Analyse der Charaktere und Symbolik in Unamunos Werk
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Lazarus: Analyse von Name und Charakter
Der Name
Unamuno verwendet den Namen Lazarus symbolisch. Lazarus selbst erkennt dies an:
"Ich bin ein neuer Mensch, ein wahrer Lazarus, ein Auferstandener. Er gab mir den Glauben."
Der Charakter
Zunächst erscheint Lazarus als Antagonist: antiklerikal, liberal, ein Verfechter der Vernunft und der Liebe zur urbanen Kultur, beschäftigt mit sozialen Problemen. Später wird der Feind zu einem geliebten Schüler.
Im Grunde liegt ein Vertrag vor: Don Manuel hat es geschafft, dass Lazarus alle religiösen Praktiken erfüllt. Aber Lazarus beginnt etwas Kostbares zu erkennen: Don Manuel musste ihm das liefern, was er am eifersüchtigsten bewachte – das Geheimnis seines Lebens. Dies scheint alles auf einem einfachen Austausch zu beruhen.
Lázaro erkennt an, dass Don Manuel ihn zu einem neuen Menschen gemacht hat – die "Manuelisierung". Seine Persönlichkeit, die anfangs eng mit der Welt verbunden schien, um das Bild des neuen Feudalismus zu zeichnen, steht im Gegensatz zur alten, reaktionären Welt, mit der er sich identifizierte. Später eignet er sich die Symbole an, die Don Manuel begleiten: See, Berge usw.
Don Manuel: Symbolik und Erscheinung
Die Symbolik des Namens
Der Name Don Manuel ist von biblischen Verweisen durchdrungen. Der Name impliziert Segen oder Fluch. Seine Bedeutung ist "Gott mit uns" (Emmanuel). Don Manuel ist der Architekt einer neuen Religion, nicht durch ihre neue Form, sondern durch ihr Wesen.
Die äußere Form und Beschreibung
Die Beschreibung des Protagonisten hebt zwei physische Eigenschaften hervor:
- Die erhabene Höhe seines Körpers (wie ein Geier/Buitre).
- Das Blau seiner Augen. (Blau)
Ein sehr wichtiges psychologisches Merkmal ist seine Fähigkeit, in die Herzen zu lesen. Die ersten beiden Merkmale scheinen das Dorf zu heilen, eingebettet in die Umgebung von Bergen und See. Das dritte Merkmal gleicht der Durchschlagskraft des Messias.
Der Charakter
Der Autor der Geschichte gesteht ihm keinen einzigen Fehler zu; er besitzt alle Tugenden. Seine Berufung wurde durch eine wohltätige Familie initiiert. Seine eigene Familie ist eine Inkognita.
Don Manuel ist ein sehr aktiver Mensch, der immer etwas tun will. Im Dorf half er seinen Pfarrkindern in allem, was er konnte. Er war die Seele des Volkes. Er verbündete sich eng mit dem Arzt und dem Lehrer und interessierte sich für jedermanns Leben, sowohl geistig als auch materiell. Er ist der Charakter, der offensichtlich alle Initiativen anführt.
Als Lazarus ins Dorf kommt, scheint er sich in einen Kampf um die Vorherrschaft zu verwickeln. Das Ergebnis zeigt, dass es in diesem Kampf keine Verlierer und keine Gewinner gab. Der See und die Berge sind paradigmatische Elemente, die sogar die physische Heilung definieren. Carballino
Ángela Carballino: Die Zeugin
Die Rolle der Erzählerin
Ángela ist die angebliche Verfasserin des Berichts (des "Buches"). Ihr Name bedeutet im Griechischen Bote (Ángelos).
Sie wurde als Bestimmung zum Speichern der Erinnerung des Priesters vorgeschlagen. Sie lebt in engem Kontakt mit ihm und weiß, dass sie der letzte Zeuge einer einzigartigen Erfahrung ist. Sie möchte verhindern, dass seine Botschaft und seine Religiosität mit seinem Tod verschwinden.
Der Charakter Ángelas
Ángela besitzt zwei typisch weibliche Eigenschaften: Intuition und [die zweite Eigenschaft fehlt im Original].
Es ist wahrscheinlich, dass Ángela das Geheimnis des Priesters selbst noch nicht vollständig erkannt hat.
Ángelas Religiosität
Ihr Glaube war keine ruhige und friedliche Glaubensgemeinschaft. Sie ist tief bewegt, als sie durch ihren Bruder erfährt, dass das Leben des Pastors eine Notlüge ist. Ihr Bruder öffnete ihr die Augen, und was einst präzise und klare Konturen hatte, beginnt sich in einem verschwommenen Dunst aufzulösen. Ihre zwiespältige Haltung wird hinreichend dargelegt.