Antimilitarismus, Anti-Globalisierung und Ökologismus

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Was ist Antimilitarismus und was sind seine Ziele?

Die antimilitaristische Ideologie lehnt alle Formen der militärischen Gewalt sowie die Planung von Aggressionen durch den Staat ab. Diese werden als Instrumente der Unterdrückung eingestuft. Die Bewegung stellt sich gegen die Armee, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Homophobie und Unterwerfung. Ihr Ziel ist es, Strukturen der Herrschaft und Abhängigkeit durch Beteiligung, gegenseitige Unterstützung und Dialog zwischen Menschen und Gesellschaften zu ersetzen. Ohne diese Ansätze wird ein dauerhafter Friede als unmöglich erachtet.

In vielerlei Hinsicht teilt der Antimilitarismus Ansichten mit dem Anarchismus, insbesondere dem Anarcho-Pazifismus, wobei man nicht zwangsläufig Anarchist sein muss, um antimilitaristisch zu handeln. Antimilitaristen, oft Atheisten, kritisieren das Militär als staatliche Repressionsinstitution und hinterfragen Begriffe wie Heimat und Nation, da diese Menschen aufgrund politischer Grenzen voneinander trennen.

Ursprung des Kampfes in Spanien

Wann entstand der Keim des antimilitaristischen Kampfes im spanischen Staat? Er entstand 1971, als Pepe Beunza sich weigerte, den Militärdienst zu leisten, und zum ersten politischen Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen wurde. Sein ziviler Ungehorsam löste eine Welle aus, die zur Gründung der Kriegsdienstverweigerungs-Bewegung (MOC) führte. Diese nutzt Gewaltlosigkeit als Instrument gegen den Militarismus und Armeen.

Methoden des Widerstands

Zu den angewandten Mitteln gehören:

  • Streiks und Sabotage
  • Passiver Widerstand und Besetzungen
  • Boykotte und radikale, aber weniger aggressive Methoden (z. B. soziale Zentren, poetische Aktionen)

Diese Aktionen sind oft Formen des zivilen Ungehorsams. Ziel ist die Behinderung von Organisationen, deren Praktiken abgelehnt werden. Die direkte Aktion strebt danach, Missstände sofort zu beheben, anstatt auf langfristige Versprechen von Vertretern zu vertrauen. Sie richtet sich gegen das Establishment, den Kapitalismus und staatliche Systeme.

Ziele der Anti-Globalisierungsbewegung

Aktivisten fordern eine gerechtere Gesellschaft, die Kontrolle multinationaler Konzerne, die Demokratisierung globaler Institutionen und eine gerechtere Verteilung des Reichtums. Hauptgegner sind die Weltbank (WB) und der Internationale Währungsfonds (IWF).

Eine zentrale Forderung ist die Annullierung der Auslandsschulden armer Länder. Diese Schulden übersteigen oft das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Bretton-Woods-Institutionen gaben in den 70er und 80er Jahren massive Kredite an arme Staaten, forderten jedoch im Gegenzug strukturelle Reformen mit hohen sozialen Kosten, die sich oft als wirtschaftlich kontraproduktiv erwiesen.

Alter-Globalisierung: Eine andere Welt ist möglich

Die Bewegung besteht aus verschiedenen sozialen Strömungen, die Ende des 20. Jahrhunderts gegen die kapitalistische Globalisierung konvergierten. Sie kritisieren die Prekarisierung der Arbeit und ein nicht nachhaltiges Wirtschaftsmodell. Viele Anhänger bevorzugen den Begriff „Alter-Globalisierung“, um sich nicht nur über Opposition zu definieren. Der Slogan „Eine andere Welt ist möglich“ stammt vom Weltsozialforum.

Aktionsformen

Um ihre Ziele zu erreichen, nutzen sie Demonstrationen, die sich teils gegen Symbole von Großkonzernen oder deren Eigentum richten.

Was ist Ökologismus?

Der Ökologismus umfasst soziale und politische Bewegungen, die den Schutz der Umwelt befürworten, um menschliche Bedürfnisse (einschließlich geistiger und sozialer Aspekte) nachhaltig zu befriedigen. Er entstand im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts aus drei Wurzeln: Erhaltung natürlicher Ressourcen, Wildtierschutz und Bekämpfung der Verschmutzung.

Ziele und Methoden der Umweltschützer

Ökologen streben ein gesundes Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur an. Um Aufmerksamkeit zu erregen, nutzen sie verschiedene Methoden:

  • Aktionen gegen Pelzträger (z. B. Farbsprays)
  • Simulation von Blut (z. B. Proteste gegen Stierkampf)
  • Besetzung hoher Gebäude für Medienwirksamkeit
  • Politische Beteiligung

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