Analyse von Liebe und Tod in "Die Liebe in den Zeiten der Cholera"
Eingeordnet in Sprache und Philologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,25 KB
Zentrale Themen: Liebe und Tod
Im Roman "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" stehen vor allem zwei Themen im Vordergrund: Liebe und Tod. Von Anfang an wird gezeigt, wie Liebe und Tod Hand in Hand gehen, was sich bereits in den Titeln widerspiegelt. Der Begriff Cholera bezieht sich dabei auf den Tod.
Ein frühes Beispiel hierfür findet sich im ersten Absatz des Buches, wo es heißt: "Es war unvermeidlich: der Duft von Bittermandeln erinnerte ihn immer an das Schicksal der unerwiderten Liebe." Hier symbolisieren die Mandeln Liebe, Tod und Bitterkeit.
Auch bei den Erkrankungen von Florentino und Fermina, die krank sind und der Liebe, wird angenommen, dass sie an der Cholera leiden. Weitere Beispiele für diese Verbindung sind die Enthauptung von Olimpia Zuleta und der Selbstmord von América Vicuña, die beide den Tod für die Liebe darstellen.
Drei Arten der Liebe im Roman
Im Roman lassen sich drei Hauptformen der Liebe unterscheiden:
1. Platonische oder hyperbolische Liebe
Dies ist die Liebe "von der Taille aufwärts", übertrieben und fast obsessiv. Diese Liebe besteht zwischen Florentino und Fermina. Sie beginnt in der Jugend und triumphiert am Ende der Lebenszeit.
- Von Jugend an erleben sie eine Liebe voller Geheimnisse, die durch die "Reise des Vergessens" abgeschnitten wird, was bedeutet, dass Fermina für ihn zu einem unbekannten Schatten wird.
- Im Gegensatz dazu wird Florentino Ariza durch die Auswirkungen dieser Liebe im Leben beeinträchtigt, trotz der Ablehnung.
- Dies motiviert ihn, sich gesellschaftlich zu verändern, um seiner Geliebten würdig zu werden.
Diese Auffassung der Liebe kann mit der von Cándido verglichen werden, dessen unerwiderte Liebe mit Zahnschmerzen und Cholera verbunden ist, sowie mit dem Don Quijote, der für seine Liebe kämpft und leidet, um sie zu gewinnen.
2. Konventionelle Liebe und begehrende Liebe
Der Fall der Ablehnung von Florentino durch Fermina Daza führt zur Entstehung von zwei weiteren Arten der Liebe:
- Die konventionelle Liebe von Mann und Frau.
- Die concupiscente Liebe (begehrende Liebe), die Liebe ohne Liebe.