Analyse: Garcilaso de la Vega und Lazarillo de Tormes
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XXIII. Sonett von Garcilaso de la Vega
Der Dichter entfaltet hier bereits seine volle Meisterschaft und beherrscht die neue Kunstform. Das Thema dieser Verse – die Lebensfreude – ist ganz der Renaissance verpflichtet und spiegelt den heidnischen Sinn des Lebens wider. In der intimeren Poesie der früheren Stadien fügt sich die Lebensfreude der Renaissance ein, die sich auf das Thema „Carpe diem“ (Nutze den Tag) konzentriert.
Die Begeisterung für das Leben liegt auf der Hand: Genieße den Frühling des Lebens. Es gibt eine Fülle von Adjektiven, während die Schönheit der Frau gepriesen und die Werte der Zeit ausgedrückt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dynamik der Verben im zweiten Quartett und deren Intensität. Das Thema zeichnet sich durch perfekte Symmetrie aus:
- Die zwei Quartette beziehen sich auf die Schönheit der Jugend.
- Die Terzette warnen den Dichter davor, den Komfort des Frühlings zu genießen, da der Winter kommen wird.
Es handelt sich um ein Gedicht aus 14 Versen in der Kunstform des Endecasílabo mit rhythmischem Akzent auf der vorletzten Silbe und dem Reimschema ABBA, ABBA, CDE, DCE. Es bildet ein klassisches Sonett, wobei in den Versen 11 und 14 zwei Sinalefas als metrische Besonderheiten auftreten.
Lazarillo de Tormes: Die Episode mit dem Kuhfuß
Thema: Lazarus empfindet Mitleid für seinen Herrn und lernt behutsam, mit ihm zu speisen.
Analyse des Textes
Die Szene beginnt an dem einzigen Ort im Haus des Knappen, an dem man sitzen kann: einer Bank. Lazarus sitzt an einem Ende und beginnt, in Demut das zu essen, was er auf der Straße gefunden hat – Brot und gekochte Kutteln. Dies ist die einzige Episode, in der Lazarus eine Verbundenheit mit jemandem spürt und seine Mahlzeit teilt.
Er hat viel über das Leben gelernt und weiß, dass sein Herr sich beleidigt fühlen würde, wenn ihm Nahrung direkt angeboten würde. Die Liebe, die er für seinen Herrn empfindet, zeigt sich in seinem Mitleid für den „unglücklichen Herrn“.
Erzähltechnik und Stil
Die Technik des Autors bei der Beschreibung der Situation ist nüchtern. Gefühle werden nicht nur durch Worte, sondern durch Details vermittelt: Der Autor beschreibt präzise den Ort, die Bewegungen, Gedanken und Gefühle. Dies führt zu einem direkteren Dialog und belebt die Erzählung. Der Gentleman spricht und deutet seinen Hunger an, ohne seine Würde zu verlieren. Das Verdienst des Autors liegt darin, die Notwendigkeit (Realität) mit dem Schein der Willkür, den der Herr (Fiktion) aufrechterhalten will, zu kombinieren. Lazarus lässt sich täuschen und empfindet Mitleid; um seinem Herrn zu helfen, ohne ihn zu verletzen, spielt er dessen Spiel mit. Das Thema der Ehre des Herrn, gepflegt durch seinen Diener, wird hier deutlich durch Liebe zum Ausdruck gebracht.