Analyse der Dichtung von Juan Ramón Jiménez, Antonio Machado und Pedro Salinas

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Juan Ramón Jiménez: Werdegang und Phasen

Das Leben von Juan Ramón Jiménez dreht sich um die Poesie. Seine Karriere lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  • Die Phase der Unschuld und Einfachheit (Pura).
  • Die Phase der Ausstattung oder Komplikation (Poesie beeinflusst).
  • Die Phase der nackten oder empfangenen Poesie (Klassische und traditionelle spanische Poesie, beeinflusst von der Moderne, dem Symbolismus und der französischen Dichtung des 20. Jahrhunderts).

Sein Leben gliedert seine Arbeit in drei Stufen:

Erste Epoche oder sensible Phase

Die grundlegende Frage ist die Sensibilität. Der Dichter äußert seine Gefühle zu verschiedenen Themen wie Natur, Liebe und Tod. Es zeigt sich der Einfluss von Rubén Darío, den Parnassiens und dem Symbolismus. Werke wie Soledades, Arias tristes oder Elegías beziehen sich auf das Thema der Einsamkeit, einem Symbol seiner Dichtung.

Zweite Epoche oder geistige Phase

Er lernte Zenobia Camprubí kennen und heiratete sie 1916 in den USA. Die Reise und der Einfluss der amerikanischen Dichtung veränderten seine Poesie. Das Diario de un poeta recién casado (Tagebuch eines frisch verheirateten Dichters) ermöglicht es, die Etappen der Reise und die intimen Erfahrungen des Dichters nachzuvollziehen. Die Merkmale dieser Epoche sind:

  • Intellektualismus, Suche nach einer polierten und sehr ausgearbeiteten Form.
  • Abwesenheit der Anekdote.
  • Freie Verse mit experimentellen metrischen Formen.
  • Kondensation des dichterischen Wortes: Entfernung bunter Adjektive, wobei das Substantiv überwiegt.

In dieser Phase finden wir seine Ewigkeit als reine Poesie, die den Kampf um das richtige Wort ausdrückt.

Dritte Epoche oder wahre Phase

Diese Phase fällt mit seinem Exil zusammen. Werke wie Romances de Coral Gables, En el fondo del soto und der dritte Gedichtband (der Gedichte der zweiten Anthologie enthält) verbinden klassische Formen mit der Verwendung von Prosa in Kombination mit Poesie (Prosa-Gedicht). Die Gedichte werden zahlreicher. Zwei Themenpunkte dominieren seine Werke:

  1. Gott ist in der Dichtung präsent: Die Erklärung des Menschen für den Menschen und sein Leben.
  2. Der Tod als Thema während seiner gesamten Karriere, die die Schönheit der Poesie verewigt.

Antonio Machado: Werdegang

Die wesentlichen Merkmale seiner Gedichte sind:

  1. Kein Interesse am Oberflächlichen, weder an Anekdoten noch an Zierrat, sondern am Wesentlichen des Menschseins.
  2. Seine Themen sind die seiner Zeit und die Probleme, die sowohl den Dichter als auch die Gesellschaft betreffen.
  3. Dialog: Gespräche mit anderen (Geliebte, Freunde, Umwelt), aber vor allem mit sich selbst.

Obwohl sein Werk einen sehr persönlichen Stempel trägt und eine Evolution aufweist, lassen sich drei Phasen unterscheiden:

1. Anfangsphase: Symbolismus („Phase des Ichs“)

2. Rückmeldephase („Phase des Du“)

3. Endphase („Phase des Wir“)

Pedro Salinas: Etappen des Werkes

Bemerkenswert sind seine Publikationen, die von Rubén Darío beeinflusst wurden. In seiner dichterischen Laufbahn lassen sich drei Phasen unterscheiden:

Erste Stufe: Suche nach der poetischen Sprache

Diese Phase zeigt die Bewertung des Dichters als Vorbereitung für die zweite Etappe. Liebesthemen oder das Meer erscheinen auch in der modernen Dichtung. Sie umfasst Werke wie Presagios, Seguro und Fábulas y signos.

Zentrale oder wahre Phase

Er produziert seine originelle und strahlende Poesie. 1933 veröffentlicht er La voz a ti debida, eines der besten Bücher der Liebeslyrik des spanischen 20. Jahrhunderts. Es ist der Liebe gewidmet. Er strebt danach, dass der Leser den Faden einer linearen Erzählung verliert. Diese Phase setzt sich in zwei Werken fort: Razón de amor (sinnlich) und Largo lamento (bezieht sich auf das Fehlen der Geliebten). Diese drei Bücher untersuchen die Gefühle der Liebe in all ihren Aspekten, die durch die Liebe selbst verarbeitet werden. Die Liebe ermöglicht den Zugang zum Wissen der Welt und die Geliebte wird zu einer fast göttlichen Liebe, die verwandelt.

Dritte Etappe: Exil

Sein Werk wird kontemplativ. Er wendet sich dem Meer zu und erreicht durch dessen Betrachtung eine Höhe, mit der er sich dem absoluten Sein nähert. Das Meer wird zum Symbol des Kosmos und der Suche nach seinem Wesen.

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