Analyse und Struktur von Essays: Merkmale, Funktionen und Textsorten
Eingeordnet in Lehre und Ausbildung
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,27 KB
Geregelt: Der Essay – Definition und Zweck
Ein Essay ist ein Text, der frei und subjektiv eine Angelegenheit – sei es philosophischer, historischer, sozialer oder anderer Natur – diskutiert. Ziel ist die literarische und pädagogische Absicht sowie die Überzeugungskraft. Wir verstehen ihn als eine persönliche Reflexion, einen Versuch, das menschliche Dasein und die Welt aus eigenem Wissen und Erfahrung zu interpretieren.
Merkmale und Funktionen des Essays
- Expressive Funktion: Ausdruck des eigenen Denkens.
- Referentielle Funktion: Übertragung von Informationen.
- Persuasive Funktion: Einflussnahme auf den Leser.
- Kontaktfunktion: Herstellung einer Nähe zum Leser.
- Ästhetische Funktion: Nutzung literarischer Ressourcen und persönlichem Stil.
- Metasprachliche Funktion: Offenlegung von Elementen des sprachlichen Codes.
Gliederung und Methoden
Typischerweise besteht die Gliederung aus Einführung, Weiterentwicklung und Abschluss.
Methodisch kommen in Betracht:
- Induktive Methode: Vom Spezifischen zum Allgemeinen.
- Deduktive Methode: Vom Allgemeinen zum Spezifischen.
Gattungen und Textsorten
Verwandte Textformen
- Artikel: Kurzer Text zu einem bestimmten Thema in Zeitschriften oder Zeitungen.
- Rede: Mündliche Auseinandersetzung mit einem Thema vor Publikum, meist mit überzeugendem Zweck.
- Brief (Letter): Schriftliche Korrespondenz.
- Abhandlung oder Dissertation: Systematisierte Wissensdarstellung zu einem bestimmten Thema.
- Studie: Eine Arbeit, die primär dem Studium oder der tiefgehenden Erforschung eines Themas dient.
- Manifest: Legt Programm und Zweck von Aktivitäten dar.
- Pamphlet: Heftiger Angriff auf politische Gegner oder Propaganda.
- Rezension oder Besprechung: Text, der ein Werk, vor allem ein kürzlich veröffentlichtes, untersucht.
Unterschiede: Humanistische und wissenschaftliche Texte
Beim Vergleich von Inhalten zwischen wissenschaftlichen und humanistischen Texten gibt es große Unterschiede, obwohl sie oft ähnliche Strukturen, Texttypologien, Diskursgenres und sprachliche Ressourcen verwenden (z. B. spezifische Terminologie, klare Zielsetzungen, Fülle an Elementen des logischen Zusammenhalts).
Wissenschaftlicher Ansatz versus Essayistischer Fokus
Wissenschaftlicher Ansatz
Dieser Ansatz stellt Informationen objektiv dar. Er neigt dazu, Experimente zu behandeln, das Thema umfassend zu behandeln und die Argumentation basiert auf Fakten, Daten und Hypothesen, um zu einer definitiven und geschlossenen Schlussfolgerung zu gelangen.
Essayistischer Ansatz
Dieser Ansatz zeigt Informationen subjektiv. Wir neigen dazu, Beispiele zu verwenden, die Frage nur teilweise zu behandeln und oft durch bestimmte Fakten zu überzeugen. Das Thema bleibt häufig offen für Diskussion oder Streit.