Anatomie der Muskeln und des Hüftgelenks: Ein Überblick
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Der Trapezmuskel (Musculus trapezius)
Der Musculus trapezius ist ein zonaler Muskel des Schädels, wobei er dort ansetzt, wo der Schädel weniger Fixierungen aufweist. Es handelt sich um einen oberflächlichen Muskel, der fast das Zentrum der Wirbelsäule auf beiden Seiten einnimmt und vom Schädel bis zum letzten Brustwirbel reicht. Es ist ein Muskel, der einzeln betrachtet keine Trapezform, sondern eine Dreiecksform hat. Was jedoch geschieht, ist, dass die zwei Trapezmuskeln in ihrer Gesamtheit den Anschein eines Trapezes erwecken.
Der Kopfnicker (Musculus sternocleidomastoideus)
Der Musculus sternocleidomastoideus (Kopfnicker) ist auf allen Ebenen präsent. Er verläuft von hinten nach vorne. Er entspringt am Warzenfortsatz des Schläfenbeins (Processus mastoideus), unmittelbar hinter dem äußeren Gehörgang. Einer der Muskelbäuche endet am Brustbein (Manubrium sterni), während der andere im oberen mittleren Drittel des Schlüsselbeins ansetzt. Zwischen ihnen liegt ein Zwischenraum. Er fungiert als Inspirationsmuskel; allerdings wird er normalerweise nicht zur Inspiration verwendet. Es handelt sich um eine Atemhilfe, die in Notsituationen oder bei bestimmten Krankheiten zum Einsatz kommt, was als sternales Einziehen bezeichnet wird.
Der Bizeps (Musculus biceps brachii)
Der Musculus biceps brachii grenzt an den Musculus coracobrachialis. Topographisch ist er dem Ellenbogen zugeordnet, funktionell ist er jedoch sehr wichtig für das Schultergelenk. Seine Aktionen werden am Schultergürtel, am Ellenbogen oder an beiden ausgeführt:
- 1. Mit fixiertem Ellenbogen: Er wirkt auf den Schultergürtel.
- Der kurze Kopf: Er wirkt stabilisierend (Koaptation), beugend und innenrotierend.
- Der lange Kopf: In anatomischer Lage wirkt er stabilisierend, in abduzierter Position kann er luxierend wirken. Er kann eine Außenrotation erzeugen.
- 2. Mit freiem Unterarm: Er erzeugt eine Supination.
- 3. Mit fixiertem Unterarm: Er erzeugt eine Ellenbogenflexion.
Der Hakenarmmuskel (Musculus coracobrachialis)
Musculus coracobrachialis: Dieser Muskel ist besser in der Lage, schnelle Bewegungen als reine Kraftbewegungen auszuführen. Es ist ein Muskel, der sehr entscheidend auf die drei Achsen des Schultergelenks (Articulatio humeri) am Rabenschnabelfortsatz (Processus coracoideus) des Schulterblatts wirkt. Er setzt im vorderen, unteren mittleren Drittel des Humerus an und fungiert als:
- Balancer
- Coaptador (Stabilisator)
- Adduktor in der anatomischen Position
Der gerade Bauchmuskel (Musculus rectus abdominis)
Muskeln: ABDOMINAL – Musculus rectus abdominis: Hierbei handelt es sich um einen paarigen Muskel auf jeder Seite der Mittellinie, welche die vordere Bauchwand bilden. Er wird durch eine robuste vordere Faszie bedeckt, die zur Multiplikation der Spannung dient. Es ist ein beim Menschen sehr gezielter Muskel. Er setzt an der Oberseite des Schambeins durch eine kurze Sehne von 2–3 cm an.
Das Hüftgelenk (Articulatio coxofemoralis)
Die Articulatio coxofemoralis ist das Hüftgelenk und verbindet das Hüftbein (Os coxae) mit dem Oberschenkelknochen (Femur). Es gehört zur Familie der Synovialgelenke und ist ein Kugelgelenk-Typ: Es ist das vollkommenste Kugelgelenk des menschlichen Körpers (zusammen mit dem Schultergelenk) und verbindet den Rumpf mit der unteren Extremität. Das Gelenk wird von einer Kapsel bedeckt, verfügt über eine Membran und enthält Synovialflüssigkeit. Zusammen mit der starken Muskulatur, die es umgibt, unterstützt es den Körper in statischen und dynamischen Haltungen.