Anatomie des Fortpflanzungssystems: Männliche und Weibliche Organe

Eingeordnet in Biologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,96 KB

Männliches Fortpflanzungssystem: Anatomie und Erektion

Die Erektion wird durch den Eintritt von Blut in die Schwellkörper des Penis erreicht. Das Gewebe des Penis besteht aus zwei Hauptstrukturen:

  • Schwellkörper (Corpora Cavernosa): Das Gewebe oberhalb der Harnröhre.
  • Schwammkörper (Corpus Spongiosum): Umgibt die Harnröhre. Bei Erweiterung bildet er die endgültige Form der Eichel (Glans).

Die Eichel ist wiederum von einer Hautfalte, der Vorhaut (Preputium), bedeckt.

Erektiles Gewebe und Funktion

Die Schwellkörper bestehen aus schwammigem, erektilem Gewebe, das sich mit Blut füllen und dadurch errichten kann. Dieses Gewebe besteht aus reichlich höhlenartigen Räumen (Trabekel), die durch ein Netzwerk aus Kollagenfasern, elastischen Fasern und glatten Muskelzellen gebildet werden.

Cowper-Drüsen (Bulbourethraldrüsen)

An der Unterseite des Penis befinden sich die Cowper-Drüsen. Diese sondern eine Schmierflüssigkeit (Präejakulat) ab, um den Geschlechtsverkehr zu erleichtern.

Weibliches Fortpflanzungssystem: Organe und Fortpflanzungswege

Eierstöcke (Ovarien)

Die Eierstöcke sind die weiblichen Gonaden. Sie haben etwa die Größe einer Mandel und sind in der Bauchhöhle untergebracht. Die Eierstöcke produzieren auch weibliche Sexualhormone.

  • Rinde (Cortex): Die äußere Schicht jedes Ovars enthält Follikel mit Eiern.
  • Graaf-Follikel: Die äußersten Follikel, die Eier enthalten, welche zur Ausstoßung (Ovulation) bereit sind.

Eileiter (Tuben)

Die Eileiter (oder Gebärmutter-Tuben) sind Röhren mit einer trichterförmigen Öffnung, dem Infundibulum, das die Eier auffängt. Die Befruchtung findet in den Eileitern statt.

  • Die Eileiter besitzen Flimmerzellen, die den Fortschritt der Eier ermöglichen.
  • Sie sondern ein Sekret ab, das die Bewegung fördert und der Zygote (falls befruchtet) vor der Ankunft in der Gebärmutter als Nahrung dient.

Hinweis: Bei einigen eierlegenden Tieren bilden Drüsen entlang der Eileiter verschiedene Substanzen, die die Schale des Eies bilden.

Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter ist eine leere Höhle, in die die Eileiter münden. Sie dient der Implantation der Zygote und der Entwicklung des neuen Individuums.

Die Gebärmutter besteht aus:

  • Einer Muskelschicht, dem Myometrium.
  • Der Gebärmutterschleimhaut, dem Endometrium, mit dem sie bedeckt ist.

Zervix und Vagina

  • Hals oder Zervix (Cervix): Der untere Teil der Gebärmutter, der mit der Vagina kommuniziert.
  • Vagina: Ein elastisches Organ, das durch Schmierdrüsen feucht gehalten wird. Sie empfängt den Penis während der Kopulation.

Äußere Geschlechtsorgane (Vulva)

Die Vulva besteht aus Hautfalten (den Schamlippen) und der Klitoris. Die Klitoris enthält ebenfalls Schwellkörper, ähnlich denen des Penis.

Bartholin-Drüsen

Auf den Schamlippen befinden sich die Bartholin-Drüsen, die externe Sekrete (Schmierflüssigkeiten) produzieren, um die Paarung zu erleichtern.

Spezielle Fortpflanzungsmechanismen (Spermienspeicher)

Bei einigen wirbellosen Tieren sowie bestimmten Arten von Salamandern, Vögeln und Fledermäusen existieren Spermienspeicher (Taschen). Dies sind Arten, bei denen das Weibchen die Spermien speichert, die erst freigesetzt werden, wenn der Zeitpunkt für die Befruchtung reif ist (abhängig von Nahrungsverfügbarkeit, Umgebungsbedingungen usw.).

Verwandte Einträge: