Analyse von Georg Heyms "Berlin II": Expressionistische Stadtlyrik
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Einleitung
Einleitung: (Titel, Autor, Thema, Textsorte, Jahr) Beispiel: Das Sonett „Berlin II“ von Georg Heym wurde im Jahr 1911 veröffentlicht. Es handelt sich um ein eigenes Stadtgedicht, das den Kontrast von Natur und Architektur beleuchtet. Dabei kann das Gedicht als eine Kritik der Industrialisierung gesehen werden, was typisch für Gedichte des Expressionismus ist. Darauf werde ich in meiner Analyse eingehen.
Hauptteil
Zusammenfassung und Lyrisches Ich jeder Strophe
Formanalyse
Das Gedicht ist in vier Strophen gegliedert. Die ersten beiden bestehen aus vier Versen (Quartette) und die letzten beiden aus drei Versen (Terzette). In der ersten Hälfte des Gedichts gibt es einen umarmenden Reim (ABBA, CDDC). In der zweiten Hälfte sind beide Strophen durch einen übergreifenden Kreuzreim miteinander verknüpft. Im Bezug auf das Metrum zeichnet sich das Gedicht dadurch aus, dass es aus hebigen Jamben besteht. Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen geordnet und chaotisch.
Inhalt und Sprache
- Verben: Die Zeitform ist Präsens, was durch elliptische Satzstrukturen verstärkt wird.
Gefühlswelt und Wahrnehmung
- Beschreibung der Umgebung: Hoher Straßenrand, lange Straße etc.
- Darstellung der Bewegung: Omnibusse, Automobile – dies vermittelt die Dynamik und Hektik der Stadt.
- Naturbeschreibungen: Kontrast zur mechanischen und betonierten Welt (Baum an Baum, blätterlose Kronen…).
- Licht und Farben: Rote Strahlen, Sonnenball etc.
- Sinneswahrnehmungen: Staub, Rauch – die Stadt wird mit allen Sinnen wahrgenommen.
Sprachliche Mittel
Es werden verschiedene Stilmittel verwendet (bitte zitieren): Metaphern, Personifikationen, Vergleiche.
Schluss
Zusätzlich können wir für den Expressionismus typische Farben entdecken, genauso wie häufig auftretende Stilmittel wie Personifikationen und Metaphern. Abschließend können wir feststellen, dass in diesem Gedicht typische Merkmale des Expressionismus deutlich werden. Deswegen zeigt es eine Kritik an der Industrialisierung.
Zusätzliche Analyse zu „Die Stadt“ (Georg Heym)
Struktur und Reimschema
Zwei Quartette und zwei Terzette. Umarmender Reim in den Quartetten (ABBA, CAAC). Haufenreime in den Terzetten (DDD, EEE).
Metrum
Fünfhebiger Jambus.
Inhaltliche Gliederung
- Lyrisches Ich: Nichts Genaues bekannt, eher ein erhöhter Standpunkt (Kirchturm?).
- 1. Strophe: Visuelle Beschreibung der Szene.
- 2. Strophe: Stadt als Organismus (Geräusche).
- 3. Strophe: Nähere Beschreibung der akustischen Wahrnehmung (Hörsinn).
- 4. Strophe: Äußere Gefahr wird bekannt (visuell).
Analyse der Entwicklung
Positive Begriffe in der ersten Hälfte, nur durch „zerreißt“ gestört. (Nacht, Mondes, klein…).
- Personifikation: „Der Fenster blinzelt mit den Lidern“ –> Stadt als Organismus => Herzschlag.
- Menschen werden nur passiv dargestellt, danach fast nur noch negative Begriffe.
- Der Organismus scheint krank zu sein; die Gefahr kommt von außen.
- Wirkung: Angst, Anonymität, Bedrohung.
Stilmittel
Stilmittel: Tsonifikation (Vers 3), Vergleich (Vers 5), Wiederholung (Vers 8), Antithese (Vers 9 und 10), Parallelismus (Vers 9 bis 11), Alliteration (Vers 5: Stadt/Straße; Vers 12: Feuer/Fackeln), Metapher (Vers 14). Der erste und letzte Vers bilden einen Gegensatz.
Deutung
Expressionismus: (Begriffe, Farben, Stilmittel). Thema: Stadt versus Natur. Kritik: Anonymität des Individuums, Passivität des Menschen, Ignoranz gegenüber äußerer Bedrohung.