Alfred Nobel: Leben, Erfindungen und der Nobelpreis
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Biographie von Alfred Nobel
Alfred Nobel wurde in eine Familie von Ingenieuren geboren. Im Alter von neun Jahren zog seine Familie nach Russland, wo er und seine Brüder eine ausgezeichnete Ausbildung in Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften erhielten. Er verbrachte einen Großteil seiner Jugend in St. Petersburg, wo sein Vater eine Fabrik für Rüstungsgüter betrieb, die 1859 in Konkurs ging.
Wissenschaftliche Durchbrüche und Dynamit
Er kehrte 1863 nach Schweden zurück und setzte seine Forschungen im Bereich der Sprengstoffe fort:
- 1863: Entwicklung eines Zünders zur kontrollierten Explosion von Nitroglycerin (1846 von Ascanio Sobrero erfunden).
- 1865: Perfektionierung des Systems mit einem Quecksilberzünder.
- 1867: Erfindung des Dynamits. Durch das Aufsaugen von Nitroglycerin in einem porösen Feststoff (Diatomeenerde oder Kieselgur) konnten Unfälle – wie jener, bei dem sein Bruder Emilio Nobel und vier weitere Menschen starben – deutlich reduziert werden.
Unternehmerischer Erfolg und weitere Erfindungen
Nobel entwickelte weitere Sprengstoffe wie Sprenggelatine (1875) und Ballistit (1887). Er patentierte seine Erfindungen und gründete ab 1865 zahlreiche Unternehmen zur Herstellung und Vermarktung (zunächst in Stockholm und Hamburg, später auch in New York und San Francisco). Seine Produkte waren von großer Bedeutung für das Bauwesen, den Bergbau und den Maschinenbau, fanden aber auch in der Rüstungsindustrie Anwendung. Sein Vermögen wurde zudem durch Investitionen in Ölquellen im Kaukasus weiter vergrößert.
Das Vermächtnis: Die Nobelstiftung
Trotz seines enormen Reichtums empfand Nobel Schuldgefühle für die Zerstörung, die seine Erfindungen auf dem Schlachtfeld verursachen konnten. Dies motivierte ihn dazu, den Großteil seines Vermögens der Nobelstiftung zu hinterlassen. Diese wurde im Jahr 1900 mit der Aufgabe gegründet, jährliche Auszeichnungen an Menschen zu vergeben, die den größten Nutzen für die Menschheit in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin oder Physiologie, Literatur und Frieden erbracht haben (ab 1969 kam der Wirtschaftspreis der Schwedischen Reichsbank hinzu).
Tod und Nachlass
In seinem Testament, das am 27. November 1895 im schwedisch-norwegischen Club in Paris unterzeichnet wurde, legte Nobel die Vergabe der Preise fest. Er verstarb am 10. Dezember 1896 im Alter von 63 Jahren an einem Herzinfarkt in seinem Haus in San Remo, Italien.
Sein Vermögen zum Zeitpunkt seines Todes wurde auf 33 Millionen Kronen geschätzt, von denen er seiner Familie lediglich 100.000 Kronen vermachte. Der Rest wurde für die Nobelpreise gestiftet. Ihm zu Ehren wurde zudem der Asteroid (6032) Nobel benannt.