Die Anfänge der griechischen Philosophie: Von Thales bis heute
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Die Anfänge der griechischen Philosophie
Die Philosophie beginnt bei den Griechen. Der Anfang liegt in der Zeit um 600 v. Chr., als die ersten Denker auftraten, die die Welt nicht mehr so sahen, wie sie in den Mythen dargestellt wurde, sondern versuchten, auf eigene, selbstständige Weise die Wirklichkeit in Gedanken zu fassen. Die Wiege der abendländischen Philosophie steht in den griechischen Kolonien. Sie vermittelt die Kenntnisse anderer Völker; die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen fordert und erweitert den geistigen Horizont. Kennzeichen dieser Zeit ist der Wandel von der Adelsherrschaft zu anderen politischen Formen (Tyrannis, Demokratie) und die damit verbundenen innenpolitischen Krisenerscheinungen.
Wichtige Grundzüge der antiken Philosophie
- Die Frage nach dem Urgrund (Arche) und dem Urgesetz (Logos) der Welt.
- Die Aletheia: Sein, Wahrheit, wahre Erkenntnis.
- Die Beschäftigung mit der Natur des Menschen und seiner sittlichen Bestimmung: das Gute, die Tugend und die Seele.
Die Vorsokratik
Die Vorsokratiker beschäftigen sich vor allem mit Naturphilosophie, Theogonie sowie Kosmogonie und formulierten die Grundfragen der Philosophie. Eine zentrale Frage war die nach der Arche, dem Urgrund oder Anfang, aus dem alles entstanden sei. Die Frage nach der Arche ist die Frage nach dem Anfang des Seienden, nach einem Urstoff (Stoff, aus dem alles besteht) oder Urprinzip.
Vertreter der Naturphilosophie
- Thales: Bestimmt das Wasser als Urstoff, da es durch verschiedene Prozesse von Verdampfung oder Kondensation die verschiedenen Naturwesen verursacht.
- Anaximenes: Versteht die Luft als ursprüngliches Element, da durch verschiedene Prozesse die Vielfalt entsteht.
- Anaximander: Hält kein physisches Element als Arche fest; die Arche bezieht sich auf das Unbestimmte, das Unendliche (Apeiron). Er stellt fest, dass dies die Balance reflektiert.
- Empedokles: Nimmt vier Elemente an, die durch die Kräfte Liebe und Hass bewegt werden.
- Anaxagoras: Es gibt unendlich viele, qualitativ verschiedene Grundstoffe, die durch den Nous bewegt werden.
- Atomisten: Denken, dass alles aus unteilbaren Körperchen zusammengesetzt ist. Die Atome unterscheiden sich untereinander nur durch Gestalt, Lage und Anordnung (Materialismus).
Heraklit und Parmenides
Heraklit betont, dass der Schlüssel für die Interpretation der Physis der Begriff des Wechsels ist: „Nach Heraklit fließt alles“; alle Dinge sind unterworfen, alles wird regiert vom Logos.
Parmenides verteidigt die Einheit des Seins: „Das Seiende ist, das Nicht-Seiende ist nicht.“ Das Sein ist unbewegt und unveränderlich. Die wahre Erkenntnis kommt nur aus der Vernunft.
Die Pythagoreer
Die Lehre des Pythagoras kreist um die Bedeutung der Zahl. Das Wesen der gesamten Wirklichkeit besteht in Zahlen.