Analyse von Kafkas 'Die Verwandlung': Sprache, Technik und Interpretation
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Analyse von Kafkas "Die Verwandlung"
Der vorliegende Textauszug gehört zur Erzählung "Die Verwandlung" und wurde 1912 von Franz Kafka verfasst. Es handelt sich hierbei um den Handlungsreisenden und Tuchhändler namens Gregor Samsa, der eines Morgens als Käfer aufwacht. Im Laufe der Erzählung merkt Gregor, dass er zum Außenseiter der Familie wird und schließlich stirbt. Diese Textstelle spielt am Anfang/Mitte/Ende der Handlung und erzählt von….
Im Folgenden werde ich diesen Textauszug nach Inhalt und Sprache genau analysieren und interpretieren.
Sprachliche Analyse
Detailreichtum und Wirkung
- Dieser Textauszug ist exakt und detailliert beschrieben (Beweis: …), was auf den Leser monoton wirken kann. Außerdem erkennt man Gregors Gefühlskälte.
- Daher wirkt der Text wie ein Bericht. Kafka benutzt sehr viele hypotaktische Satzkonstruktionen wie zum Beispiel … (Wirkung).
Paradoxe Sprache und Wortwahl
- Kafkas Sprache wirkt oft paradox, weil er viele Dinge so realitätsnah beschreibt, obwohl sie nicht realistisch sind. Zum Beispiel: …
- Kafka benutzt auch seltene Wortverbindungen, wie zum Beispiel …. Der Leser kommt dabei vom roten Faden ab.
Kommunikationsstörung und Isolation
- Außerdem treten Dialoge auf, bei denen der Leser erkennt, dass die Verständigung zu scheitern droht und dass es keine Kommunikation gibt. Der Käfer kann nicht sprechen: Isolation. Dadurch, dass Gregor wenig Menschlichkeit von seiner Familie erhält, neigt er immer mehr zu inneren Monologen.
- Kafka verbindet sehr gut Gregors Gefühle mit dem negativen Verhalten seiner Familie, als … (Familie schlecht).
- Der Leser erkennt sehr gut, wie sich die Seele des Menschen verändern kann. Dass Gregor ein Käfer ist, bedeutet, dass er ein nutzloses "Ungeziefer" ist. Deswegen wird er als Außenseiter dargestellt.
Erzähltechnik
Erzählperspektive und Beginn
- Was die Erzählform betrifft, so wurde "Die Verwandlung" hauptsächlich von einem personalen Er-Erzähler verfasst. Der Leser erhält einen Einblick in das Innere der Person. Da es keine Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern gibt, wird er nicht als Sohn und Bruder angesehen. Dadurch, dass er krächzende Töne von sich gibt, basiert sich die Kommunikation nur auf eine Seite, aber er kann die Dinge verstehen.
- Da die Verwandlung direkt am Anfang beginnt, spricht man von "in medias res".
Weitere Stilmittel
- Es gibt auch manche autoriale Erzählweise, die eine subjektive Haltung beschreiben (negative Einstellung über Gregor gestaltet). Zum Beispiel gleich am Anfang, wo er eine Alliteration benutzt: "ungeheure Ungeziefer".
- Durch das Wetter wird die Monotonie/Grundstimmung betont, weil es bewölkt ist und regnet (Fenstermotiv).
- Kafka benutzt auch sehr oft die Vorsilbe "un-", was negativ wirkt. Zum Beispiel "Ungeziefer", "Ungeheuer".
- In Gregors Zimmer befinden sich sehr viele Arbeitsutensilien, das heißt seine Arbeit wirkt sich auch auf sein Privatleben aus.
- Die Verwandlung hat Aspekte eines Anti-Märchens ("Käfer bleibt Käfer").