Antonio Machado: Leben und Werk

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Biografische Daten

Antonio Machado wurde 1875 in Sevilla geboren und starb 1939. Seine Kindheit verbrachte er in Sevilla, aber 1883 zog er nach Madrid. Die Institución Libre de Enseñanza, gegründet 1876 von Francisco Giner de los Ríos und einer Gruppe von Lehrern, entstand aufgrund ihrer Bemühungen, Spanien zu modernisieren.

Karriere und Reisen

Er unternahm häufige Reisen nach Paris. Er war Professor für Französisch in Soria, wo er Leonor Izquierdo heiratete (sie starb vorzeitig). Er übte seine Lehrtätigkeit auch in anderen Städten wie Baeza (wo er Pilar Valderrama traf, die in seinen Gedichten als Giomar erwähnt wird), Segovia und Madrid aus.

Politische Einstellung und Tod

Er war ein progressiver Anhänger der Republik; seine Ideen verbreitete er in Magazinen und Zeitungen. Er ging nach Frankreich, wo er kurz darauf starb.

Stil und Einflüsse

Seine Karriere ist in ihren Ursprüngen mit der Moderne verknüpft. Sein Stil ist jedoch nüchtern im Vergleich zu anderen Autoren der Generation von '98. Antonio Machado definierte seine Dichtung als Suche nach dem Wesentlichen in der Zeit; diese Suche führte ihn dazu, das Wesentliche mithilfe von Symbolen wie dem Abend, der Straße oder der Schrift auszudrücken, die mit unterschiedlichen Bedeutungen gefüllt sind.

Wichtige Werke

Die bedeutendsten Werke sind: Soledades und Campos de Castilla.

Soledades

Soledades: Eine kurze Gedichtsammlung, die Melancholie, Einsamkeit und Angst aufzeigt. Es ist ein intimes Buch, in dem der Dichter die Gefühle schildert, wie sie in seinem Inneren erscheinen; später erweitert und unter dem Titel Soledades, Galerías y Otros Poemas veröffentlicht.

Campos de Castilla

Im Jahr 1912 veröffentlichte er Campos de Castilla. In diesem Werk sind seine wichtigsten Themen die kritische Auseinandersetzung mit Spanien; das Gedicht verbindet existenzielle Anliegen mit Bildern der Landschaft.

Themen und Motive

Zu den Themen des Dichters gehören die Generation von '98, die Beschreibung der kastilischen Landschaft und die Reflexion über die nationale Identität, die symbolisch in der langen Romanze mit dem Titel La tierra de Alvargonzález widerklingt. In anderen Gedichten des Autors zeigt sich seine Trauer über den Verlust von Leonor; Soria und die Landschaft von Jaén werden zum Symbol der Sehnsucht nach einer glücklichen Vergangenheit.

Beispielgedicht

Die dürre Ulme — ein Gedicht, in dem Merkmale der Generation von '98 zu finden sind.

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