Analyse und Korrektur humanistischer Texte
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1) Text der allgemeinen Ideen
- Identifizierung der Sprache: Schreiben Sie auf Latein oder Vulgärsprache. Wenn es Latein ist, sollte es von gebildeten Humanisten stammen. Diese Texte sind für ein breiteres Publikum gedacht und didaktischer.
- Art des Textes: Es handelt sich nicht um eine gesprochene Rede oder ein Oratorium (kein Vokativ).
- Antike im schulischen Sinn: Teilung und Unterteilung in Erläuterungen. Dies ist eher mittelalterlich.
- Tonfall: Der Ton ist Umgangssprache (oder gibt vor, dies zu sein) oder gelehrt, pompös oder weit entfernt vom Leser. Die meisten Geisteswissenschaften verwenden eine etwas elegantere und scheinbar natürlichere Sprache (Grazie).
- Bezug zu alten Modellen: Inwieweit erinnert der Text an alte Modelle (Schreibweisen, Verhaltensweisen usw.)? Bezieht er sich auf Hebräisch, die alten Griechen oder Römer?
- Thema: Ist der Text mit dem Studium der menschlichen Existenz, dem Studium des Menschen in der Welt und der Moralphilosophie verbunden oder nicht?
- Soziale und politische Projektion: Inwieweit hat der Text eine soziale und politische Projektion, basierend auf griechischen Quellen oder nicht?
2) Humanistischer dialogischer Text
- Zuerst müssen wir über die Eröffnung des Dialogs sprechen. Es werden Erwartungen geschaffen und die Charaktere festgelegt, um das Gespräch zu entwickeln.
- Es müssen auch raumzeitliche Muster und Gesten beachtet werden, die zwar spärlich sind, aber den Rahmen für einen Dialog bilden. Hier werden Tag, Jahr und Ort genannt, an dem Gesten (wie das Herantreten an jemanden, ihm etwas sagen) realisiert werden, was ein Gefühl der Glaubwürdigkeit vermittelt und dem Leser hilft, sich die Umgebung vorzustellen.
- In einem Dialog müssen wir sehen, wie viele Stimmen sprechen und wer die Partner sind: eine Hierarchie. Es gibt manchmal „stumme“ Sprecher, die zwar zur Fiktion gehören, aber nicht sprechen.
- Wir müssen auch die Charaktere beschreiben; manchmal geben uns ihre eigenen Namen bereits Informationen über sie. Wir müssen auch ihr Aussehen, Alter, soziale Stellung, ihren Ton und Wortschatz betrachten.
- Art des Modells, das der imitatio zugrunde liegt:
- Platonisches Modell: Mayeutische Methode, Fragen und Antworten.
- Ciceronisches Modell: Darstellung eines Meisters vor einem Schüler. Einer hat Recht, der andere nicht.
- Lukianisches Modell: Eher theatralisch, Satire, lacht und verspottet Charaktere, Umgangssprache, gelegentlich kritisch gegenüber der Religion.