Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers

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Zellen des Nervensystems

Das Nervensystem wird aus einer Vielzahl von Zellen gebildet. Neuronen sind Zellen, die für die Weiterleitung von Nervenimpulsen verantwortlich sind. Nervenzellen kommunizieren, indem sie das Axon mit den Dendriten verbinden.

Arten von Neuronen

  • Sensorische oder afferente Neuronen
  • Interneurone (Verbindungsneuronen)
  • Motorische Nervenzellen

Rezeptoren und Reizwahrnehmung

Rezeptoren sind eine Reihe von spezialisierten Zellen, die Reize wahrnehmen. Je nach Reiz unterscheidet man:

  • Thermorezeptoren
  • Chemorezeptoren
  • Mechanorezeptoren
  • Photorezeptoren

Interne Rezeptoren erkennen Veränderungen im Körper, während externe Rezeptoren uns Informationen über die Umwelt um uns herum liefern.

Geruch und Geschmack

Der Geruchssinn befindet sich in der Nase und erkennt flüchtige Substanzen. Der Geschmackssinn befindet sich auf der Zunge. Dort gibt es vier Arten von Rezeptoren, die die vier grundlegenden Geschmacksrichtungen ermöglichen: salzig, bitter, süß und sauer. Der Geschmack von Essen wird durch die Kombination verschiedener Sinne erkannt: Riechen, Schmecken und Fühlen.

Das Gehör

Das Ohr besteht aus:

  • Außenohr: Gebildet aus der Ohrmuschel und dem Gehörgang, der am Trommelfell endet.
  • Mittelohr: Bestehend aus den Gehörknöchelchen und der Eustachi-Röhre.
  • Innenohr: Gebildet aus der Schnecke und dem Hörnerv.

Mechanismus des Hörens: Die Schallwellen erreichen das Trommelfell, welches vibriert und so die Gehörknöchelchen in Bewegung versetzt.

Das Sehvermögen

Die Vision ist die Fähigkeit, Lichtwellen zu erkennen. An der Vision sind die Augenstrukturen und die Anhangsorgane (Adnexe) beteiligt.

  • Adnexe: Tränendrüsen (halten den Augapfel feucht), Augenlider (verhindern das Eindringen von Fremdkörpern) und Augenmuskeln (bewegen den Augapfel).
  • Augapfel: Er besteht aus Schichten wie der Sklera (hinten) und der Hornhaut (vorne), der Iris und der Aderhaut. Die Iris bestimmt die Augenfarbe und weist eine zentrale Öffnung auf, die Pupille genannt wird. Die Lichtmenge, die durch die Pupille tritt, wird durch die Iris reguliert. Dahinter liegt die Linse (Kristalllinse), eine bikonvexe Linse, die das Scharfstellen auf Objekte in verschiedenen Entfernungen ermöglicht. In der Netzhaut befinden sich zwei Typen von Photorezeptoren: Stäbchen und Zapfen.

Anatomie des Nervensystems

Das Nervensystem unterteilt sich in das zentrale und das periphere Nervensystem.

  • Zentralnervensystem (ZNS): Besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Das Gehirn (Encephalon) umfasst das Nachhirn (Medulla oblongata), das Kleinhirn, den Thalamus, den Hypothalamus und das Großhirn. Das Rückenmark liegt in der Wirbelsäule; hier werden Reflexe koordiniert und Signale an das Gehirn übermittelt.
  • Peripheres Nervensystem (PNS): Unterteilt in das somatische Nervensystem (verantwortlich für bewusste Bewegungen) und das vegetative Nervensystem (verantwortlich für unwillkürliche Bewegungen).

Reflexe und willkürliche Handlungen

Reflexe sind automatische Reaktionen des Organismus auf einen Reiz. Elemente eines Reflexbogens sind: Rezeptorstimulation, ein sensorisches Neuron (trägt Informationen zum Hinterhorn des Rückenmarks), ein Interneuron sowie ein motorisches Neuron, welches die Informationen an das Erfolgsorgan (Muskel) leitet. Willkürliche Handlungen werden hingegen bewusst ausgeführt.

Krankheiten und Störungen

Augenkrankheiten

Veränderungen des Augapfels umfassen Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Beim Grauen Star wird die Linse trüb (opak). Die Konjunktivitis ist eine Augenentzündung.

Weitere Erkrankungen

  • Trauma: Zum Beispiel Knochenbrüche.
  • Degenerative Krankheiten: Alzheimer (Neuronen verlieren ihre Funktionalität) und Parkinson (Neuronen sterben ab).
  • Psychische Erkrankungen: Hypochondrie (Einbildung von Krankheitssymptomen), Schizophrenie (Halluzinationen) und bipolare Störungen (Phasen von Euphorie).

Der Bewegungsapparat

Der Bewegungsapparat wird aus Knochen und Muskeln gebildet.

Knochen

Eigenschaften: Stützung des Körpers, Schutz innerer Organe, Speicherung von Kalzium und Phosphor sowie Beherbergung des Knochenmarks. Klassifizierung:

  • Röhrenknochen: Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula).
  • Flache Knochen: Schädelknochen (Cranium) und Schlüsselbein (Clavicula).
  • Kurze Knochen: Wirbel.

Gelenke verbinden die Knochen. Man unterscheidet: unbewegliche Gelenke (Schädelnähte), teilbewegliche Gelenke (Wirbel) und bewegliche Gelenke (Knie, Ellbogen).

Muskeln

Muskeln bestehen aus Muskelfasern. Einteilung nach Funktion:

  • Glatte Muskulatur: Wände der inneren Organe.
  • Herzmuskulatur: Das Herz.
  • Skelettmuskulatur (quergestreift): Zum Beispiel der Bizeps.

Erkrankungen des Bewegungsapparates

Dazu gehören Verstauchungen (Bänderriss), Frakturen (vollständiger oder teilweiser Knochenbruch) und Muskelkrämpfe (unwillkürliche Kontraktion).

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