Analyse von Adrian Moles geheimen Tagebüchern

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Adrian Mole: Ein intellektueller Außenseiter

Adrian Mole ist ein Außenseiter. Der Grund, warum er sich in der „normalen“ Gesellschaft nicht ganz zugehörig fühlt, ist, dass er ein Intellektueller ist. Zu den Erkenntnissen aus seinen Tagebuchaufzeichnungen gehören:

  • Ein frühreifes Interesse an Literatur und linker Politik
  • Der Wunsch nach einer eigenen Poesie-Show auf BBC
  • Seine Abneigung gegen Margaret Thatcher
  • Seine häufige Kritik an seinen weniger raffinierten Mitschülern und seiner Familie

Die dysfunktionale Familie und das Tagebuch

Adrians dysfunktionale Familie, wie sie in Das geheime Tagebuch des Adrian Mole dargestellt wird, ist einer der Schwerpunkte des Buches. Während Adrians Einträge voller Humor, Sarkasmus und Ironie sind, sprechen sie dennoch von viel Verwirrung und Enttäuschung über die dysfunktionalen Beziehungen seiner Eltern. Manchmal zeigen ihn Adrians Tagebuchaufzeichnungen als naiv, ein andermal sind sie sehr offen und manchmal voller Selbstmitleid.

Als Einzelkind (zumindest zu Beginn des Buches) hat Adrian die Tendenz, alle Probleme aus einem egoistischen Standpunkt zu betrachten, doch er scheint echtes Mitgefühl für seine Familienmitglieder zu empfinden. Während die meisten Menschen vielleicht nicht die gleiche Redseligkeit wie der junge Adrian besitzen und andere nicht das gleiche Maß an Dysfunktion in ihren Familien erleben, sind diese Einträge so verfasst, dass man leicht mit dem jungen Autor mitfühlen kann.

Körperliche Entwicklung und Empathie

Dieses Buch baut zudem auf seinem Vorgänger auf, indem es die Handlung um Adrians wachsende Frustration mit seinem eigenen Körper fortführt. Er schreibt über die ständigen „Spots“ (Pickel), die sein Hautbild verunstalten, und hat zudem Probleme mit seinem Selbstwertgefühl aufgrund seiner Körpergröße und seiner muskulären Reife.

Obwohl Adrian in einigen Aspekten des Lebens ein wenig egozentrisch erscheint (und es ist schwer, beim Schreiben eines Tagebuchs nicht so zu wirken), ist er dennoch mitfühlender als der durchschnittliche junge Mann. Er ist der einzige Freund und häufige Betreuer des Rentners Bert Baxter und zeigt zudem viel Sorge und Mitgefühl für das Unglück seiner Eltern sowie Respekt vor der Autorität seiner Großmutter.

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