Anne Franks Tagebuch: Analyse und Kontext des Verstecks

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Anne Franks Tagebuch: Eine tiefere Analyse

Anne Franks Tagebuch wurde von einem intelligenten Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren geschrieben. Das Kind fühlte sich von seiner Familie oft missverstanden, was zu Frustration führte, besonders wenn sie sich wie ein Kind behandelt fühlte, während Kritiker ihre Wut ignorierten. Sie lebte in einer Zeit des Krieges und der Verfolgung der jüdischen Religion, zwischen 1942 und 1944.

Historischer Kontext: Deutschland besetzte Holland im Jahr 1940 durch Nazi-Deutschland.

Im Jahr 1942 erhielt Anne ein eigenes Geburtstagsgeschenk, und die Deportationen von Juden in Arbeitslager begannen. Annes Eltern versteckten sich im Hinterhaus des Gebäudes, wo sich Ottos Firma befand. Dort blieben sie über zwei Jahre, während dieser Zeit schrieb Anne Frank ihr berühmtes Tagebuch. Im August 1944 wurden sie im Versteck verhaftet und deportiert. Nach der Fahrt durch Westerbork und Auschwitz kam Anne Frank in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo sie im März 1945 starb.

Die Rollen der Untergetauchten

Edith Frank (Annes Mutter)

Edith Frank war laut der Beschreibung keine liebevolle Mutter. Ihr wurde vorgeworfen, ihre Tochter Margot zu bevorzugen und es ihr an Mitgefühl und Verständnis für Anne mangelte. Edith starb im Januar 1945 im Konzentrationslager Auschwitz an Nahrungsmangel.

Otto Frank (Annes Vater)

Otto Frank, von Anne „Pim“ genannt, war ihr Vater und immer etwas Besonderes für sie; er war der Einzige, der sie verstand und den sie sehr liebte. Im Laufe der Zeit entfernten sie sich jedoch, und Anne glaubte, er wolle sie absichtlich verletzen, weil er sie nicht verstand. Er war intelligent, gebildet und stammte aus einer reichen jüdischen Familie. Otto war der einzige Überlebende der acht Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs und veröffentlichte und verbreitete die Botschaft seiner Tochter bis zu seinem Tod im August 1980.

Margot Frank (Ältere Schwester)

Margot Frank hatte keine besonders enge Beziehung zu Anne, aber auch keine schlechte. Obwohl Anne manchmal neidisch auf den Respekt war, den andere Margot entgegenbrachten, warf sie ihr vor, klug und arrogant zu sein. Margot starb Ende Februar 1945 an derselben Stelle wie Anne (in Bergen-Belsen) durch eine Typhusepidemie, nur wenige Tage vor ihrer Schwester.

Herr van Daan (Hermann van Pels)

Hermann van Pels war der Vater der Familie van Daan, und Anne mochte ihn nicht. Er schien ein Mann zu sein, der nicht wusste, wie er Gespräche mit seiner Frau führen sollte. Hermann starb im September 1944 in den Gaskammern von Auschwitz.

Frau van Daan (Auguste van Pels)

Auguste van Pels verstand sich sehr schlecht mit Anne, da sie als ungebildet, störend und egoistisch beschrieben wurde und Anne sie überhaupt nicht mochte. Es gab Situationen, in denen Anne ihr mehrfach widersprach, was Frau van Daan nicht zuließ. Auguste respektierte manchmal weder ihren Mann noch ihr Kind. Sie überlebte vier oder fünf Konzentrationslager, aber niemand weiß, wann und wo sie starb; wir wissen nur, dass sie es tat.

Peter van Daan (Peter van Pels)

Peter van Pels war der Sohn der Familie van Daan. Zu Beginn des Aufenthalts im Hinterhaus hatten sie nicht viel Kontakt, und Anne hielt ihn für einen schüchternen, sehr sanften und etwas verwirrten Jungen. Allmählich lernten sie sich kennen und mochten sich. Der Mangel an Zuneigung, den beide erlebten, half ihnen, sich gegenseitig zu unterstützen. Sie sprachen sehr offen über alle Themen, und beide, oder zumindest Anne, fühlten sich in der Gesellschaft des anderen sehr wohl. Peter starb im Mai 1945 in einem Konzentrationslager in Österreich, nur drei Tage vor der Befreiung.

Albert Dussel (Fritz Pfeffer)

Fritz Pfeffer war ein jüdischer Zahnarzt und Bekannter der Familie Frank, der im Versteck aufgenommen wurde, da er als Jude ein großes Risiko einging. Er war ein etwas älterer Mann mit vielen Hobbys. Er sprach sehr gut Deutsch, worüber die anderen sich oft lustig machten. Er schlief im selben Zimmer wie Anne, die von seinen Hobbys genervt war und sich den Schreibtisch nach seinen Vorstellungen teilen musste. Oft führte er aufgrund seines besonderen Charakters Gespräche mit den anderen Versteckten. Er starb im Dezember 1944 im Konzentrationslager Neuengamme.

Helfer des Verstecks
Herr Koophuis

Herr Koophuis war gesundheitlich nicht sehr fit, beschützte aber die Untergetauchten und brachte ihnen Essen und Bücher.

Elli und Miep

Elli und Miep waren Büroangestellte, die den Bewohnern des Verstecks halfen und Botengänge für sie erledigten.

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