Anlagevermögen, Abschreibungen und Working Capital verstehen

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Konzept: Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Abschreibungen auf Anlagevermögen

Abschreibungen auf Anlagevermögen spiegeln die jährliche Wertminderung wider, die durch die Nutzung des Anlagevermögens bei der Herstellung von Gütern oder Dienstleistungen entsteht (Aufwendungen).

Kumulierte Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Dies sind die summierten Abschreibungen, die jährlich über alle immobilen Vermögenswerte seit deren Anschaffung vorgenommen wurden. Sie werden passiv geführt, erscheinen aber im Aktivkonto mit negativem Vorzeichen.

Das Working Capital (Betriebskapital)

Definition des Working Capitals

Das Working Capital (WC), definiert als der Teil des Umlaufvermögens (kurzfristige Anlagen), der durch langfristige Verbindlichkeiten und das Eigenkapital (langfristig verfügbar) finanziert wird. Es repräsentiert die Menge an Ressourcen, die benötigt wird, um die laufenden Ausgaben des Unternehmens zu decken, beispielsweise Zahlungen an Lieferanten, wenn Forderungen bewertet werden. Daher gilt: Je kürzer dieser Zeitraum, desto geringer der Bedarf an Working Capital.

Analytische Berechnung des Working Capitals

Analytisch ist das Working Capital die Differenz zwischen Umlaufvermögen (AC) und kurzfristigen Verbindlichkeiten (PC):

WC = AC - PC

Es kann auch als Differenz zwischen dem Eigenkapital (PN) und langfristigen Verbindlichkeiten (ANC) verstanden werden, abzüglich der nicht umlauffähigen Vermögenswerte (AF), oder als Differenz zwischen dem gesamten Vermögen (Umlaufvermögen und Anlagevermögen) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten:

WC = (PN + PNC) - ANC

Doppelte Bedeutung des Working Capitals

Das Working Capital hat eine doppelte Bedeutung:

  • Es ist das Umlaufvermögen, das erforderlich ist, um das Tempo der wirtschaftlichen Aktivität aufrechtzuerhalten.
  • Es ist der Betrag der permanenten Mittel (Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten), der Unternehmen zur Verfügung steht, um Stabilität in ihren Betriebsabläufen zu gewährleisten.

Positive und Negative Working Capital Szenarien

Logischerweise kann das Working Capital positiv oder negativ sein. Das Working Capital stellt die Verbindlichkeiten dar, die in der Vermögensverwaltung durch Eigenkapital und langfristige Schulden finanziert werden. Der Vermögenswertteil des Umlaufvermögens wird durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten finanziert. Ein positiver Working Capital zeigt an, dass das Umlaufvermögen höher ist als die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Eine ausgewogene Situation liegt vor, wenn die Mittel (die den Working Capital Teil des Umlaufvermögens finanzieren) nicht in der Forderung nach Liquidierbarkeit (permanente Ressourcen wie Eigenkapital, langfristige Darlehen oder Kreditverpflichtungen usw.) gebunden sind. Im Gegensatz dazu sind aktuelle Vermögenswerte solche, die kurzfristig sind, d.h. deren Erträge innerhalb dieses Zeitraums realisiert werden. Ein Teil dieses Umlaufvermögens wird mit Mitteln aus dem Passiv finanziert.

Ein positives Working Capital liefert eine positive operative Marge für das Unternehmen, da es mit seinem aktuellen Vermögen in der Lage ist, alle kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen und immer noch einen Überschuss hat.

Das Working Capital kann positiv, negativ oder null sein, und dies kann je nach Unternehmen und spezifischem Wirtschaftssektor variieren.

Grundlegende Bedingungen für das Gleichgewicht

Da ein Gleichgewicht in der Beziehung zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bestehen muss, müssen folgende grundlegende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die permanenten und langfristigen Finanzierungsmittel (Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten) sollten die langfristigen Investitionen (Anlagevermögen) und einen Teil des Umlaufvermögens (Working Capital) finanzieren.
  • Die kurzfristigen Finanzmittel (kurzfristige Verbindlichkeiten) müssen den Teil des Umlaufvermögens finanzieren, der nicht durch permanente Mittel gedeckt ist (der verbleibende Teil des Umlaufvermögens).

Negatives Working Capital

Das Working Capital muss ausreichen, um den langfristigen Betrieb kurzfristig sicherzustellen und die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Ein negatives Working Capital kann bedeuten, dass ein Teil der langfristigen Investitionen (langfristige Vermögenswerte) kurzfristig finanziert werden muss. Dies führt zu Zahlungsschwierigkeiten für das Unternehmen und kann zur Insolvenz führen.

Analyse des Negativen Working Capitals

In der untenstehenden Grafik (konzeptionell) sehen wir eine Struktur mit einem negativen Working Capital (WC < 0), da das Umlaufvermögen geringer ist als die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das heißt, die kurzfristigen Verbindlichkeiten werden nicht durch das Umlaufvermögen gedeckt, was das Unternehmen in Schwierigkeiten bringt. Dies erklärt, warum das Working Capital negativ ist und nicht die kurzfristigen Verbindlichkeiten deckt.

Negatives Working Capital Formel: WC = AC - PC < 0 oder WC = PF - AF < 0 (wobei PF das Fremdkapital und AF das Anlagevermögen ist, in einer vereinfachten Sichtweise).

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