Alkoholmissbrauch und psychische Gesundheit im Alter: Prävention und Behandlung

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Störungen durch Substanzmissbrauch im Alter

Alkoholmissbrauch bei Senioren

Drogenmissbrauch, insbesondere der Konsum von Alkohol, stellt ein Problem in der älteren Bevölkerung dar. Der Konsum kann im Alter zunehmen, besonders wenn ältere Menschen in Heimen oder Kliniken leben, wo das Problem des Alkohols unbeachtet bleiben kann.

Während des Alterns verlangsamt sich der Stoffwechsel von Alkohol, was zu Veränderungen der Leberwerte führen kann. Die Diagnose ist oft schwieriger, da soziale Isolation es ermöglicht, dass eine Sucht verborgen bleibt.

Medizinische Komplikationen durch Alkohol

  • Unterernährung und Vitaminmangel verschlechtern die altersbedingte Selbstwahrnehmung.
  • Der senile Tremor und Krämpfe treten häufiger auf.
  • Die Prognose von Diabetikern verschlechtert sich.
  • Alkoholische Neuropathie ist häufiger.
  • Das Risiko einer Demenz erhöht sich.

Behandlung von Alkoholismus im Alter

Das Alter sollte kein Hindernis für die Behandlung von Alkoholismus sein. Die pharmakologische Behandlung sollte mit niedrigeren Dosen erfolgen. Eine stationäre Entgiftung wird nicht empfohlen. Psychologische Therapien können die gleichen Ergebnisse erzielen wie in anderen Lebensabschnitten.

Psychische Gesundheit: Selbstwertgefühl im Alter

Definition und Ursachen für geringes Selbstwertgefühl

Das Selbstwertgefühl ist der Zustand, in dem eine Person eine negative Selbsteinschätzung ihrer Fähigkeiten erfährt. Ursachen können sein:

  • Veränderungen des Körperbildes (Alterung).
  • Verluste (von Menschen, Körperfunktionen, wirtschaftlichem Status).
  • Erhöhte Abhängigkeit und Verlust des Gefühls der Kontrolle.

Manifestationen eines geringen Selbstwertgefühls

Negative Wahrnehmung des Selbst äußert sich durch Gefühle der Minderwertigkeit, des Versagens, der Schuld und der Nutzlosigkeit. Im sozialen Umgang zeigen ältere Menschen oft:

  • Einsamkeit.
  • Überempfindlichkeit gegenüber Kritik.
  • Übermäßige Abhängigkeit von anderen.
  • Hintergrund von Erkrankungen, Behinderungen und Missbrauch.
  • Suche nach Anerkennung.

Kriterien für ein positives Ergebnis

Ein positives Ergebnis wird erreicht, wenn:

  • Positive Gefühle über sich selbst und die eigenen Fähigkeiten ausgedrückt werden.
  • Ursachen für negative Gefühle erklärt werden können.
  • Fähigkeiten realistisch bewertet und mit denen Gleichaltriger verglichen werden.
  • Erklärt wird, wie positive Eigenschaften genutzt werden können.

Pflegeinterventionen zur Förderung des Selbstwertgefühls

Interventionen zielen darauf ab, positive Ansichten über sich selbst zu fördern und die gesellschaftliche Einstellung zu verbessern. Dazu gehören:

  • Verbesserung der Behandlung von Umweltproblemen, die aus gesundheitlichen Veränderungen resultieren.
  • Steigerung sozialer Interaktionen.
  • Entwicklung persönlicher Unabhängigkeit.
  • Bewertung der Aufnahme von Selbsthilfegruppen und Psychotherapie.
  • Erstellung eines Tagesprotokolls für Humor und dessen Beziehung zu bestehenden Aktivitäten.
  • Entwurf eines Plans für angenehme Aktivitäten, der nicht aufgrund von Rückschlägen aufgegeben wird.

Sitzung 1: Stimmungsmanagement

Steuerung der Stimmung bei älteren Menschen im Hinblick auf deren Schwankungen. Identifizieren und Erfassen von unerwünschten und angenehmen Tagesereignissen. Protokollierung dieser Ereignisse.

Sitzung 2: Zielsetzung

Identifizierung eines Problems und eines Austauschobjekts. Ältere Menschen werden ermutigt, erreichbare Ziele zu wählen.

Sexualität und Altersabnahme

Veränderungen der sexuellen Reaktion

Mit zunehmendem Alter kann es zu einer Abnahme der sexuellen Reaktion kommen. Dies kann dazu führen, dass gesellschaftliche Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten vermieden werden, was die Faulheit durch Monotonie erhöht. Die Genüsse werden stärker durch Fantasie als durch Physiologie bestimmt. Mit zunehmendem Alter muss eine Anpassung der Fantasie an die Physiologie erfolgen. Die Sexualität endet nicht, wenn die Fantasie endet, aber Zuneigungsbekundungen bleiben notwendig.

Sexuelles Interesse im Lebensverlauf

Das sexuelle Interesse durchläuft verschiedene Phasen: Werbung, Paarfestigung, Stabilität, Trennung und den Tod des Partners, wobei jeweils persönliche Strategien umgesetzt werden müssen.

Reale Probleme der Sexualität im Alter

  • Müdigkeit und Langeweile in Bezug auf die Sexualität.
  • In vielen Fällen unerfüllte Bedürfnisse oder Unzufriedenheit des Partners.
  • Es besteht ein Missverhältnis zwischen Männern und Frauen in dieser Altersgruppe.

Mythen über Sexualität im Alter

  • Sex sei im Alter nicht wichtig.
  • Es wird angenommen, dass ältere Menschen asexuell werden müssen.
  • Es wird als akzeptabel angesehen, wenn ältere Männer jüngere Frauen verfolgen, das Gegenteil jedoch als schlimmer betrachtet wird.

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