Analyse: Ehrgeiz und Vergänglichkeit im Barock-Sonett
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Ehrgeiz, Vergänglichkeit und die Allegorie des Schmetterlings
Die zentrale Frage des Sonetts
Die aufgeworfene Frage ist die Reflexion der negativen Auswirkungen, die mit menschlichem Ehrgeiz einhergehen. Dieser Ehrgeiz führt zum endgültigen Tod als Strafe für Wagemut. Das Thema (das an den Mythos von Ikarus erinnert) ist hier in die Allegorie des Schmetterlings gehüllt, der als Symbol für vergängliche Schönheit gezeigt wird.
Poetische Struktur und barocke Stilmittel
Die Einführung der Metapher durch Litotes
Dieses Sonett weist eine barocke, elfsilbige (Hendecasyllabus) poetische Lehre auf. Zunächst bietet eine klare Litotes, „Mariposa, nicht nur kein Feigling“, den figurativen Begriff der Metapher „Schmetterling“. Er wird als „feige, rücksichtslos und tödlich blind“ beschrieben. Die syntaktische Struktur „nicht nur ... mehr“ ist zwar dem Sinn nach entbehrlich, aber typisch für die culteranische Schule.
Tragödie und mythologische Bezüge
Der Schmetterling schwebt der Tragödie entgegen. Die verwendete Flamme „verweigert sogar die Phoenix“; nicht einmal dem mythischen Vogel ist physischer Kontakt mit der Flamme erlaubt, bevor er zu Asche wird. Der Schmetterling hingegen sucht die Flamme „vorsätzlich“ auf, um seine Flügel zu verbrennen. Dies ist ein mythologischer Bezug, der dem Culteranismo sehr lieb ist, ebenso wie das Hyperbaton.
Die Erklärung des Schadens und der Tod
Die Erklärung beginnt mit: „Denn in seinen späteren Schaden leid“. Der Schmetterling, der nach „Glanz“ strebt und „ambitioniert“ ist – ein neues moralisches Adjektiv, das sich an die ursprünglichen „feigen, rücksichtslosen ...“ anschließt – kapituliert seine „schlecht gekleidete Feder“, die verbrennt. Das Licht brennt, und der Schmetterling stirbt „in denen Lügen süß herrlich“. Das Adjektiv „herrlich“ beschreibt den Wunsch, der seinen Tod motivierte.
Der Kontrast: Schmetterling versus Biene
Das Grab, die „Knochen“, auf denen sein Leben endete, wird der kleinen Biene „bald“ verwehrt. Die Opposition sucht nun diese beiden Arten der Tierwelt: Klugheit und Arbeit (Biene) stehen Ehrgeiz und Flirt (Schmetterling) gegenüber. Das Adverb „leise“ erinnert an die Arbeit der Bienen mit den Blumen.
Der Text enthält fabelhafte Elemente, und man versteht den Vers „ein Fehler Sumo höchste Glück!“, der zwei ähnliche Adjektive am Anfang und am Ende der Zeile verwendet. So endet das höchste Glück mit dem Tod, der Tragödie.
Die moralische Lektion des Dichters
Nachdem das perfekte System zur Extraktion der Lektion etabliert ist, spricht der Dichter im endgültigen Terzett: „nicht so hell Kontrast mein Ehrgeiz ...“ Sein Ehrgeiz soll dem Schmetterling entgegengesetzt sein, aber nicht die Flammen, sondern Rauch soll genügen. Das Terzett ist eindeutig culteranisch und barock:
- „ist nicht mein Ehrgeiz ... Asche wird“
Wenn nicht der Ehrgeiz, so wird der Dichter selbst zu Asche, nicht durch das Licht als „hellen Kontrast“, sondern durch den Rauch, der „weniger aktiv, desto mehr mild“ ist. Asche und Tod sind die Nachwirkungen des Lebens, verbunden mit moralischem Denken (Ehrgeiz, ...).
Die Herausforderung für den Leser
Die Spannung im Gedicht entsteht durch das Verständnis des Lesers für die Schwierigkeit der poetischen Form, die Rhythmen und literarische Figuren enthält, die Tugendhaftigkeit vermitteln.