Analyse, Register und Argumentation: Grundlagen der Textkommunikation

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Grundlagen der Anzeigenanalyse und Kommunikation

Die Analyse einer Anzeige ist ein langer und aufwendiger Prozess. Sie umfasst zwei Hauptpläne:

  • Plan der Expression (Beschreibung): Identifizieren und Beschreiben dessen, was in der Anzeige sichtbar ist (die Analyse ist unerlässlich).
  • Plan der Interpretation (Sinnsuche): Suche nach dem Sinn der beschreibenden Formen.

Der wichtigste Kommentar in einer Anzeige stellt dann die Beziehungen zwischen diesen beiden Plänen fest.

Zwecke der Werbung (Publicitat)

Werbung verfolgt zwei Hauptzwecke: zu informieren und zu überzeugen (die Notwendigkeit für ein Produkt zu vermitteln).

Arten von Texten

Beschreibung, Erzählung, Erklärung, Begründung, Vorhersage, Unterweisung, Konversation, rhetorische Texte.

Sprachliche Varietäten und Register

Es werden zwei Hauptvarietäten unterschieden:

  1. Dialektale Varietäten: Entsprechen den unterschiedlichen Arten der Sprachverwendung in verschiedenen Gruppen von Sprechern. Es gibt eine Art zu sprechen, die Sprecher einer bestimmten Generation, sozialen Gruppe oder geografischen Umgebung identifiziert.
  2. Register: Weist sprachliche Merkmale auf, die festgelegt werden, um die Sprache an einen situativen Kontext anzupassen.

Faktoren zur Bestimmung des Registers

Das Register wird im Wesentlichen durch vier Faktoren bestimmt, die Aspekte des kommunikativen Prozesses und vor allem die Situation verknüpfen:

  • Betreff (Thema): Man verwendet nicht die gleiche Sprache, um über ein allgemeines Thema zu sprechen, wie um ein Spezialproblem zu erörtern (Spezialterminologie).
  • Intentionalität: Der Grad der Formalität.
  • Grad der Formalität: Hängt vom jeweiligen Grad des Wissens und der Vertrautheit zwischen den Partnern ab. Es gibt drei Grade:
    • Hoch: In Situationen mit einer gewissen Distanz zwischen Sender und Empfänger.
    • Mittel: Entspricht der Standardvariante.
    • Niedrig: In allen Fällen, in denen eine große Vertrautheit zwischen den Partnern besteht.
  • Kanal oder Medium: Das Medium, über das wir kommunizieren, stellt ebenfalls Anforderungen an die Abfassung des Textes und ist somit ein weiterer bedingender Faktor für die Zulassung.

Der Argumentative Text

Der argumentative Text zielt darauf ab, den Gesprächspartner zu überzeugen. Seine grundlegende Funktion ist überzeugend, weshalb er eher subjektiv ist. Dieser Texttyp ist in vielen verschiedenen Genres vorhanden, sowohl mündlich als auch schriftlich.

Struktur eines Argumentativen Textes

  1. Einleitung: In diesem ersten Teil wird das Thema im Kontext situiert, um das Interesse des Empfängers zu wecken und eine positive Einstellung zu schaffen.
  2. Entwicklung (Argumentation): Dies ist der Teil, der die Menge der Argumente enthält, die die These beweisen sollen.
  3. Schlussfolgerung (Konklusion): Fasst die diskutierten Probleme kurz zusammen und bekräftigt die wichtigsten Argumente, die zur These führen.

Klassische Rhetorik: Rationale Argumente und Emotionale Verfahren

Rationale Argumente:

Analogie, Autorität, Quantität, Qualität, politischer Nutzen (Politik-Utilität).

Fehlschlüsse (Fallazien):

Verallgemeinerungen, falsche Dilemmata, manipulierte Begriffe.

Emotionale Rede (Emotionale Rhetorik)

Bezieht sich auf die Verwendung eines konnotierten Vokabulars und anderer Stilmittel, die der Sender oder Empfänger im Text verwendet.

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