Analyse der Lyrik von Josep Vicenç Foix: Themen und Stilmittel

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Analyse der Lyrik von Josep Vicenç Foix

Biografie und Einordnung

Autor: Josep Vicenç Foix (Mas Sarrià, 1893 – Barcelona 1987). Er wird als Avantgardist oder Post-Symbolist des Noucentisme eingeordnet. Er war als Redakteur für die Zeitschrift L'Ametlla tätig. Sein Werk erlangte größere Popularität, nachdem sein Gedicht „És quan dormo que hi veig clar“ von Joan Manuel Serrat vertont wurde.

Werk 1: „Sol i dolor“ (Sonne und Trauer, 1947)

Thema und Inhalt

Thema: Die Desorientierung des Protagonisten, der in der Natur ein ihm fremdes Land erkennt. Der Autor fühlt sich verloren und einsam, doch er erkennt sofort die Landschaft von vor tausend Jahren wieder. Nichts ist ihm mehr fremd, und er entdeckt das Land, auf dem er wandelt. Der Raum, in dem das Gedicht spielt, ist ein Ort der Einsamkeit und des Verlusts, verbunden mit den Elementen der Natur.

Struktur und Form

  • Struktur: Sonett, bestehend aus zwei Quartetten (vierzeilige Strophen) und zwei Terzetten (dreizeilige Strophen), mit dem Metrum ABBA, ABBA, CDC, DCD.
  • Form: Die Verse sind elfsilbig (Endecasílabo) in Kunst-Dur, mit Assonanzreim.

Literarische Ressourcen

Das Gedicht verwendet vielfältige rhetorische Figuren:

  • Hyperbaton in Vers 2 („veig sovint fosca solitud“ – *sehe ich oft dunkle Einsamkeit*).
  • Anapher in den Versen 4 und 5 („Jo – piscines...“; „jo dic...“).
  • Rhetorische Frage in den Versen 5, 6 und 7 („jo dic:? A quin país antic Per què cel mort – o ramat mut, delegat folls? Ton“).
  • Metapher in Vers 6 („Per què-cel mort – o ramat mut“).
  • Antithese in Vers 10 („no és meu, és estrany, estrany“).
  • Enjambement (Überlappung) der Zeilen 7, 8, 9, 10, 12 und 13.
  • Anapher in Vers 10 („de fa mil anys, l’imparell m’estranya no és“).
  • Antithese in den Versen 13 und 14 („Déu i diable“).

Werk 2: „És quan dormo que hi veig clar“ (Es ist, wenn ich schlafe, dass ich klar sehe)

Arbeit: „És quan dormo que hi veig clar“ aus dem Werk „Onze rondes per a dones que ballen“ (1953).

Thema und Inhalt

Thema: Um die Wahrheit der Dinge zu erkennen, muss man sich von der reinen Argumentation lösen.

Struktur und Form

  • Struktur: Traditionelles Lied mit einem Refrain, wobei die ersten beiden Zeilen wiederholt werden. Besteht aus 3 Strophen zu je 10 Zeilen.
  • Form: Die Verse sind siebensilbig (Heptasílabo) mit Konsonantreim. Metrum: abc, BCB, Baab. Kunst-Moll.

Literarische Ressourcen

Dieses Gedicht zeichnet sich durch folgende Stilmittel aus:

  • Anapher in den Zeilen 1 und 9 („Quan plou ballo sol“).
  • Anapher in der zweiten Strophe, Zeile 10 („Algues vestit, or i escates“).
  • Metapher in den Versen 7 und 8 („la vila pirata és un gran gira-sol“).
  • Anapher und Alliteration in den Versen 11 und 19 („és quan dormo que ric“).
  • Anapher in den Versen 12 und 20 („sota l’edat de l’estany“).
  • Polysyndeton in den Versen 14 und 15 („i persegueix els senyors, sota pins i roures“).
  • Anapher in den Versen 21 und 29 („dormo, quan hi veig clar“).
  • Metapher in Vers 24 („jo visc en el cor de la cloïssa“).

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