Amerikanische Revolution und Große Depression

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Amerikanische Revolution

Amerikanische Revolution: Nach dem Siebenjährigen Krieg zwischen Frankreich und England hatte Großbritannien den Krieg, obwohl er teuer war, gewonnen. König Georg III. beschloss, die Kriegskosten durch höhere Steuern in den amerikanischen Kolonien zu begleichen. Dadurch litten die Kolonien unter starken Abgaben und mussten viele Rohstoffe sowie in geringem Umfang verarbeitete Produkte nach Großbritannien exportieren.

Die britischen amerikanischen Kolonien bestanden aus Bauern, Handwerkern, Händlern und Produzenten. Ihre Wirtschaft basierte auf dem Export der meisten Rohstoffe nach Großbritannien. Die höheren Steuern und der ungünstige Absatz ihrer Waren führten dazu, dass die Kolonien erste politische Proteste begannen, was große soziale Spannungen über ein Jahrzehnt hervorrief.

Während des 17. Jahrhunderts wanderten Menschen aus Europa nach Amerika, motiviert durch wirtschaftliche Gründe sowie zur Flucht vor religiöser und politischer Verfolgung. Diese Gruppen waren besonders empfänglich für Kritik an den etablierten Systemen. Im Jahr 1770 erhoben die Kolonien Vorwürfe gegen Großbritannien und forderten Handelsfreiheit sowie die Abschaffung fiskalischer Abgaben. Es entstand ein politischer Rahmen, um die Märkte zwischen den 13 Kolonien wirtschaftlich unabhängiger von Großbritannien zu machen.

In einem kurz gefassten liberal-kapitalistischen Modell lassen sich die Ursachen der amerikanischen Revolution wie folgt zusammenfassen:

  • Ökonomisch: höhere Steuern bei geringem Einfluss auf den Handel;
  • Politisch: Fragen zu Wahlrechten und Gleichbehandlung bei der Besteuerung im Vergleich zu anderen britischen Bürgern;
  • Religiös: konfessionelle Spannungen und der Wunsch nach größerer religiöser Freiheit.

Die Große Depression (Weltwirtschaftskrise)

Die Große Depression: 1929 begann eine schwere globale Wirtschaftskrise, die als Weltwirtschaftskrise oder Große Depression bezeichnet wird und etwa ein Jahrzehnt andauerte. Der Beginn wird meist mit dem Börsencrash vom 29. Oktober 1929 in Verbindung gebracht; ihr Ende variiert jedoch je nach Land und wird oft in die 1930er oder frühen 1940er Jahre datiert.

Die Krise breitete sich schnell auf fast alle Länder der Welt aus und hatte verheerende Auswirkungen auf reiche wie arme Staaten. Volks- und Unternehmenseinkommen, Umsätze, Gewinne und Preise fielen stark, und der internationale Handel sank um schätzungsweise 50 bis 66 %. In den Vereinigten Staaten stieg die Arbeitslosigkeit auf rund 25 %; in einigen Ländern erreichte sie bis zu 33 %.

Städte, die stark von der Schwerindustrie abhängig waren, waren besonders hart betroffen. In der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten kam es zu starken Preisrückgängen bei Getreide, die etwa 60 % erreichten. Wegen der schwindenden Nachfrage in der Rohstoffindustrie und des Mangels an alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten litten besonders die Regionen mit einseitiger Wirtschaftsstruktur.

Viele Länder begannen Mitte der 1930er Jahre mit einer schrittweisen Erholung, doch die negativen Auswirkungen der Krise dauerten in zahlreichen Staaten bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges an. Im Jahr 1932 gab es in den Vereinigten Staaten erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Wende, doch eine vollständige Erholung setzte erst später ein.

In Deutschland führte das Verschwinden ausländischer Finanzmittel in den frühen 1930er Jahren zusammen mit wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum Aufstieg des Nationalsozialismus und schließlich zur Machtübernahme durch Adolf Hitler.

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