Das Neue und Alte Testament: Eine Übersicht der Bibel
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Das Neue Testament
Das Neue Testament beginnt mit den Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, in denen das Leben von Jesus erzählt wird. Dann folgt das Buch der Apostelgeschichte, das den Beginn der christlichen Kirche nach der Auferstehung von Jesus Christus beschreibt.
Die ersten drei Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) werden als synoptisch bezeichnet, weil sie eine ähnliche Struktur aufweisen und viele Gemeinsamkeiten haben. Das Johannesevangelium unterscheidet sich von den anderen durch seine Form und seinen Inhalt. Doch die vier bilden zusammen ein Evangelium, eine „Frohe Botschaft“. Das Neue Testament ist die Erfüllung aller Verheißungen des Alten Testaments.
Das Alte Testament
Die ersten fünf Bücher wurden von Mose geschrieben:
- Genesis: Bedeutet „Herkunft“ oder „Anfang“. Es ist von zentraler Bedeutung, da es Gott und den Menschen vorstellt und erklärt, wie Sünde, Leid und Tod in die Welt kamen. Es erzählt zudem die Geschichte der Schöpfung, der Sintflut und den Beginn Israels.
- Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium: Diese Bücher berichten, wie Gott die Israeliten aus Ägypten führte, einen Bund mit Mose schloss und ihnen das Land Kanaan (Israel) gab.
Das Buch Hiob analysiert, wie ein guter Mensch Schwierigkeiten in einer Welt erleiden kann. Die Psalmen sind Lieder, die spirituelles Glück, Depression, Freude und Traurigkeit thematisieren. Das Buch der Sprüche enthält viele nützliche Tipps für ein weises Leben vor Gott. Am Ende stehen die prophetischen Bücher Jesaja, Jeremia und Ezechiel, die von der Verwüstung, dem Exil des jüdischen Volkes und der späteren Wiederherstellung des Reiches Gottes auf Erden künden.
Die Evangelien im Detail
- Markus: Geschrieben zwischen 65 und 70 n. Chr. für Christen aus dem Heidentum. Es ist das kürzeste Evangelium und möchte uns zeigen, dass Jesus der Messias und Sohn Gottes ist. Es ist in zwei Teile gegliedert: Der erste führt uns durch Wunder zur Identität Jesu, der zweite begleitet ihn durch die Passion.
- Matthäus: Komponiert um das Jahr 80 für Christen aus dem Judentum. Er möchte durch die alten Schriften beweisen, dass Jesus der erwartete Messias Israels ist. Matthäus gliedert sein Material in sieben Teile: einen Prolog über die Kindheit des Herrn, einen Epilog zu den Ereignissen von Ostern und fünf dazwischenliegende Reden.
- Lukas: Entstanden um das Jahr 80, fokussiert sich dieses Evangelium auf die Mission zu den Heiden, geprägt von Barmherzigkeit und Vergebung. Alle sind eingeladen, am Königreich teilzunehmen, das von Jesus angekündigt wurde.
- Johannes: Entstanden um das Jahr 95. Es folgt einem ähnlichen Muster wie die anderen drei, ist jedoch eine tiefere Reflexion über das Geheimnis der Person und Sendung Jesu Christi. Es ist in zwei Teile gegliedert: Der erste dreht sich um „sieben“ Zeichen (Wunder), der zweite führt uns zur „Stunde“ Jesu – der Stunde, in der er durch seinen Tod seine Freiheit und „Ehre“ offenbart.
Die Apostelgeschichte
Die Apostelgeschichte ist das Tagebuch der frühen Kirche. In diesem Werk zeichnet Lukas eine lineare Geschichte der christlichen Ursprünge nach.