Analyse von "Sorgh" von Joan Miró (1928)

Eingeordnet in Medizin & Gesundheit

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,73 KB

Name und Autor

Joan Miró: "Sorgh" (1928)

Material und Technik

Öl auf Leinwand.

Analyse und Interpretation

Miró passte seine bunte und formale Grammatik an, um darauf zu reagieren. Das Werk zeigt Pflanzen und reine, bunte Farben sowie verzerrte Formen. Es dominieren drei große farbige Bänder im Raum.

Miró entwickelte seine Bildsprache weiter. Konstante Elemente sind:

  • Die Beziehung und Verbindung zwischen Figuren und Objekten.
  • Kräftige schwarze Flecken und kreuzende Farben.
  • Natur- und ländliche Elemente.

Er befürwortete den physischen Automatismus bei der Schaffung von Bildern. Er übersetzte die Sprache des Feldes, seine eigene "Sorgh"-Box, die ihn beeindruckt hatte.

Ähnlichkeiten und Motive

Häufige Motive sind:

  • Laute (Musikinstrumente)
  • Mensch, Hund, Katze
  • Fenster und Landschaft

Ein organisches Gesicht, das wütend wirkt, sowie die Silhouette einer Frau sind schwer einzuordnen. Miró studierte die dynamische Linienführung und den Rhythmus der Komposition, wobei die Laute im Zentrum einen Wirbel erzeugte. Während Sorgh Ordnung vermittelte, brachte Miró Bewegung ein. Das Endergebnis ist eine ländliche Szene, in die Menschen und Tiere eingedrungen sind.

Kontext und Stil

Miró hatte seine besondere Sprache bereits entdeckt:

  • Tierische Merkmale wie Flecken, Augen und Ohren.
  • Körperteile wie Hände, Füße, Köpfe, Zähne, Brüste und Geschlechtsorgane.
  • Die "Mutter Erde" (nodridora) mit manchmal sichtbaren Brustwarzen.
  • Tiere wie Schlangen und Berge, die Flüsse symbolisierten.
  • Bäume mit vertikalen Präsenzen.

Diese vage organischen Formen schienen ein Eigenleben zu führen. Gegenstände und Figuren wurden auf das Wesentliche reduziert, ein vorausdenkendes Konzept für junge Unschuld.

Inhalt und Ziel

Miró wollte nicht realistisch sein und bestimmte Personen oder Tiere darstellen. Er entfernte Elemente des Realismus aus seiner Malerei.

Im selben Jahr stellte er das Werk in der Galerie Bernheim aus und verkaufte es komplett, was Kritiker als einen der Künstler des Augenblicks etablierten. Miró wollte nicht in die Tiefe eintauchen, sondern holte die unbewusste Unschuld einer glücklichen Kindheit zurück. Er achtete auf die Kunst von Kindern oder psychisch Kranken und bewunderte deren Freiheit und Lebensfreude. Zusammen mit André Masson hob er den surrealistischen Automatismus hervor.

Verwandte Einträge: