöhte Stellung gesetzt und wirkt wie eine luftdicht geschlossene Box, was ein gewisses Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Flächigkeit erzeugt.
Vorgänger, Beziehungen und Einflüsse
Die Einflüsse von Cézanne und Renoir auf Sunyer betreffen Farbe und Technik. Auch in diesem Bereich war die Nacktheit bei Cézanne und Bogues in Mode; es entstehen idyllische Welten und ähnliche Bezüge.
Der Inhalt zeigt eine Szene in einer mediterranen Landschaft, in der drei nackte Frauen unter einer Kiefer dargestellt sind, umgeben von deutlich mediterraner Vegetation (typisch katalanisch).
Bedeutung (Nachricht)
Die Beziehung zwischen Natur und Frau als Mutter der Dinge stellt eine idealisierte Vision Kataloniens und des Mittelmeers dar. Durch diesen Bezug lassen sich Werte verstehen, die ein schöpferisches Profil zeigen, darunter eine Frau, die für Regeneration und Stärke steht.
Historischer Kontext
Wir befinden uns im Zeitalter der Moderne, in dem das Noucentisme als kulturelles Substrat erscheint. Es geht aus der Kultur einer bestimmten Bewegung der katalanischen Bourgeoisie mit eigenen Ansprüchen hervor; so finden wir die Entstehung der Mancomunitat de Catalunya (des Commonwealth of Catalonia) mit dem Aufkommen der katalanischen nationalen Bewegung.
Schlussfolgerung
Frauen erwerben eine besondere Rolle und werden Trägerinnen positiver Werte.