Andalusien: Klima, Vegetation und Umwelt
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**Wasser und Flüsse in Andalusien**
Die Route der Flüsse wird durch das Relief bestimmt. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften gibt es zwei Seiten: die Atlantikseite und die Mittelmeerseite.
- Atlantikseite: Hier befinden sich die längsten Flüsse. Zu dieser Seite gehört der längste und mächtigste Fluss der Region, der Guadalquivir, zusammen mit seinem wichtigsten Nebenfluss, dem Genil. Im Becken des Guadalquivir gibt es mehrere regulierte Stauseen. Weitere Flüsse dieser Seite sind der Guadalete, der Odiel und der Barbate.
- Mittelmeerseite: Die Flüsse dieser Seite münden ins Mittelmeer. Sie entspringen in den benachbarten Betischen Kordilleren, daher sind sie klein, kurz und unregelmäßig. Einige dieser Flüsse trocknen die meiste Zeit des Jahres aus, sie werden Ramblas genannt. Zu den andalusischen Mittelmeerflüssen gehören der Almanzora und der Guadalhorce.
**Mediterranes Klima in Andalusien**
Andalusien hat aufgrund seiner geografischen Lage ein überwiegend mediterranes Klima. In Andalusien kommt es häufig zu Dürren und Überschwemmungen.
**Klimaschwankungen in Andalusien**
In der andalusischen Region unterscheiden wir die folgenden klimatischen Schwankungen:
- Im Atlantikbereich herrscht ein typisch mediterranes Klima, das vom Ozean beeinflusst wird. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über mild, bedingt durch die Nähe zum Meer. Die höchste Niederschlagsmenge wird im Bereich der Straße von Gibraltar gemessen.
- An der Mittelmeerküste, entlang der Küste von Granada und Málaga, gibt es die typischen Merkmale eines subtropischen Klimas mit mediterranem Einfluss. Die Westküste ist feuchter als die Ostküste, da die Niederschläge von Westen nach Osten abnehmen.
- In der östlichen Provinz Almería herrscht ein trockenes mediterranes Klima.
- In der östlichen Hälfte der Sierra Morena und in den inneren Bereichen der Betischen Kordilleren herrscht ein kontinentales mediterranes Klima.
- In den höchsten Betischen Kordilleren herrscht ein Hochgebirgsklima.
**Vegetation in Andalusien**
Die natürliche Vegetation Andalusiens ist so vielfältig wie die Farben und die Beschaffenheit des Bodens, auf dem sie wächst. In den mediterranen Wäldern haben die Bäume oft große Kronen und tiefe Wurzeln, um das wenige verfügbare Wasser besser nutzen zu können, wie zum Beispiel die wilde Olive, die Steineiche und die Kiefer. In vielen Waldgebieten wurde der Wald durch Buschwerk aus Zistrosen, Mastixsträuchern und einheimischen aromatischen Pflanzen ersetzt. An den Rändern von Feuchtgebieten und Flüssen wachsen Schilf und Rohrkolben, die mit ihren Wurzeln im Wasser stehen. In den Bergen, in niedriger und mittlerer Höhe, findet man Laubbäume wie die Portugiesische Eiche und die Kastanie.
**Die anthropogenen Landschaften Andalusiens**
**Die Landschaft der *Campiña***
Diese Landschaftsform besteht aus flachem und sanft hügeligem Land und erstreckt sich in der Senke des Guadalquivir.
**Die Landschaften der *Vegas***
Die *Vegas* sind sehr flache und fruchtbare Ebenen, die von andalusischen Flüssen bewässert werden.
**Berglandschaft**
Etwas mehr als die Hälfte des andalusischen Gebiets besteht aus Bergen.
**Klimatische Risiken in Andalusien**
Das Gebiet Andalusiens leidet aufgrund seiner klimatischen und orografischen Bedingungen unter schwerwiegenden klimatischen Risiken. Diese Phänomene haben erhebliche Auswirkungen auf unsere Gemeinschaft, mit zahlreichen Todesopfern und wirtschaftlichen Folgen.
- Dürre: Der Mangel an Niederschlägen im Sommer ist typisch für das mediterrane Klima. Die Dürre stört das fragile Gleichgewicht zwischen den verfügbaren Wasserressourcen und der Nachfrage. Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist die Wasserspeicherung.
- Überschwemmungen: Überschwemmungen werden oft durch sintflutartige Regenfälle verursacht, die innerhalb weniger Stunden viel höhere Werte erreichen als der Durchschnitt. Die am stärksten von Überschwemmungen betroffenen Gebiete sind die Täler und Küstenebenen.
**Umweltprobleme in Andalusien**
Die größten Umweltprobleme sind die folgenden:
- Exzessives Städtewachstum: Vor allem an der Küste. Die Costa del Sol ist eines der am stärksten verstädterten Gebiete rund um das Mittelmeer.
- Waldbrände: Höhere Temperaturen und geringe Niederschläge sind zwei Faktoren, die das Risiko von Waldbränden in Andalusien erhöhen.
- Wüstenbildung: Dieses Phänomen ist sowohl auf klimatische Bedingungen als auch auf falsche menschliche Eingriffe zurückzuführen.